Berufsunfähigkeits-
versicherung
Ratgeber

Sollte ich als Ingenieur eine BU abschließen? Welche Vorteile bestehen gegenüber dem Versorgungswerk? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie hier.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung für Ingenieure

Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) schützen sich Ingenieure vor den finanziellen Konsequenzen, die mit dem Verlust ihrer Berufsfähigkeit einhergehen. Damit sichern sie nicht nur ihren hohen Lebensstandard ab. Sie werden auch davor bewahrt, sich trotz ihrer hochspezialisierten Ausbildung einer anderen Fachrichtung oder gar einem anderen Beruf zuwenden zu müssen.

Berufsunfähigkeitsversicherung Ingenieure
Berufsunfähigkeitsversicherung:
Ingenieure sollten früh abschließen.

Berufsunfähigkeitsrisiko von Ingenieuren

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist für Ingenieure wichtig, da sie bei ihrer Arbeit sowohl einer hohen psychischen als auch körperlichen Belastung ausgesetzt sein können. Als Technikexperten tragen sie nicht nur eine hohe Verantwortung für die teuren Maschinen und Geräte, mit denen sie arbeiten. Auch Menschenleben können durch die von Ingenieuren angewandten Sicherheitsstandards unmittelbar betroffen sein.

Die Akademiker arbeiten oft unter hohem Zeitdruck, müssen insbesondere bei größeren Projekten Überstunden erbringen und werden nicht selten für Aufträge ins Ausland geschickt. Bereits dieser psychische Stress macht eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll: Wie eine aktuelle Studie des Analysehauses Morgen & Morgen zeigt, werden rund 29 Prozent aller Menschen durch Nervenkrankheiten oder psychische Erkrankungen berufsunfähig.

Ein erhöhtes Berufsunfähigkeitsrisiko besitzen Ingenieure, die vorwiegend im Freien oder auf Baustellen arbeiten. Prinzipiell gilt der akademische Beruf allerdings als risikoarm und wird daher von Versicherungen auch oft in eine niedrige Risikogruppe eingeordnet. Dennoch können unabhängig vom Berufsrisiko auch Unfälle in der Freizeit, plötzliche Erkrankungen oder genetische Faktoren in die Berufsunfähigkeit führen. Da Ingenieure im Vergleich zu anderen Berufsgruppen nur geringe Beiträge zahlen müssen und meist über ein hohes Einkommen verfügen, sollten sie nicht zögern, sich mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung abzusichern.

Was leistet eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Ingenieure?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt dem Ingenieur eine monatliche Rente, wenn er seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Die Höhe der BU-Rente wird bei Vertragsschluss zwischen dem Versicherungsnehmer und der Gesellschaft vereinbart. Die meisten Versicherungen leisten dann, wenn die Berufsunfähigkeit zu mindestens 50 Prozent besteht und voraussichtlich mindestens sechs Monate andauern wird. Diese Diagnose muss der Versicherte durch ein ärztliches Attest nachweisen.

Private BU für Ingenieure vs. Schutz durch Versorgungswerk

Einen Berufsunfähigkeitsschutz besitzen Ingenieure auch über ihr berufsständisches Versorgungswerk, sofern sie dort Mitglied sind. Wie hoch die monatliche Rente durch den berufsständischen Schutz ausfällt, hängt unter anderem von den bereits eingezahlten Mitgliedsbeiträgen ab. Wer weniger als die Regelbeiträge überweist, muss mit niedrigeren Berufsunfähigkeitsversicherung Leistungen rechnen. Umgekehrt kann sich der Schutz durch zusätzliche Beitragszahlungen aufstocken lassen. Versorgungswerke zahlen jedoch in der Regel erst dann, wenn die Berufsunfähigkeit ärztlich nachweisbar zu 100 Prozent besteht.

Damit besteht ein deutlicher Nachteil gegenüber der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung, die bereits bei teilweiser Berufsunfähigkeit leistet. Eine vollständige Berufsunfähigkeit tritt mit einer so geringen Wahrscheinlichkeit ein, dass Ingenieure nur selten vom Schutz durch ihr Versorgungswerk profitieren können. Daher ist eine zusätzliche, private Versicherung gegen Berufsunfähigkeit so wichtig.

Die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Ingenieure

Ingenieure besitzen je nach Fachrichtung ein unterschiedliches Risiko, berufsunfähig zu werden. Daher müssen sie bei manchen Anbietern im Versicherungsantrag ihre Studienrichtung angeben. Auf dieser Grundlage nimmt die Versicherung eine Risikoeinschätzung vor und berechnet die Beitragshöhe. So passiert es, dass ein Wirtschaftsingenieur beispielsweise weniger Prämien zahlen muss als ein Maschinenbauingenieur.

Ingenieure, die hauptsächlich vom Schreibtisch aus arbeiten, setzen sich bei ihrer Arbeit weniger potenziellen Gefahren aus und zahlen somit auch günstigere Beiträge für eine Berufsunfähigkeitsversicherung als Ingenieure im Außeneinsatz. Die Technikfachkräfte, die viele körperliche Tätigkeiten ausüben, werden in eine höhere Risikogruppe eingeordnet und müssen mit höheren Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten rechnen als Kollegen, die größtenteils im Büro sitzen. Selbstständige Ingenieure zahlen für dieselben Leistungen etwas mehr als ihre angestellten Kollegen.

Trotzdem können Ingenieure die Kosten der Versicherung auch aktiv reduzieren, indem sie bereits während ihres Studiums eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Je niedriger das Eintrittsalter ist, desto niedriger sind auch die Prämien. Hinzu kommt, dass in jungem Alter der Gesundheitszustand meist noch sehr gut ist. Hier liegt auch ein weiterer Faktor zur Beitragsberechnung. Bereits bestehende Vorerkrankungen werden im Rahmen des Versicherungsantrags anhand von Berufsunfähigkeitsversicherung Gesundheitsfragen erhoben und wirken sich kostensteigernd aus.

Da es sich beim Ingenieur um einen akademischen Beruf handelt, fallen die Beiträge verhältnismäßig geringer aus als die von Versicherten in körperlichen Ausbildungsberufen. Bei einem frühen Abschluss kann Ingenieuren der geringe Beitragssatz über die gesamte Vertragslaufzeit erhalten bleiben.

Ingenieure müssen Verweisungsklausel vermeiden

Ingenieure arbeiten in hochspezialisierten Berufsfeldern, für die sie eine langjährige und komplizierte Ausbildung absolvieren müssen. Zwar gibt es in den verschiedenen Fachbereichen des Ingenieurwesens zahlreiche Überschneidungen. Kompetente Experten sind die Akademiker aber meist nur in ihrer jeweiligen Fachrichtung. Damit sie im Falle von Berufsunfähigkeit nicht genötigt sind, eine andere Tätigkeit auszuüben, in der sie nur über ein grundlegendes Fachwissen verfügen, muss die Versicherung im Vertrag ausdrücklich auf ihr Recht der abstrakten Verweisung verzichten.

Enthalten die Versicherungsbedingungen eine Verweisungsklausel, so darf die Gesellschaft die Leistungen verweigern, wenn der Ingenieur noch in der Lage ist, einen anderen, geistig und körperlich zumutbaren Beruf auszuüben.

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