Solarstrom aus Deutschland: Ein teures Geschäft für Verbraucher

21.01.2010

Förderung von Solarstrom soll eingeschränkt werden

Heute war ein besonderer Januartag in Berlin: Für kurze Zeit zeigte sich die Sonne. Lang war es nicht, aber immerhin: Kurzzeitig schien sie. Das erfreute nicht nur die Herzen der Hauptstadtbewohner, die im Jahr 2010 noch keinen Sonnentag verzeichnen konnten. Auch die Solaranlagen konnten kurzzeitig einmal wieder ihrer natürlichen Bestimmung nachgehen, nämlich mit Sonne Strom zu produzieren.

Deutschland ist ein -wie sollen wir es sagen?- subobptimaler Standort für die Sonnenenergie. Dennoch sprießen die Anlagen überall wie Pilze aus dem Boden. Und das liegt nicht daran, dass plötzlich alle Eigenheimbesitzer zur Ökologie-Bewegung übergelaufen wären. Es ist schlichtweg zu einem Geschäft geworden, das auf sicherem Weg eine gute Rendite verspricht.

Wer in den letzten Jahren eine Solaranlage installiert hat, bekommt etwa 50 Cent je eingespeister Kilowattstunde vergütet. Das ist mehr als das Doppelte des Marktpreises für Strom. Hersteller von Solaranlagen werben mit Renditen, die teilweise weit über 5 Prozent im Jahr liegen.

Das alles bezahlt der Stromverbraucher mit seiner Rechnung. Wenn der Absatz von Solaranlagen weiterhin steigt, wird das bald unbezahlbar. Und einzusehen ist auch nicht, warum jeder Stromverbraucher die Geldanlage einiger Hausbesitzer finanzieren soll. Nichts gegen ökologisch erzeugten Strom. Aber dafür gibt es bessere Konzepte als Sonnenkollektoren unter dem -leider allzuoft- grauen Himmel in Deutschland.

 

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Kommentare
Kommentar von Blogolino
22.01.2010
Und die 40000 Arbeitsplätze, die jetzt verloren gehen, weil die deutsche Solarindustrie dicht machen kann? Aber darauf kommt man wohl nicht, wenn man sich immer nur von den Pressemitteilung von RWE und EON inspirieren lässt.

Als nächstes kommt jetzt wohl die Forderung nach der Verlängerung der Laufzeit der Atomkraftwerke!
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