Rentenversicherung

Flexibilität und Individualität bei der Altersvorsorge
Rentenversicherung
  • Monatliche oder einmalige Auszahlung
  • Garantierte Mindestzinssätze
  • Plus Überschusszahlungen der Versicherer
  • Fondsgebundene Produkte für mehr Rendite

Rentenversicherung – Verlässliche Vorsorge mit Steuervorteilen

Die gesetzliche Rente ist bereits heute gering und wird immer dünner. Mit einer privaten Rentenversicherung sichern Sie sich Ihr Einkommen im Ruhestand, besonders wenn Sie Wert auf Flexibilität und Individualität legen. Denn Sie können selbst entscheiden, ob Sie eine monatliche Rente oder die einmalige Auszahlung wollen. Diese Möglichkeiten bieten Riester- und Rürup-Produkte nicht.

Leistungen und Vorteile der Rentenversicherung

Das große Plus der privaten Rentenversicherung ist die Verlässlichkeit. Schon beim Abschluss erfahren Sie, was Ihnen später ausgezahlt wird. Beim Kapitalwahlrecht haben Sie sogar die Entscheidung zwischen einer Einmalzahlung oder einer Leibrente. Bei Letzterer erhalten Sie Leistungen in Form einer monatlichen Altersrente – auch wenn Sie 100 Jahre alt werden!

Der andere große Vorteil der Rentenversicherung liegt in den Überschüssen, die die Versicherungsunternehmen während der Laufzeit erzielen. Als Versicherte können Sie daran beteiligt werden und eine Rendite von drei bis vier Prozent erhalten. Die Renten fallen dann entsprechend höher aus, als vom Versicherer aufgrund der garantierten Mindestverzinsung versprochen wurde.

Beitragsbemessungsgrenze 2016

Für viele Menschen ist es wichtig, Ausgaben etwa für die persönliche Vorsorge genau kalkulieren zu können. Der finanzielle Gesamtaufwand für die Altersvorsorge ergibt sich aus den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung und Einzahlungen in private Altersvorsorgeprodukte. Der Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung wurde 2015 gesenkt. Er liegt nun bei 18,7 Prozent. Da sich der volle Beitragssatz zu gleichen Teilen auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufteilt, beträgt Ihr Anteil 9,35 Prozent Ihres Bruttoeinkommens. Für 2016 ist keine Erhöhung des Beitragssatzes geplant.

Ihr Einkommen wird dabei maximal bis zur Beitragsbemessungsgrenze berücksichtigt. Diese liegt im Jahr 2016 bei 74.400 Euro (West) beziehungsweise bei 64.800 Euro (Ost) brutto jährlich. In den Vorjahren lag die Grenze etwas niedriger bei

  • 2015: 72.600 Euro/62.400 Euro
  • 2014: 71.400 Euro/60.000 Euro
  • 2013: 69.600 Euro/58.800 Euro
  • 2012: 67.200 Euro/57.600 Euro
  • 2011: 66.000 Euro/57.600 Euro

Steuererklärung und Steuer

Sie können die private Rentenversicherung in Ihrer Steuererklärung als Sonderausgaben geltend machen. Allerdings gilt für Versicherungen hier ein Maximalbetrag. Dieser kann gegebenenfalls durch andere Versicherungen bereits ausgeschöpft worden sein. Daher ergeben sich nicht immer Steuervorteile. Rentner müssen zudem auf die private Rentenversicherung Steuern zahlen. Die Renten werden dann zu 18 Prozent besteuert, wenn Sie mit dem gesetzlichen Renteneintrittsalter in den Ruhestand wechseln – egal, wie hoch die weiteren Einkünfte sind.

Service: Viele Menschen haben Probleme beim Erstellen der Steuererklärung. Unser Leitfaden erklärt anschaulich, auf was beim Ausfüllen der wichtigsten Formulare geachtet werden sollte.

Das gilt jedoch nur für die monatliche Rente des Versicherten. Entscheiden Sie sich für eine einmalige Kapitalabfindung sieht die Sache anders aus. Bei Verträgen, die seit 2005 abgeschlossen wurden, muss die Auszahlung voll versteuert werden, wenn Sie vor dem 60. beziehungsweise 62. Lebensjahr (für Verträge seit 2012) in Rente gehen. Beim späteren Renteneintritt wird nur noch für die Hälfte des Kapitals eine Steuer fällig.

 

Redaktions-Tipp

Vereinbaren Sie eine Rentengarantiezeit von bis zu zehn Jahren. Diese ist preiswert und ermöglicht eine Rente für Angehörige, falls Sie nach Rentenbeginn sterben. Ihre Angehörigen erhalten dann so lange die Rente, wie Sie es mit dem Versicherungsunternehmen vereinbart haben.

