Berufsunfähigkeits-
versicherung
Ratgeber

Lohnt es sich, bereits als Student eine BU abzuschließen? Welche Kosten kommen auf mich zu? Diese und weitere Fragen werden hier beantwortet.

Berufsunfähigkeitsversicherung Studenten: Bereits im Studium abgesichert

Über das Thema Berufsunfähigkeit machen sich die wenigsten jungen Menschen Gedanken – zu kompliziert, zu uninteressant und vermeintlich zu unwahrscheinlich. Doch junge Menschen haben im Vergleich zu langjährig Berufstätigen bei manchen Ursachen ein ähnliches, wenn nicht sogar höheres Risiko, berufsunfähig zu werden. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten lohnt sich nicht zuletzt auch aufgrund der deutlich vergünstigten Beiträge.

Berufsunfähigkeitsversicherung Studenten
Berufsunfähigkeitsversicherung
auch für Studenten.

Warum ist die Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten so wichtig?

Insgesamt drei Versicherungen gelten allgemein anerkannt als unverzichtbarer Basisschutz: die Krankenversicherung, die Haftpflichtversicherung und die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Während ein Student in den ersten beiden Fällen oftmals über seine Eltern versicherbar ist, existiert diese Möglichkeit bei der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht. Im Gegensatz zu bereits Berufstätigen, die bei Erwerbsunfähigkeit immerhin auf eine geringe finanzielle Unterstützung vom Staat hoffen können, sind Studenten überhaupt nicht abgesichert. Anspruch auf eine staatliche Erwerbminderungsrente haben nur diejenigen Bürger, die mindestens fünf Jahre lang auf Grundlage eines zu versteuernden Einkommens in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. Dies trifft jedoch auf die wenigsten Studenten zu.

Ursachen von Berufsunfähigkeit bei Studenten

Studenten verfügen meist über einen weitaus besseren Gesundheitszustand als langjährig berufstätige Menschen. Weil sie sich so von dem Risiko der Berufsunfähigkeit oft nicht betroffen fühlen, wird der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung von Studenten gerne hinausgezögert.

Einer aktuellen Studie des Analysehauses Morgen & Morgen zufolge sind Nervenkrankheiten, darunter vor allem psychische Erkrankungen, mit rund 29 Prozent die häufigste Ursache von Berufsunfähigkeit. Psychische Erkrankungen sind auch an Universitäten weit verbreitet und oftmals Folge von zeitlichem Stress und dem stetigen Leistungsdruck. Depressionen und Angststörungen werden bei Studenten häufig beobachtet. Im schlimmsten Fall führen diese bereits in jungen Jahren in die Berufsunfähigkeit.

Ein weiterer häufiger Grund für Berufsunfähigkeit sind Unfälle. Das Verhältnis von jungen (bis 40 Jahre) und älteren (ab 51 Jahren) Berufsunfähigen liegt für diese Ursache laut Studie etwa bei 3:1. Die Langzeitfolgen von psychischen Krankheiten, Unfällen oder anderen gesundheitlichen Beschwerden können verheerend sein. Nicht nur der Abschluss des Studiums, auch die Aufnahme des zukünftigen, angedachten Berufes kann gefährdet sein. Dieser Umstand ist besonders für diejenigen Studenten bitter, die bereits einen großen Teil ihres Studiums absolviert und somit aufgrund der aufgetrenen Berufsunfähigkeit viele Jahre verloren haben.

Vorteil der Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten

Neben dem Risiko, frühzeitig berufsunfähig zu werden, ist der Preis ein wichtiges Argument dafür, eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten abzuschließen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten hängen stark vom Alter des Versicherten ab: Je jünger der Kunde bei Vertragsabschluss ist, desto geringer fällt auch die monatliche Prämie aus. Grund dafür ist, dass der Gesundheitszustand im jungen Alter oft sehr gut ist und der Versicherte damit ein vergleichsweise niedriges finanzielles Risiko für die Versicherungsgesellschaft darstellt. Für vergleichbare Berufsunfähigkeitsversicherung Leistungen zahlen Studenten also weitaus weniger als beispielsweise ein zehn Jahre älterer Angestellter.

Worauf sollten Studenten beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung achten?

