Altersvorsorgepflicht

für Selbständige und Freiberufler
Altersvorsorgepflicht
  • Die neuen Regelungen im Überblick
  • Private Altersvorsorge als Alternative
  • Alle Selbständigen und Freiberufler unter 50 betroffen
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Altersvorsorgepflicht für Selbständige und Freiberufler

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen hat die Pläne der Bundesregierung für eine Altersvorsorgepflicht für Selbständige und Freiberufler bekannt gegeben. Die Pflicht wird alle selbständig arbeitenden Berufstätigen unter 50 Jahren betreffen und hat zum Ziel die Altersarmut gerade in dieser Personengruppe zu senken.

Gestaltung der Altersvorsorgepflicht

Selbständige und Freiberufler, die noch nicht in eine private Altersvorsorge investiert haben, sollen mit der geplanten Regelung zwangsverpflichtet werden, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Dies betrifft alle Menschen, die nicht nur vorübergehend ihre selbständige bzw. freiberufliche Tätigkeit ausüben und dabei ein Einkommen von mehr als 400 Euro im Monat haben. Mit Inkrafttreten der neuen Regelung sollen alle selbständig arbeitenden Menschen, die noch keine 30 Jahre alt sind von der Versicherungspflicht betroffen werden, ebenso wie alle, die nach Inkrafttreten eine selbständige Tätigkeit aufnehmen. Selbständig arbeitende Menschen zwischen 30 und 50 Jahren sollen zwar in Zukunft auch in eine private Altersvorsorge einzahlen oder in die gesetzliche Rentenversicherung eintreten. Für sie gelten aber abgeschwächte Regelungen. Selbständige über 50 Jahren sollen hingegen nicht zu Vorsorgemaßnahmen verpflichtet werden.

Umfang der Vorsorgemaßnahmen

Die Regelungen sollen der Abhängigkeit von staatlichen Sonderleistungen, wie der Grundsicherung im Alter vorgebeugen. Um dies zu erreichen, so Arbeitsministerin von der Leyen, wird eine monatliche Rente von 850 Euro zugrunde gelegt. Bei einer Einzahlungszeit von 45 Jahren würden sich dadurch für die Selbständigen und Freiberufler monatliche Beiträge von zirka 300 Euro plus 100 Euro für eine Erwerbsminderungsabsicherung ergeben.

Diejenigen Selbständige und Freiberufler, die zur Zeit aufgrund von gesetzlichen Regelungen in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sind, sollen auch in Zukunft in der gesetzlichen Rentenversicherung verbleiben, bis sie eine Versicherungszeit von 18 Jahren erreicht haben. Dann haben sie die Möglichkeit, sich von der Versicherungspflicht befreien zu lassen. Pflichtversicherte Handwerker etwa, die bereits jetzt die 18 Jahre Versicherungszeit überschritten haben, werden von der neuen Regelung nicht betroffen und sind der Versicherungspflicht dann nicht weiter unterworfen.

 

Redaktions-Tipp

Wer bereits jung in eine private Altersvorsorge investiert, hat insgesamt geringere Beiträge und im Alter durchschnittlich eine höhere Rente zu erwarten. Daher lohnt es sich für junge Selbständige und Freiberufler bereits jetzt vor Umsetzung der neuen Regelungen, die private Altersvorsorge anzupacken.

Probleme der Versicherungspflicht

Vor allem für junge Selbständige und Existenzgründer wird es durch die verpflichtende Altersvorsorge voraussichtlich zu Übergangsbestimmungen kommen, die eine zu hohe Überforderung in der Anfangsphase der Gesetzesänderung verhindern sollen. Denn die veranschlagten 400 Euro monatlich dürften zahlreiche junge Selbständige finanziell überfordern. Insbesondere Existenzgründer hatten bisher die private Altersvorsorge immer eher auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Dies wird nun nicht mehr bzw. nur noch bedingt möglich sein, da alle Selbständigen eine Form der Altersvorsorge vorweisen werden müssen.

Voraussetzung für private Altersvorsorge

Die Altersvorsorge, die neben der gesetzlichen Rentenversicherung gewählt werden darf, ist dennoch gewissen Auflagen unterworfen. So darf sie nicht vererblich, nicht übertragbar, nicht veräußerbar, nicht beleihbar und nicht kapitalisierbar sein. Damit soll vorgebeugt werden, dass zwar eine Kapitalbildung stattfindet, diese aber vorzeitig einem anderen Zweck als der persönlichen Altersvorsorge zugeführt wird. So kommen etwa Rürup-Produkte für die geplante Vorsorgepflicht in Frage, für manche Selbständige werden sich aber auch andere Finanzprodukte lohnen. Eine kostenlose und unverbindliche Beratung durch einen Versicherungsexperten kann Ihnen dabei helfen, die richtige Form der Altersvosorge für Ihre persönlichen Lebensumstände zu finden.

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