Berufsunfähigkeits-
versicherung
Ratgeber

Welche Kosten kommen auf mich zu? Wie setzen sie sich zusammen? Diese und weitere Fragen werden hier beantwortet.

Worauf beruhen die Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten?

Mit der Absenkung des Garantiezinses von 1,75 auf 1,25 Prozent sind seit Beginn des Jahres 2015 die Beiträge vieler Berufsunfähigkeitsversicherungen gestiegen. Abgesehen von den Marktentwicklungen und haushaltsbedingten Entscheidungen der jeweiligen Versicherungsgesellschaften haben mehrere persönliche und vertragliche Faktoren einen Einfluss auf die monatliche Beitragshöhe. Die Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten können im zwei- oder dreistelligen Bereich liegen.

Individuelle Faktoren für die Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten

  • Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten
    Auch der Job hat Einfluss auf die
    Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten
    Alter

Das Alter wirkt sich maßgeblich auf die Höhe der Prämien für eine Berufsunfähigkeitsversicherung aus. Je älter der Kunde bei Vertragsabschluss ist, desto höher fallen auch die monatlichen Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten aus. Grund ist, dass sich mit dem Alter meist auch der Gesundheitszustand verschlechtert. Dementsprechend größer ist das Risiko, dass eine Erkrankung in die Berufsunfähigkeit führt und der Versicherer die vereinbarte Rente leisten muss.

  • Gesundheitszustand

Was eine Berufsunfähigkeitsversicherung kosten kann, wird auch durch eventuelle Vorerkrankungen beeinflusst. Diese werden von Versicherer anhand von sogenannten Berufsunfähigkeitsversicherung Gesundheitsfragen vor dem Abschluss der Versicherung abgefragt. Da gesundheitliche Faktoren je nach Versicherungsgesellschaft unterschiedlich bewertet werden, können auch die Beitragszahlungen bei vergleichbaren Leistungen unterschiedlich ausfallen. Prinzipiell gilt, dass Vorerkrankungen auch zu höheren Kosten führen. Versicherer können sogenannte Risikozuschläge erheben, da bei Vorerkrankungen die Wahrscheinlichkeit einer späteren Berufsunfähigkeit höher ist. Wer beispielsweise unter Bluthochdruck leidet, hat eine höhere Wahrscheinlichkeit, irgendwann einmal einen Schlaganfall zu erleiden und berufsunfähig zu werden. 

Private Versicherer schützen sich mit höheren Beiträgen gegen das verhältnismäßig große Risiko, innerhalb der Versicherungsdauer Leistungen erbringen zu müssen. Vorerkrankungen werden anhand von Gesundheitsfragen bei der Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung erhoben. Diese Erhebung kann aber nicht nur zu hohen Kosten führen, sondern auch zur vollständigen Ablehnung.

  • Geschlecht

Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes darf das Geschlecht in neuen BU-Verträgen nicht mehr als Berechnungsgrundlage für die Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten hinzugezogen werden. Diese Entscheidung beruht auf einer Richtlinie der Europäischen Union, die die „Gleichbehandlung von Frauen und Männern beim Zugang zu und bei der Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen“ gewährleisten soll. Das Geschlecht ist folglich kein Faktor mehr, der sich auf die Höhe der Beiträge für eine Berufsunfähigkeitsversicherung auswirkt. Zuvor mussten Frauen meist mit höheren Kosten rechnen, seit dem 21. Dezember 2012 werden nur noch sogenannte Unisex-Tarife angeboten.

  • Beruf 

Unterschiedliche Berufe werden entsprechend ihrer Wahrscheinlichkeit für Berufsunfähigkeit je nach Versicherer einer von vier oder fünf unterschiedlichen Risikogruppen zugeordnet, die Einfluss auf die Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten haben. Die Einordnung der einzelnen Berufe in ihre jeweilige Risikogruppe ist ebenfalls von Anbieter zu Anbieter verschieden. Risikogruppe 1 bedeutet beispielsweise eine geringe Wahrscheinlichkeit einer späteren Berufsunfähigkeit. Darunter sind Berufe mit sehr geringer körperlicher Belastung gefasst, etwa Architekt, Programmierer oder Steuerberater. Die Kosten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung sind für diese Gruppe in der Regel vergleichsweise gering. Personen in Risikogruppe 2 weisen noch ein normales Risiko auf, in Zukunft eine Berufsunfähigkeitsversicherung in Anspruch nehmen zu müssen. Dies gilt etwa für Bürokaufleute, Heilpraktiker oder Sozialpädagogen. 