  •  Konkreten Beruf versichern

Als Student besitzt man in der Regel noch keinen konkreten Beruf, der sich mit einer BU-Police versichern lässt. Bei Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung sollten Studenten daher ihren voraussichtlichen Beruf angeben. Diese Angabe können sie nachträglich ändern, wenn sie sich nach dem Studienabschluss für einen anderen Beruf entscheiden. Anbietern, die dagegen lediglich den Beruf „Student“ versichern, sollte man aus dem Weg gehen. Oftmals handelt es sich dabei um keine echte Berufsunfähigkeitsversicherung, sondern um eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Damit leistet die Versicherung nur dann, wenn der Student in keinem erdenklichen Beruf mehr arbeiten kann – ob als Akademiker oder ungelernte Aushilfe.

  • Abstrakte Verweisung ausschließen

Der Verzicht auf die abstrakte Verweisung ist möglicherweise das wichtigste Merkmal einer Berufsunfähigkeitsversicherung, auf das jeder Student vor Abschluss der Police achten sollte. Verzichtet die Versicherung nicht ausdrücklich auf dieses Recht, so kann sie den Studenten im Falle von Berufsunfähigkeit in einen anderen, zumutbaren Beruf verweisen, anstatt ihm die Rente für den Beruf zu zahlen, den er ursprünglich versichert hatte.

  • Nachversicherungsgarantie und/oder Dynamik vereinbaren

Zwar sind die Beiträge in die Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten besonders niedrig, dafür ist die Höhe der Rente bei Berufsunfähigkeit bei einer besonders günstigen Absicherung oft auch gedeckelt, etwa auf 1.000 Euro. Bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollten Studierende daher eine Nachversicherungsgarantie vereinbaren.

Mit dieser Option kann die BU-Rente nachträglich und ohne erneute Berufsunfähigkeitsversicherung Gesundheitsfragen erhöht werden, wenn sich beispielsweise durch den Berufseinstieg oder die Geburt eines Kindes ein höherer finanzieller Bedarf ergibt. Eine automatische, regelmäßige Erhöhung der BU-Rente ist durch die Vereinbarung einer Berufsunfähigkeitsversicherung Dynamik möglich. Sie soll vor allem die Inflation ausgleichen. In beiden Fällen geht mit der Erhöhung der Leistungen auch eine Erhöhung der Beiträge einher.

  • Verlängerungsoption

Viele Versicherungsgesellschaften bieten eine Verlängerungsoption für den studentischen Vertrag an. Berufsunfähigkeitsversicherungen für Studenten sind oft auch deshalb besonders günstig, weil sie nur eine begrenzte Versicherungslaufzeit haben, etwa bis zum 60. Lebensjahr. Das derzeitige gesetzliche Renteneinstiegsalter liegt jedoch bei 67 Jahren.

Studenten sollten sich daher die Möglichkeit offenhalten, den Versicherungsschutz nachträglich zu verlängern, sodass sie nicht für mehrere Jahre auf ein gesichertes Einkommen verzichten müssen. Eine neue Berufsunfähigkeitsversicherung nach Ende der Vertragslaufzeit abzuschließen, wäre hier eine denkbar schlechte Alternative: Eine Gesundheitsprüfung ist in jedem Fall erforderlich und da sich mit zunehmendem Alter auch höhere Risiken ergeben, sind ältere Menschen nur noch gegen enorm hohe Beiträge oder gar nicht mehr versicherbar. Bei Verlängerung eines bestehenden Vertrags bleiben dem Versicherten hingegen meist erneute Gesundheitsfragen erspart.

  • Beitragsfreistellung

Bei ihrer Police sollten Studenten auch darauf achten, dass der Anbieter eine Berufsunfähigkeitsversicherung Beitragsfreistellung erlaubt. Insbesondere wenn noch kein regelmäßiges Einkommen besteht, erleben Studenten oft Phasen, in denen sie sparsamer mit ihrem Geld haushalten müssen. Ein guter Tarif bietet ihnen die Möglichkeit, die Beitragszahlungen für die studentische Berufsunfähigkeitsversicherung für einen bestimmten Zeitraum auszusetzen. Dieser Schritt sollte jedoch wohlüberlegt sein, denn für die Dauer der Beitragsfreistellung besteht auch kein Versicherungsschutz. Dennoch ist diese Maßnahme besser als eine Kündigung, da bei der Fortführung der Versicherung keine erneute Gesundheitsprüfung nötig ist.

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