Renten im Vergleich: Gesetzliche vs. private Rente

Weniger als 70 % des letzten Nettoeinkommens erhält ein durchschnittlicher Rentner aktuell als monatliche Altersrente von der gesetzlichen Rentenversicherung. Weitere Kürzungen sind in einer alternden Gesellschaft sehr wahrscheinlich. Bis 2030 soll das Rentenniveau von derzeit knapp 50 % auf 43 % gesenkt werden. Vereinfacht gesagt gibt der Wert an, wie hoch die Durchschnittsrente im Vergleich zum Durchschnitteinkommen ist. Darüber hinaus werden Rentner einen immer größeren Teil ihres Einkommens an den Fiskus abführen müssen. Daher sollten Sie in jedem Fall privat vorsorgen. Die Rentenversicherung ist hierbei eine sehr attraktive Möglichkeit! Mehr dazu unter rente.com.

Was muss ich bei der Rentenversicherung beachten?

Rentenversicherung
Wer früh an die Rente denkt, kann von
geringen Beiträgen profitieren

Wenn Sie sich Gedanken um Ihre private Rente machen, sollten Sie einige Punkte unbedingt beachten. Vor allem sollten Sie möglichst früh mit der privaten Vorsorge beginnen. Denn je früher Sie anfangen, desto geringere Beiträge müssen Sie leisten, um die gewünschte Rente zu erhalten. Zudem sollten Sie sich darüber bewusst werden, in welcher finanziellen Situation Sie sich im Alter befinden wollen.

Wenn Sie Ihren aktuellen Lebensstandard später beibehalten wollen, dürfen Sie bei der Rentenversicherung nicht zu knapp kalkulieren. Einfluss auf Ihre Planung sollten daher neben der Inflation auch Ihre voraussichtlichen Einkünfte und Ausgaben im Rentenalter haben.

Rentenversicherung kündigen

Die private Rentenversicherung können Sie selbstverständlich auch kündigen. Allerdings droht Ihnen dabei der Verlust von eingezahlten Sparbeträgen, da vor allem in der Ansparphase Gebühren und Verwaltungskosten abbezahlt werden. So können Sie weit weniger zurückbekommen, als Sie bisher an Beiträgen eingezahlt haben. Sinnvoller ist es daher, wenn Sie mit der Versicherungsgesellschaft eine Stilllegung des Vertrags vereinbaren.

 

Stiftung Warentest rät Ihnen, sich vor Vertragsabschluss eine Tabelle über den Wert des Rückkaufs vorlegen zu lassen: „So sehen Sie, welcher Versicherer in den ersten Jahren besonders hohe Gebühren für den Vertragsabschluss und die Verwaltung kassiert, und wie viel Sie von Ihren Beiträgen zurückerhalten, wenn Sie kündigen.“

Stiftung Warentest 22.11.2009

Tipps zur privaten Rentenversicherung

Wenn Sie die Hilfe eines Beraters in Anspruch nehmen, erfahren Sie, welche Form der Rentenversicherung Ihren Geldbedarf wirklich decken kann. Falls ein Tarif mit geringem Mindestzins nicht ausreicht, sollten Sie eine fondsgebundene Rentenversicherung wählen. Entscheiden Sie sich außerdem für eine Beitragsrückgewähr. Sie können dann nach einer Kündigung den Rückkaufswert erhalten. Zudem bekommen Ihre Angehörigen in diesem Fall Zahlungen, falls Sie sterben, bevor Sie in Rente gehen konnten.

Private Rentenversicherung für Studenten

Die Ausbildung und das Studium werden bei der gesetzlichen Rentenversicherung zwar angerechnet – jedoch maximal bis zu einer Länge von drei Jahren. Studenten können bereits während ihrer Ausbildung vorsorgen, damit ihnen als Rentner nicht das Geld ausgeht. Dabei sollten die Versicherungsbeiträge das oft schmale Budget des Studenten nicht zu stark belasten. Einen großen Vorteil gibt es auf jeden Fall: Umso länger sie in eine private Altersvorsorge einzahlen, umso höher fällt später die persönliche Rente aus.

 

Spartipp

Erkundigen Sie sich darüber, ob Sie Riester-Zulagen erhalten können und ob eine betriebliche Altersvorsorge sinnvoll wäre. Womöglich sind diese beiden Alternativen für Sie vorteilhafter. Denn hier können Sie von staatlicher Förderung bzw. einer Reduzierung Ihrer Sozialausgaben profitieren.

Finden Sie Ihre persönlich beste Rentenversicherung

Im Bereich der Rentenversicherung gibt es eine Vielzahl an sehr unterschiedlichen Produkten. Trotz vieler Tests, unter anderem von Stiftung Warentest, und ebenso vieler aktueller Testsieger können oftmals nur Experten die wichtigen Unterschiede zwischen den Angeboten erkennen. Da Ihre Entscheidung für die private Rente nicht nur eine wichtige ist, sondern sich auch langfristig auswirkt, sollte Sie keine Rentenversicherung wählen, ohne vorher eine professionelle Beratung in Anspruch genommen zu haben. Auch ein Vergleich der verschiedenen Altersvorsorgeprodukte ist für Sie nur von Vorteil.