Betriebliche Altersvorsorge

Die effektivste Vorsorgevariante von allen
Betriebliche Altersvorsorge
  • Flexibel in der Anwendung
  • Arbeitgeber kann selbst über Beteiligung entscheiden
  • Steht jedem Arbeitnehmer gesetzlich zu
  • Enorme Steuerersparnisse durch Bruttoanrechnung

Was ist eine betriebliche Altersvorsorge (bAV)?

Bei einer betrieblichen Altersvorsorge (bAV) unterstützt ein Arbeitgeber seinen Arbeitnehmer bei der finanziellen Vorsorge im Alter, beispielsweise durch die Zusage von Versorgungsleistungen im Alter, bei Invalidität und/oder Tod oder durch eine finanzielle Beteiligung zum bAV-Vertrag.  Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer erhalten auf diesen Seiten einen Überblick über die bAV und ihre Möglichkeiten.

Anrecht auf Entgeltumwandlung

Das Gesetz schreibt Arbeitgebern vor, ihren Angestellten die betriebliche Altersvorsorge auf Wunsch anzubieten. Mit der bAV können sie ihre Angestellten bei der Altersvorsorge unterstützen und dadurch eine positive Arbeitsatmosphäre fördern. Grundsätzlich kommt die betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer in Frage, sie kann also unter anderem für Angestellte, Arbeiter und Auszubildende genutzt werden. Hier erhalten Arbeitgeber Informationen über die zahlreichen Vorteile, die die bAV bietet.

Viele Arbeitnehmer wissen nicht, was die bAV ihnen bieten kann. Experten weisen immer wieder darauf hin, dass Arbeitnehmer Geld verschenken, wenn sie diese Form der Altersvorsorge ungenutzt lassen. Hier erfahren Arbeitnehmer mehr zu den umfassenden Vorteilen der bAV.

Welche Arten der bAV existieren?

Es gibt fünf mögliche Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge, wobei die wichtigsten beiden die Direktversicherung und die Direktzusage sind:

Direktversicherung:

  • betriebliche Altersversorgung durch ein Lebensversicherungsunternehmen
  • der Arbeitgeber zahlt direkt aus dem Bruttoeinkommen in die Rentenkasse des Arbeitnehmers ein, hierdurch entstehen enorme Steuervorteile
  • dem Arbeitgeber steht frei, einen Zuschlag zu zahlen (meist bei ca. 50 Prozent der Einzahlungen des Arbeitnehmers)

Direktzusage:

  • der Arbeitgeber bildet Rückstellungen für die betriebliche Altersversorgung
  • dieser zahlt dann später auch die monatliche Rente aus (meist der Fall in sehr großen Unternehmen)
  • bei Insolvenz des Arbeitgebers übernimmt der Pensionssicherungsverein (PSVaG) die Zahlungen an den Arbeitnehmer

Weitere Formen sind Pensionsfonds, Pensionskassen und Unterstützungskassen.

Lohnt sich eine Direktversicherung?

Hinter der Direktversicherung (DV) steckt ein Lebensversicherungsvertrag. Versicherungsnehmer ist der Arbeitgeber, der bei einer Versicherungsgesellschaft einen Vertrag auf das Leben seines Arbeitnehmers, die versicherte Person, abschließt. Im Versicherungsfall sind entweder der Arbeitnehmer selbst oder seine Angehörigen bezugsberechtigt. Die Direktversicherung ist nur eine von insgesamt fünf Durchführungswegen der bAV. Ob diese oder eine andere Form der Altersvorsorge besser geeignet ist, sollten Interessierte in einem persönlichen Gespräch mit einem Vorsorgeexperten in Erfahrung bringen.

Welche Vorteile bietet die betriebliche Altersvorsorge?

Betriebliche Altersvorsorge: Ergänzung zur gesetzlichen Rente.
Bei der betrieblichen Altersvorsorge
arbeiten AG und AN zusammen

Die Beiträge für die bAV werden direkt aus dem Bruttoeinkommen gezahlt. Dadurch sinken auch die Sozialversicherungsbeiträge. Fließen beispielsweise 200 Euro des Bruttoeinkommens in die bAV ein, sinkt das Nettoeinkommen nur um ca. 100 Euro. 

