Rürup Rente

Altersvorsorge nicht nur für Selbstständige und Gutverdiener
Rürup Rente
  • Bis zu 46.724 Euro steuerlich absetzbar
  • Lebenslange Rente
  • Flexible Einzahlungsbeträge
  • Persönliche, kostenfreie Beratung für Sie

Rürup-Rente – Fürs Alter vorsorgen und gleichzeitig Steuern sparen

Während Versicherte bei der Riester-Rente sowohl über Zulagen als auch über kleine Steuervorteile staatlich gefördert werden, setzen Sparer mit einer Rürup-Rente komplett auf Steuererleichterungen. Sie können mit ihr einen deutlich größeren Anteil ihrer Beiträge steuerlich geltend machen und sich gleichzeitig für den Ruhestand ein beruhigendes finanzielles Polster schaffen.

Für wen eignet sich die Rürup Rente?

Die Rürup-Rente richtet sich an alle Personen, die privat für das Alter vorsorgen wollen. Es gibt keine Einschränkungen auf bestimmte Personengruppen. Da allerdings Selbstständige und Freiberufler in der Regel nicht in den Genuss der staatlichen Förderung durch die Riester-Rente kommen, stellt die auch als Basisrente bekannte Rürup-Rente für sie die einzige Option dar, mit Unterstützung des Staates eine private Altersvorsorge aufzubauen. Sie ist zudem durch die Möglichkeit flexibler Einzahlungen und Einmalzahlungen auf die Bedürfnisse von Selbstständigen zugeschnitten. Denn ihr Einkommen kann schwanken. Durch Freiheiten bei der Beitragshöhe können sie stets so viel einzahlen, wie es ihre finanzielle Lage erlaubt.

Darüber hinaus profitieren Personen mit hoher Steuerlast von der Rürup-Rente, etwa gutverdienende Beamte oder besserverdienende Beschäftigte. Doch auch wenn das Einkommen eher durchschnittlich ausfällt, kann sich eine Basisrente auszahlen. Wer sich nicht sicher ist, ob eine Rürup-Rente persönlich sinnvoll ist, sollte sich von einem Altersvorsorgeexperten beraten lassen

Wie groß sind die Steuervorteile der Rürup-Rente?

Rürup Rente
84 % der Einzahlungen sind steuerlich
absetzbar, ab 2025 sind es sogar 100 %

Die Steuererleichterungen durch die Rürup-Rente hängen von den innerhalb eines Jahres eingezahlten Beiträgen, dem individuellen Steuersatz und dem Anteil ab, den das Finanzamt berücksichtigt. Dieser Prozentsatz lag 2005 noch bei 60 Prozent, steigt seitdem jedoch jährlich um zwei Prozent. 2025 können alle Beiträge, die Versicherte bis zur Höchstgrenze einzahlen, steuerlich geltend gemacht werden. 2017 berücksichtigt das Finanzamt 84 Prozent der geleisteten Aufwendungen als Sonderausgaben.

Neben dem Prozentsatz zu den abrechenbaren Sonderausgaben in der Ansparphase ändert sich der Maximalbeitrag, den Versicherte geltend machen können. Dieser ist an den Höchstbeitrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung gekoppelt. Er hängt wiederum von der Beitragsbemessungsgrenze und dem Beitragssatz ab. Während letzterer seit 2015 stabil bei 24,8 Prozent liegt, wurde die Beitragsbemessungsgrenze zuletzt auf 94.200 Euro jährlich erhöht (Stand 2017).

Daraus ergibt sich ein Höchstbeitrag von 23.362 Euro (bei Verheirateten: 46.724 Euro). Die absetzbaren Altersvorsorgeaufwendungen (84 Prozent der geleisteten Beiträge) liegen somit bei 19.624 Euro. Zu beachten ist dabei, dass dazu auch die Ausgaben zur gesetzlichen Rentenversicherung oder zu einem berufsständigen Versorgungswerk zählen. 

Service: Weitere Informationen zur Rürup-Rente und der steuerlichen Betrachtung finden Sie auf ruerup-rente.net.

Welche Varianten der Rürup-Rente gibt es? 

Bei der Basisrente wird im Wesentlichen zwischen der klassischen und der fondsgebundene Variante unterschieden. Klassische Rürup-Renten zeichnen sich durch eine Garantieverzinsung aus. Sparer wissen dadurch bereits zu Vertragsabschluss, wie hoch ihre private Rente im Ruhestand garantiert ausfällt. Diese kann sich durch Überschussbeteiligungen noch erhöhen. Allerdings sind die Versicherer durch die zugesagte Verzinsung in ihren Möglichkeiten eingeschränkt, wie sie das Geld der Beitragszahler gewinnbringend anlegen. Große Renditechancen haben Sparer dadurch nicht.

Anders sieht es bei fondsgebundenen Rürup-Renten aus. Hier legen die Versicherer das Geld in Fonds an. Je nach Tarif bieten die Unternehmen dabei eine Kapitalgarantie. Das bedeutet, dass sie ihrem Versicherten bei Rentenbeginn mindestens das bis dahin eingezahlte Kapital in Form einer lebenslangen Rente auszahlen. Da es allerdings auch Angebote ohne diese Garantie gibt, sollten Interessierte genau darauf achten, was für einen Vertrag sie abschließen. Ist keine Kapitalgarantie vereinbart, besteht die Gefahr, dass Sparer weniger Rente bekommen, als sie im Laufe der Jahre durch ihre Beiträge eingezahlt haben.

Welche Vorteile und Nachteile hat die Rürup-Rente?

