Berufsunfähigkeits-
versicherung
Ratgeber

Sollte ich als Azubi eine BU abschließen? Kann ich mir das überhaupt leisten? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie hier.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Azubis erwarten günstigere Beiträge

Über eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) denken Azubis oft nur ungern nach. Zu gering scheint ihnen das Risiko, selbst einmal betroffen zu sein. Das an sich schon niedrige Gehalt während der Ausbildung investieren sie zudem oft lieber anderweitig. Durch einen frühen Abschluss können sie sich jedoch dauerhaft günstige Beiträge sichern.

Berufsunfähigkeitsversicherung Azubis
Berufsunfähigkeitsversicherung:
Azubis zahlen geringere Prämien.

Warum ist eine BU bereits für Azubis wichtig?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist nicht nur für Azubis, sondern prinzipiell für alle Menschen wichtig. Denn kann ein Erwerbstätiger seinem Beruf nicht mehr nachgehen, droht ihm eine finanzielle Versorgungslücke bis zu dem Zeitpunkt, ab dem er seine gesetzliche Rente bezieht. Berufsunfähig werden Menschen zu rund 29 Prozent durch psychische Probleme und Nervenkrankheiten, die auch Auszubildende treffen können.

Viele Ausbildungsberufe sind außerdem durch vorwiegend körperliche Arbeit geprägt. Hier liegt ein besonderes Berufsrisiko für Berufsunfähigkeit bei Auszubildenden. Laut einer aktuellen Studie des Analysehauses Morgen & Morgen ist in mehr als jedem fünften Fall von Berufsunfähigkeit in Deutschland die Ursache eine Erkrankung des Skelett- und Bewegungsapparates, zum Beispiel ein Bandscheibenvorfall.

Aber auch unabhängig vom Berufsrisiko können plötzliche Krankheiten, genetische Faktoren oder Unfälle in die Berufsunfähigkeit führen. Azubis sollten ihre Berufsunfähigkeitsversicherung daher so früh wie möglich abschließen. Durch das junge Alter und den meist noch sehr guten Gesundheitszustand zahlen Auszubildende nur sehr niedrige Prämien und können dieses Niveau oft für die gesamte Vertragslaufzeit beibehalten.

Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung für Azubis

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist für Auszubildende auch deshalb unverzichtbar, weil sie im Falle von Berufsunfähigkeit nur mit einer geringen Unterstützung vom Staat rechnen können. Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt Bürgern eine Erwerbsminderungsrente, wenn sie nicht mehr in der Lage sind, in irgendeinem Beruf zu arbeiten.

Voraussetzung für den Erhalt der staatlichen Leistung ist, dass der Versicherte mindestens fünf Jahre lang in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt hat. Für Azubis gibt es jedoch eine Ausnahmeregelung. Sie haben bereits ab dem ersten Tag der Ausbildung Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente, wenn sie durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit erwerbsunfähig und erwerbsgemindert werden. Ab dem zweiten Beitragsjahr sind auch Freizeitunfälle und andere Krankheiten versichert. Durch die jeweilige Berufsgenossenschaft sind Auszubildende ebenfalls gegen Arbeits- und Schulunfälle versichert.

Trotz der Sonderregelungen sollten Azubis mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung zusätzlich vorsorgen. Denn diese zahlt eine monatliche BU-Rente bereits dann, wenn der Versicherte voraussichtlich über mindestens sechs Monate und zu mindestens 50 Prozent seinen eigenen Beruf nicht mehr ausüben kann. Damit sind die Bedingungen für die Berufsunfähigkeitsversicherung Leistungen deutlich besser als bei der Rentenkasse oder der Berufsgenossenschaft, die nur in Extremfällen zahlen. Wie hoch die private monatliche Leistung ausfällt, vereinbart der Kunde bei Vertragsschluss mit dem Versicherer. Die BU-Rente kann sogar mehr als das Azubi-Gehalt betragen.

Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Auszubildende

Auszubildende haben für ihre Berufsunfähigkeitsversicherung oft nur wenig Geld zur Verfügung. Daher sollten sie zu allererst verschiedene Anbieter gründlich vergleichen und sich über die jeweiligen Versicherungsbedingungen und die Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten informieren. Hier sind Tarifrechner, Tests von Verbraucherorganisationen oder eine persönliche Beratung sehr nützlich.

Je jünger Azubis beim Abschluss der Police sind, desto weniger zahlen sie für ihre BU. Grund dafür ist, dass sie im jungen Alter meist noch sehr gesund sind und damit kein großes Risiko für die Versicherungen darstellen. Der Gesundheitszustand wird mit zahlreichen Berufsunfähigkeitsversicherung Gesundheitsfragen bei der Antragsstellung festgestellt. Gibt es bereits Vorerkrankungen, kann es passieren, dass Azubis zusätzlich zu ihren Beiträgen noch Risikozuschläge zahlen oder Leistungsausschlüsse hinnehmen müssen.

Wird der finanzielle Aufwand für die Berufsunfähigkeitsversicherung zu groß, sollten Auszubildende möglichst vermeiden, ihren Tarif zu kündigen. Im Vergleich zu vielen anderen Versicherten profitieren sie durch das junge Einstiegsalter von niedrigen Prämien. Diesen Vorteil sollten sie nicht ohne weiteres aufgeben, da bei einem späteren, erneuten Abschluss einer BU die Beiträge weitaus höher ausfallen. Stattdessen besteht eine Lösung in der Beitragsfreistellung, falls die Versicherung diese Option anbietet. Damit können Auszubildende die Zahlungen zumindest vorübergehend aussetzen.

Was sollten Azubis vor Abschluss ihrer BU beachten?

Einige Berufsunfähigkeitsversicherungen bieten Auszubildenden spezielle Einsteigertarife, bei denen die Prämien anfangs noch sehr gering sind, aber mit der Zeit steigen. Für die gesamte Vertragslaufzeit fallen die BU-Kosten damit zwar insgesamt höher aus. Bei einem schmalen Portemonnaie zu Beginn der Ausbildung kann diese Variante jedoch eine sinnvolle Lösung sein. Sobald die finanzielle Situation es zulässt, sollten Azubis versuchen, in einen Tarif oder zu einem Anbieter mit konstanten Prämien zu wechseln.

Hinter manchen Berufsunfähigkeitsversicherungen für Azubis verbergen sich tatsächlich Erwerbsunfähigkeitsversicherungen, die nur dann zahlen, wenn der Versicherte in gar keinem Beruf mehr arbeiten kann. Sie sind zwar preiswerter und erscheinen deshalb attraktiver. Im Versicherungsvertrag sollte jedoch mindestens vermerkt sein, dass sich die Police nach Abschluss der Ausbildung in eine vollwertige BU umwandelt.

Eine sogenannte Verweisungsklausel sollte der Vertrag auf keinen Fall enthalten. Darf die Versicherung laut Vertrag von ihrem Recht auf abstrakte oder konkrete Verweisung Gebrauch machen, hat dies oft unangenehme Konsequenzen. Ist beispielweise ein auszubildender Bankkaufmann berufsunfähig, aber noch in der Lage, in einem anderen, zumutbaren Job zu arbeiten, kann die Versicherung die Leistung mit dieser Begründung verweigern.

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