Ein erhöhtes Risiko besitzen beispielsweise Erzieher, Friseure oder Verkäufer. Sie können der Risikogruppe 3 zugeordnet werden. Dachdecker und Gerüstbauer besitzen ein besonders hohes Risiko, im Laufe ihres Lebens berufsunfähig zu werden, da sie Gefahren wie Stürzen oder anderen Unfällen ausgesetzt sind. Daher werden sie der höchsten Risikogruppe 4 oder 5 zugeordnet. Dieser gehören auch Elektriker, Bäcker und Altenpfleger an. Für die Beiträge gilt: Je höher das Risiko einer Berufsunfähigkeit, desto höher fallen meist auch die Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten aus.

  • Hobbys

Auch bestimmte Hobbys können sich auf die Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten niederschlagen. Menschen, die beispielsweise Extremsportarten wie Tauchen, Boxen oder Mountainbiking betreiben, müssen gegebenenfalls Risikozuschläge zahlen oder werden sogar abgelehnt. Motorradfahrer gelten ebenfalls als Risikogruppe und müssen daher mit höheren Kosten für ihre Versicherung rechnen. 

Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung wird der Kunde nach solchen riskanten Hobbys gefragt. Antwortet er nicht wahrheitsgemäß, so verletzt er seine Anzeigepflicht. Die Versicherung kann dann im Fall von Berufsunfähigkeit die Rentenzahlung verweigern. Dies gilt allerdings nur für riskante Aktivitäten, die bereits zum Zeitpunkt des Abschlusses der Berufsunfähigkeitsversicherung betrieben wurden. Wird das Hobby im Nachhinein aufgenommen, so ist der Versicherte nicht verpflichtet, es der Gesellschaft zu melden.

Versicherungsbedingungen

  • Höhe der Berufsunfähigkeitsrente

Die Höhe der monatlichen Berufsunfähigkeitsrente kann mit dem Versicherer bis zu einer bestimmten Summe je nach persönlichem Wunsch und Bedarf vereinbart werden. Sie sollte sich an der zu erwartenden Versorgungslücke zwischen Verdienstausfall und der gegebenenfalls beanspruchten gesetzlichen Erwerbsminderungsrente orientieren. Nach einer Faustregel werden oft 50 bis 60 Prozent des letzten Nettoeinkommens als Berufsunfähigkeitsrente festgelegt. Die Entscheidung darüber, wie hoch die monatliche BU-Rente ausfallen soll, wirkt sich auch auf die monatlich aufzuwendenden Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten aus: je höher die späteren Leistungen, desto höher die gegenwärtigen Prämien.

  • Versicherungsdauer

Die Versicherungsdauer oder Vertragslaufzeit bezeichnet den Zeitraum, innerhalb dessen die Berufsunfähigkeit eintreten muss, damit der Versicherte Anspruch auf die Leistungen des Versicherers hat. Wenn die Versicherungsdauer bis zum Renteneintrittsalter besteht, ist der Versicherte bis zum letzten Tag seiner Berufstätigkeit versichert. Mit dem Alter steigt allerdings auch das Risiko für Berufsunfähigkeit. Eine Versicherungsdauer bis zum 67. Lebensjahr bedeutet daher höhere Kosten für den Versicherungsnehmer als eine Versicherungsdauer bis zum 55. Lebensjahr. Grundsätzlich gilt: Je länger der Versicherungsschutz besteht, desto höher sind die monatlichen Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten.

  • Leistungsdauer

Die Leistungsdauer gibt an, bis zu welchem Lebensalter im Versicherungsfall die Berufsunfähigkeitsrente gezahlt wird. Im Optimalfall kann für das Ende der Leistungsdauer das Renteneintrittsalter gewählt werden, um einen lückenlosen Übergang von der BU-Rente zur gesetzlichen Rente zu gewährleisten. Doch ebenso wie bei der Versicherungsdauer wirkt sich eine lange Leistungsdauer auf die Höhe der monatlichen Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung aus.

  • Leistungsausschlüsse

Leistungsausschlüsse werden aufgrund von Risikofaktoren wie gefährliche Hobbys oder Vorerkrankungen vereinbart. War ein Versicherter beispielsweise in den zehn Jahren vor Vertragsabschluss in psychotherapeutischer Behandlung, kann die Versicherung ihn entweder vollständig ablehnen oder einen Leistungsausschluss anbieten. Damit hat der Kunde keinen Anspruch auf Berufsunfähigkeitsversicherung Leistungen, wenn er aufgrund einer psychischen Erkrankung berufsunfähig wird. Dieser Ausschluss kann sich mindernd auf die monatlichen Kosten für die Berufsunfähigkeitsversicherung auswirken.

 

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