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Häufige Fragen zur Altersvorsorge

Die gesetzliche und die private Altersvorsorge sind komplexe Bereiche. Vielen Menschen ist unklar, welche Leistungen sie vom Staat und von einer privaten Alterssicherung erwarten können. Im Folgenden finden Sie Antworten auf häufige Fragen zur Altersversorgung. Nachdem Sie sich informiert haben, wird es Ihnen leichter fallen, mit einem Berater eine für Sie geeignete Vorsorge zu finden.

Wann besteht Anspruch auf gesetzliche Rente?

Sie haben Anspruch auf die gesetzliche Altersrente, wenn Sie das 65. Lebensjahr vollendet haben und mindestens fünf Jahre gesetzlich versichert waren. Ab dem Geburtsjahrgang 1947 wird die Altersgrenze in Ein-Monatsschritten erhöht. Für Jahrgänge ab 1958 wird sie in Zwei-Monats-Schritten angehoben. Somit gilt für alle ab Jahrgang 1964 die Altersgrenze von 67 Jahren.

Wie wird die Höhe der gesetzlichen Rente berechnet?

Die Höhe Ihrer gesetzlichen Rente hängt in erster Linie von den versicherungspflichtigen Jahren und der Höhe Ihrer Verdienste bzw. den daraus resultierenden Beiträgen ab. Ihr Rentenversicherungsträger kann Ihre voraussichtliche Altersrente exakt ermitteln.

Warum ist private Vorsorge wichtig?

Die gesetzliche Rente wird nicht in der Lage sein, Ihren gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Gehen Sie heute in Rente, so erhalten Sie vom Staat in der Regel nur 50–70 % Ihres letzten Nettolohns. Die dadurch entstehende Einkommenslücke sollten Sie durch private Vorsorge schließen.

Wie wird Privatvorsorge finanziert?

Im Gegensatz zur umlagefinanzierten gesetzlichen Rente wird die private Vorsorge durch Ihre Beiträge und Zinsen finanziert. Zusätzlich können Sie vom Staat bei der Altersvorsorge unterstützt werden. Beispielsweise können Sie bei der Riester-Rente jährliche Zulagen von mehreren hundert Euro und Steuererstattungen erhalten.

Wie viel sollte man ansparen?

Das lässt sich leider nicht pauschal beantworten, da es von Ihren Bedürfnissen und der Höhe Ihrer gesetzlichen Rente abhängt. Ermitteln Sie zuerst Ihre monatliche Versorgungslücke. Dies dürfte Ihr Nettoeinkommen minus Ihrer voraussichtlichen Rente sein. Somit kennen Sie die Laufzeit des Vertrages (heute bis Renteneintritt) und den gewünschten monatlichen Auszahlungsbetrag. Nun können Sie mithilfe eines Experten bei Ihrer bevorzugten Sparform testen, wie hoch der entsprechende monatliche Einzahlungsbetrag sein muss.

Spartipps

Stolperfallen

Nicht jedes Vorsorgeprodukt eignet sich für jeden Menschen. Eine Riester-Rente ist beispielsweise für Selbständige nicht möglich und für Menschen mit einer hohen steuerlichen Belastung eher weniger geeignet. Lassen Sie sich bei der Auswahl Ihrer Altersvorsorge also beraten, um so auf Ihre persönlichen Lebensumstände optimal eingehen zu können.

Welche Anlageformen gibt es?

Bei klassischen Formen werden Ihre Beiträge mit einer garantierten Mindestverzinsung angelegt. Hinzu kommen Überschussbeteiligungen, die Ihnen gutgeschrieben werden, wenn der Anbieter mehr als den Mindestzins erwirtschaftet.

Auch Banksparpläne können infrage kommen. Hierbei handelt es sich um staatlich geförderte und verzinste Sparverträge. Die Renditen können hier höher sein als bei klassischen Formen, sind jedoch nicht garantiert. Klassische Varianten und Banksparpläne gelten im Allgemeinen als sichere Anlageformen.

Fondsgebundene Tarife bieten größere Ertragschancen, sind aufgrund der Schwankungen an den Aktienmärkten jedoch riskanter als die sicherheitsorientierten Formen. Die Überschüsse werden in Aktienfonds investiert und können hohe Renditen einbringen. Die fondsgebundene Rentenversicherung ist somit für gewinn- und risikofreudige Kunden geeignet.

Wie lässt sich die optimale Vorsorge finden?

Bei der Suche nach einer Altersvorsorge sollten Sie keinesfalls auf die Beratung durch einen Experten verzichten. Zu vielschichtig sind die zahlreichen Angebote, um ohne Fachkenntnis den optimalen Tarif finden zu können. Daher sollten Sie die Möglichkeit nutzen, hier ein Gespräch mit einem Berater anzufordern.