Wie jede Versicherung hat auch die Rürup-Rente gewisse Vor- und Nachteile, die im Folgenden erläutert werden:

Vorteile Nachteile
Steuerliche Entlastung:

Insbesondere Besserverdiener können ihre Steuerlast durch die vom Finanzamt berücksichtigten Beiträge deutlich senken.
Besteuerung der Rente:
Die ausgezahlten Renten müssen im Alter mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden. Bis zum Jahr 2040 sind die Auszahlungen allerdings nur begrenzt steuerpflichtig.
Sicherheit:

Das angesparte Kapital ist pfändungssicher und kann weder bei einer Privatinsolvenz noch bei einem Hartz-IV-Antrag angerechnet werden.
Begrenzte Vererbbarkeit:

Die Rürup-Rente kann grundsätzlich nicht vererbt werden. Versicherte können allerdings eine Hinterbliebenenrente für Ehepartner und Kinder vereinbaren. 
Flexible Einzahlung:

In den Rürup-Vertrag kann flexibel eingezahlt werden. Sondereinzahlungen und Beitragsänderungen sind jederzeit möglich.
Keine Kapitalauszahlung:

Bei der Rürup-Rente ist keine einmalige Auszahlung möglich. Die lebenslange Rente erhalten Sie - auch bei Kündigung - frühestens ab 60 Jahre, bei Verträgen ab 2012 ab 62 Jahre.
Lebenslange Rentenzahlung:

Der Versicherer garantiert seinen Kunden eine lebenslange Rentenzahlung, sodass sie im Alter mit regelmäßigen Einkünften rechnen können.
Keine Kündigung möglich:

Die Basisrente kann nicht gekündigt werden. Versicherte haben allerdings die Option, den Vertrag beitragsfrei zu stellen.

Kann ich einen Rürup-Vertrag kündigen?

Ist die gesetzliche Widerrufsfrist abgelaufen, kann eine Rürup-Rente nicht mehr gekündigt werden. Dies hängt mit den steuerlichen Vorteilen zusammen, von denen Versicherte profitieren. Sparer, die nicht weiter in den Vertrag einzahlen wollen oder können, haben jedoch zumindest die Möglichkeit, diesen beitragsfrei zu stellen. Das bis dahin eingezahlte Kapital wird dann zum Rentenbeginn mit gegebenenfalls erzielten Überschüssen als monatliche Rente ausgezahlt.

Welche Besonderheiten gelten bei der Rürup-Rente für Beamte?

Beamte können wie jede andere Personengruppe eine Basisrente für sich vereinbaren. Allerdings gilt für sie eine Besonderheit: Bei Arbeitnehmern reduziert sich der Sondergabenabzug, da davon der Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung abgezogen wird. Damit es zu keiner Ungleichbehandlung kommt, wird bei Staatsdienern ebenfalls ein fiktiver Betrag abgezogen. Dieser entspricht dem Beitrag zur Rentenversicherung, der bei einem Arbeitnehmer mit gleichen Einkommen anfallen würde. 

Beamte sollten daher prüfen, im besten Fall mit einem Experten, wie hoch ihre Steuervorteile genau ausfallen würden und ob die Rürup-Rente für sie eine sinnvolle ergänzende Altersvorsorge darstellt.

Wie können Hinterbliebene mit der Basisrente abgesichert werden?

Stirbt der Versicherungsnehmer vor Beginn der Rentenauszahlung, gehen die eingezahlten Beiträge in der Regel verloren. Gleiches gilt für den Tod in der Rentenphase. Allerdings können Versicherte durch Zusatzvereinbarungen ihre Hinterbliebenen schützen.

  • Beitragsrückgewähr: Hiermit wird das durch die Einzahlungen in die Rürup-Rente aufgebaute Kapital in Form einer Rente an berechtigte Angehörige ausgezahlt, sollte der Versicherungsnehmer schon vor Rentenbeginn versterben. Bezugsberechtigte Personen sind hierbei in der Regel Ehe- oder eingetragene Lebenspartner oder kindergeldberechtigte Kinder.
  • Rentengarantiezeit: Kunden legen damit einen Zeitraum fest, beispielsweise zehn Jahre nach Beginn der Rentenzahlung, in dem Hinterbliebene bei Tod des Versicherten eine monatliche Rente erhalten. Nach Ablauf der Garantiezeit endet die Auszahlung.
 
Zusätzlicher Hinterbliebenen- und Berufsunfähigkeitsschutz schmälern die Altersrente. Verzichten Sie darauf. Sichern Sie Ihre Familie mit einer Risikolebensversicherung günstiger ab. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollten Sie in jungen Jahren separat abschließen.

Finanztest 12/2016

Mehr Informationen zur Rürup-Rente

Einen ersten guten Eindruck, welche Versicherer empfehlenswerte Basisrenten für ihre Kunden bereithalten, bieten Rürup-Rente Tests. Allerdings sollten die Untersuchungsergebnisse nicht alleiniges Entscheidungskriterium für oder gegen einen konkreten Tarif sein. Zu unterschiedlich sind dazu die Analysen von Stiftung Warentest und Co. Zudem legen die Tester verschiedene Schwerpunkte, sodass sich die Testsieger abhängig von den individuellen Wünschen nicht in jedem Fall eignen.

Aufgrund der Vielzahl an Angeboten und Absicherungsvarianten (mit oder ohne Fonds) ist es ratsam, sich über die Möglichkeiten der Rürup-Rente beraten zu lassen und ein detailliertes sowie unverbindliches Angebot von einem Altersvorsorgeprofi einzufordern. Unter Umständen empfiehlt sich auch eine andere Form der Altersvorsorge, etwa eine Riester-Rente oder eine private Rentenversicherung, für die persönliche Ruhestandsplanung. Eine endgültige Entscheidung kann nur unter Berücksichtigung der Lebensumstände und eigenen Anforderungen an die Altersvorsorge getroffen werden.

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