Berufsunfähigkeits-
versicherung
Ratgeber

Sollte ich als Architekt eine BU abschließen? Was sind die Vorteile gegenüber dem Versorgungswerk? Diese und weitere Antworten finden Sie hier.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Architekten

Mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sind Architekten gegen die Einschränkung der Arbeitskraft in ihrem Beruf abgesichert. Zwar können sie auch im Rahmen ihrer berufsständischen Versorgung eine Berufsunfähigkeitsrente erwarten. Diese wird jedoch nur im Notfall und daher auch selten geleistet. Architekten, die nicht mit dem schlimmsten Szenario der totalen Berufsunfähigkeit rechnen, sollten daher eine private Vorsorge treffen.

Berufsunfähigkeitsversicherung Architekten
Berufsunfähigkeitsversicherung
für Architekten oft sinnvoll.

Das Risiko von Berufsunfähigkeit bei Architekten

Architekten können in ihrem Beruf sowohl einer hohen körperlichen als auch einer hohen mentalen Belastung ausgesetzt sein. Einerseits birgt die Arbeit auf Baustellen viele Gefahren. Andererseits erfordern die komplexen Verfahrensweisen für die Erstellung von Bauplänen und die Koordination der Baumaßnahmen eine besondere geistige Fitness.

Die berufliche Belastung ist umso höher, da sie oft als Selbstständige oder Freiberufler tätig sind und damit eine große Verantwortung für ihr eigenes Einkommen und auch für die Sicherheit von anderen Menschen haben, die die von ihnen entworfenen Gebäude nutzen. Einer aktuellen Studie des Analysehauses Morgen & Morgen zufolge sind Nervenkrankheiten mit rund 29 Prozent der häufigste Grund für Berufsunfähigkeit in Deutschland.

Versorgungswerk oder private BU für Architekten?

Da Architekten oft freiberuflich beziehungsweise selbstständig tätig sind, haben sie in der Regel keinen Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Eine gesetzliche Rente wegen Erwerbsminderung können nur diejenigen Personen erhalten, die mindestens fünf Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt haben. Wenn Architekten nicht in einem Arbeitnehmerverhältnis beschäftigt sind, müssen sie keine Beiträge in die Rentenversicherung abführen. Zwar ist es möglich, als Selbstständiger freiwillig einzuzahlen. Angesichts der Tatsache, dass berufsunfähige Bürger vom Staat oft nicht mehr als 15 bis 30 Prozent ihres letzten Bruttolohns erhalten, lohnt sich dies jedoch kaum.

Indem Architekten häufig freiberuflich tätig sind und auf die freiwillige gesetzliche Vorsorge verzichten, sind sie auf den Schutz durch berufsständische Versorgungswerke angewiesen. Jeder Architekt ist verpflichtet, Mitglied in einer Architektenkammer zu werden. Ein Versorgungswerk für Architekten zahlt ihnen eine Rente, wenn sie ihren Beruf krankheits- oder unfallbedingt nicht mehr ausüben können. Weil bei jedem Versorgungswerk die Bedingungen für den Erhalt dieser Rente jedoch streng geregelt sind, sollten sich die Baumeister mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung zusätzlich absichern.

Kosten einer BU für Architekten

Die Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten für Architekten hängen von unterschiedlichen Faktoren ab. Ein wichtiger Faktor ist der Gesundheitszustand, der mittels Berufsunfähigkeitsversicherung Gesundheitsfragen erhoben wird. Eventuelle Vorerkrankungen führen so oft zu Risikozuschlägen. Beim Versorgungswerk spielt es hingegen keine Rolle, ob der Architekt gesundheitlich vorbelastet ist. Da die Mitgliedschaft verpflichtend ist, können gesundheitliche Vorbelastungen nicht zur Berechnung der Beiträge herangezogen werden.

Ein weiterer Faktor, der die Beitragshöhe einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Architekten beeinflusst, ist die Vertragslaufzeit. Je kürzer der Zeitraum ist, innerhalb dessen die Berufsunfähigkeit eintreten muss, desto geringer sind die monatlichen Prämien. Von einer kurzen Versicherungsdauer sollten Architekten jedoch trotzdem absehen. Besteht der Schutz etwa nur bis zum 60. Lebensjahr, so ist es wahrscheinlich, dass ihnen bis zum Eintritt in die gesetzliche Rente eine Versorgungslücke entsteht.

Dennoch gibt es eine Möglichkeit für die Konstrukteure, bei der Berufsunfähigkeitsversicherung an Beiträgen zu sparen und gleichzeitig einen hohen Schutz zu genießen: Für eine BU-Police sollten sie sich so früh wie möglich entscheiden. Je geringer ihr Alter bei Abschluss der Police ist, desto günstiger sind die monatlichen Prämien, die sie für ihren Schutz entrichten müssen.

Leistungen einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Architekten

Die Leistungen eines Versorgungswerks fallen deutlich höher aus als die der Rentenversicherung in Form der Erwerbsminderungsrente. Daher kann sich ein angestellter Architekt unter bestimmten Umständen von der verpflichtenden Zahlung in die Rentenkasse befreien lassen. Der Schutz durch ein Versorgungswerk für Architekten greift jedoch in den meisten Fällen erst dann, wenn der Versicherte zu 100 Prozent berufsunfähig ist und gar keiner Tätigkeit mehr nachgehen kann, die in seinem Berufsfeld liegt.

Ein Architekt, der beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr seine eigenen Projekte konzipieren und umsetzen kann, wäre möglicherweise noch imstande, an einer Universität zu lehren. In diesem Fall hätte er keinen Anspruch auf Leistungen aus der berufsständischen Versorgung. Da die berufsständische Versorgung nur in Härtefällen leisten muss, wird auch die Solidargemeinschaft der Beitragszahler entlastet. Daher fallen die Beiträge niedriger aus als die einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung.

Durch die höheren Beiträge zur privaten Berufsunfähigkeitsversicherung haben Architekten einen entscheidenden Vorteil: Sie können bereits dann eine Berufsunfähigkeitsrente beziehen, wenn sie nur teilweise von Berufsunfähigkeit betroffen sind. Die meisten Versicherungsgesellschaften stellen als Bedingung für die Berufsunfähigkeitsversicherung Leistungen lediglich den Nachweis über eine 50-prozentige Berufsunfähigkeit. Dieser erweiterte Berufsunfähigkeitsschutz ist deshalb so wichtig, weil Menschen nur selten zu 100 Prozent berufsunfähig werden.

Lohnt sich die private Berufsunfähigkeitsversicherung für Architekten?

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung gibt Architekten die Möglichkeit, ihren jahrelang erarbeiteten finanziellen Status und Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Je nach Anbieter können sie aufgrund ihres hohen Einkommens auch eine besonders hohe monatliche Rennte vereinbaren, die anderen Berufsgruppen nicht ermöglicht werden. Ein großes Privileg von Architekten ist, dass sie für diese Leistung verhältnismäßig wenig zahlen müssen: Sie werden im Gegensatz zu anderen Berufen einer niedrigen Risikogruppe zugeordnet, wodurch ihre Prämien auch geringer ausfallen.

Angesichts der vielen Jahre aufwendigen Studiums ist es für Architekten besonders bitter, wenn sie ihrer eigenen Spezialisierung nicht mehr nachgehen können. Damit sie nicht genötigt sind, eine andere Tätigkeit aufzunehmen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern, sollten sie mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung vorsorgen.

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