Arbeitnehmer und Arbeitgeber können auch gemeinsam in eine betriebliche Altersversorgung investieren. Ein Beispiel: Ein 30-jähriger Angestellter (Hamburg, Lohnsteuerklasse I, Bruttojahresgehalt 36.000 Euro) wählt eine bAV, in die 220 Euro monatlich eingezahlt werden. Sein Arbeitgeber beteiligt sich mit 110 Euro. Im Rahmen einer Direktversicherung wurde eine private Rentenversicherung gewählt. Es ergeben sich dann folgende Werte:

  • Eigenbeitrag des Arbeitnehmers: 52,88 Euro
  • Arbeitgeberanteil: 110 Euro
  • Staatliche Förderung (Einsparung von Sozialbeiträgen und Steuerersparnis): 57,12 Euro
  • Garantierte monatliche Rente: ca. 400 Euro
  • Wahlweise Kapitalauszahlung statt Rente: ca. 118.000 Euro

Sobald der Arbeitnehmer als versicherte Person das vertraglich vereinbarte Rentenalter erreicht hat, kann er zwischen den monatlichen Rentenzahlungen und der einmaligen Kapitalauszahlung wählen. Nach § 19 des Einkommensteuergesetzes muss er die Leistungen als Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit versteuern.

 

Redaktions-Tipp

Wenn Sie derzeit keine betriebliche Altersvorsorge nutzen können oder diese zu gering ausfällt, sollten Sie eine private Altersvorsorge wählen. Empfehlenswert sind vor allem die Lebensversicherung, die private Rentenversicherung, die Rürup-Rente für Arbeitgeber und die Riester-Rente für Arbeitnehmer. Letztere bietet ebenfalls eine Altersvorsorgezulage.

Hat die bAV auch Nachteile?

Jede Form der Altersvorsorge bringt Vor- und Nachteile mit sich. Bei der Entgeltumwandlung profitieren Arbeitgeber von geringeren Lohnnebenkosten. Allerdings werden im Alter auf die Auszahlungen aus der betrieblichen Altersvorsorge Beiträge zu Kranken- und Pflegeversicherung fällig, wodurch sich die betriebliche Rente reduziert. Zudem sollte vor Abschluss überprüft werden, ob durch die betriebliche Altersvorsorge die gesunkenen Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung durch die Entgeltumwandlung ausgeglichen werden können.

Steuerfreiheiten mit der betrieblichen Altersvorsorge

Neben einer attraktiven Sozialabgabenfreiheit lohnt sich die betriebliche Altersvorsorge auch aus steuerlicher Sicht sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer. Bis zu 248 Euro können im Jahr 2016 monatlich steuerfrei in die betriebliche Altersvorsorge eingezahlt werden. Für Arbeitnehmer gilt: Da die Beiträge für die bAV direkt vom Bruttoeinkommen abgezogen werden und die Zahlungen über den Arbeitgeber erfolgen, können diese nicht mehr als Sonderausgaben bei der Steuererklärung geltend gemacht werden.

Kann man die bAV kündigen?

Eine Kündigung der betrieblichen Altersvorsorge ist nicht ohne weiteres möglich. Da die bAV ein wichtiger Bestandteil der Altersvorsorge ist, sollten Arbeitnehmer zudem nicht leichtfertig auf sie verzichten. Soll die bAV nicht mehr fortgeführt werden, ist es allerdings möglich, die Versicherung eine Zeit lang beitragsfrei zu stellen

Betriebliche Altersvorsorge: Test und Vergleich nutzen

Die betriebliche Altersvorsorge bietet Vorteile für Arbeitgeber oder Arbeitnehmer. Ein erfahrener Vorsorgeexperte kann bei Unklarheiten die Altersvorsorgemöglichkeiten, die in Frage kommen erläutern und auch Alternativen zur betrieblichen Altersvorsorge aufzeigen.  Unter den zahlreichen Angeboten gibt es einige wichtige Unterschiede, die nur ein Fachmann überblicken kann. 

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