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Altersvorsorge FAQ

Warum ist private Altersvorsorge wichtig?

Sicherheit im Alter - das wünscht sich jeder. Der Staat alleine kann diese Sicherheit nicht mehr garantieren, denn den Einzahlern in die gesetzliche Rente stehen von Jahr zu Jahr mehr Rentenempfänger gegenüber. Eine problematische Entwicklung, die schon heute zum Handeln zwingt. Gesetzliche Renten- und Beamtenpensionen werden in den kommenden Jahren weiter gesenkt werden müssen, damit sie auch in Zukunft finanzierbar bleiben. Im Gegenzug wird die staatliche Förderung der privaten und betrieblichen Altersvorsorge weiter ausgebaut. Für den Einzelnen bedeutet das mehr Eigenverantwortung, aber auch mehr Möglichkeiten, die Vorsorge nach den eigenen Plänen und Wünschen zu gestalten.

Anders als die gesetzlichen Rentenkassen zahlen private Rentenversicherer im Schnitt mindestens die eingezahlten Beiträge als Renten wieder aus, plus garantierter Verzinsung und Förderung durch staatliche Zulagen und Steuervorteile. Die privaten Rentenversicherer bieten für Jeden die passgenaue Ergänzung zur gesetzlichen Rente. Ihre Produkte ermöglichen eine gute Rendite und eine optimale Nutzung der Förderangebote. Sicherheit und Verlässlichkeit stehen dabei an erster Stelle.

Welche Möglichkeiten der Altersvorsorge gibt es?

Mit einer privaten Altersvorsorge können Sie die Lücke zwischen gewünschtem und tatsächlichem Alterseinkommen („Vorsorgelücke“) eigenverantwortlich schließen. Zur privaten Altersvorsorge zählt die Privatrente genauso wie die Kapitallebensversicherung, Sparguthaben, der Erwerb von Wohneigentum oder von Wertpapieren.

Der Staat fördert private Vorsorge durch besondere Zuschüsse und Steuervergünstigungen. Riester- und Rürup-Rente sind Formen der kapitalgedeckten Altersvorsorge - anders als bei der gesetzlichen Rente, wo die Beiträge der Versicherten schon im nächsten Monat wieder an die Rentner fließen, werden Ihre Beiträge einschließlich der staatlichen Zulagen angespart und später zuzüglich Zins und Zinseszins als lebenslange Rente wieder an Sie ausgezahlt.

Was kostet eine private Rente?

Jede Altersvorsorge hat ihren Preis. Der hängt wesentlich davon ab, in welchem Lebensalter Sie mit der Vorsorge beginnen. Je früher Sie eine private Rente abschließen, desto niedriger sind die monatlichen Beiträge, wenn Sie später einen Rentenanspruch in bestimmter Höhe erreichen wollen. Je länger der Ansparzeitraum, umso mehr finanziert sich die spätere Rente zudem durch Zinserträge aus dem bereits angesammelten Kapital.

Eine Privatrente von 500 Euro im Monat ab dem 65. Lebensjahr kostet einen 20-Jährigen bspw. rund 75 Euro Monatsbeitrag, während ein 40 Jahre alter Mann für die gleiche Leistung im Monat etwa 210 Euro bezahlt. Welche Vorsorgelücke Sie schließen müssen, wenn Sie finanzielle Sicherheit im Alter wollen, können Sie selbst errechnen:

Vorsorgelücke = Versorgungsbedarf - Einkommen im Alter

Als Richtwert für den späteren Versorgungsbedarf empfehlen Experten 80 - 90 Prozent des letzten Nettoeinkommens. Zum Einkommen im Alter zählen die gesetzliche Rente, Ansprüche aus betrieblicher Altersvorsorge, Einnahmen aus Kapitalvermögen oder aus Vermietung. Auskunft über die Höhe Ihrer gesetzlichen Rente erhalten Sie regelmäßig von Ihrem Rentenversicherungsträger, über Ihre Ansprüche aus betrieblicher Altersvorsorge informiert Ihr Arbeitgeber.

Worauf sollte man bei der Vorsorgeplanung achten?

Bei der Entscheidung für eine persönliche Vorsorgestrategie sollten Sie sich an Ihrem Einkommen, Familienstand, Zahl und Alter Ihrer Kinder und an der Höhe des vorhandenen Vermögens orientieren. Auch Ihre Risikobereitschaft bei der Geldanlage spielt eine wichtige Rolle - riskante Geldanlagen bieten höhere Renditechancen, aber auch größere Verlustrisiken. Und: je früher Sie mit der finanziellen Vorsorge beginnen, desto niedriger können die monatlichen Sparbeträge sein.

Warum ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung wichtig?

Junge Singles brauchen noch keine Lebensversicherung zur Absicherung der Familie. Wichtig schon für junge Menschen ist aber finanzieller Schutz für Berufsunfähigkeit: wird das aktive Erwerbsleben schon in den ersten Jahren unfreiwillig durch Krankheit oder Unfall beendet, sind die gesetzlichen Leistungen kaum der Rede wert. Spätestens um die 30 wird es außerdem Zeit, eine private Rentenversicherung abzuschließen und die staatlichen Zulagen und Steuervorteile zu nutzen. Wegen der hohen Extra-Zuschüsse für Kinder lohnt sich die Privatrente für Eltern besonders.

Was bieten Lebensversicherungen?

Sobald man eine Familie zu versorgen hat, wird auch eine Lebensversicherung erforderlich. Durch eine Risikolebensversicherung ist Ihre Familie im Ernstfall finanziell geschützt, mit einer Kapitallebensversicherung sorgen Sie zusätzlich für das Alter vor. Die staatlich geförderte private Zusatzrente führen Sie bis zum Ruhestand weiter. Ein Aktien- und Fondsportfolio sollte mit zunehmendem Lebensalter in risikoarme Anlagen umgeschichtet werden, damit auch bei schwächelnden Finanzmärkten das Verlustrisiko so gering wie möglich bleibt.