Der Businessplan – der Weg zum erfolgreichen Start-up

Die Selbständigkeit beginnt für viele Existenzgründer mit einer Idee. Für die Realisierung müssen Banken von der Idee überzeugt, Geschäftspartner, Kunden und Auftraggeber für das Unternehmen und das Produkt gewonnen werden. Eines der wichtigsten Instrumente hierfür ist der Businessplan. Welchen Nutzen hat er und was müssen Sie bei der Erstellung unbedingt beachten?

Zweck des Businessplans

Startup Unternehmer

Mithilfe eines Businessplans können Sie die Geschäftsidee und die ersten Jahre der Unternehmensentwicklung vorzeichnen, Partner überzeugen und Geldgeber für die Existenzgründung gewinnen. Zu den Zielen hinter dem Businessplan gehört die Entwicklung der Geschäftsidee. Der Businessplan hilft dabei, Lücken in der Geschäftsidee zu entdecken und das Konzept weiterzuentwickeln.

Geldgeber können zudem die Erfolgsaussichten der Unternehmensgründung, den Kapitalbedarf und die Kompetenz des Existenzgründers einschätzen. Der Businessplan ist das erste Aushängeschild. Und er kann dazu dienen, Partnerschaften einzugehen oder Vertriebs- und Kommunikationsnetze aufzubauen. In einigen Fällen – zum Beispiel beim Antrag auf Fördergelder, Zuschüsse o. Ä. – ist die Abgabe eines Businessplans Pflicht.

Wie wird ein Businessplan verfasst?

Eine der größten Herausforderungen sind Form und Aufbau des Businessplans. Leider gibt es hierfür keine Formvorschriften. Allerdings existieren einige Grundregeln. Eine dieser Regeln: klare, einfache, objektive und sachliche Formulierungen, die Sachverhalte einfach fassbar, nachvollziehbar und leicht durchschaubar machen. Fachbegriffe und eine übertriebene Sprache sind fehl am Platz. Der Businessplan muss von der Geschäftsidee überzeugen, ohne den roten Faden zu verlieren.

Dazu gehört auch die Tatsache, dass ein Businessplan den Umfang von 20–25 Seiten nicht überschreiten sollte. Diagramme, Skizzen, Mindmaps usw. helfen dem Leser, sich im Businessplan zurechtzufinden.

Was gehört in den Businessplan?

Businessplan verfassenEin Businessplan hat keinen festgelegten Rahmen. Trotzdem gibt es einige Gesetzmäßigkeiten. In den einzelnen Kapiteln sollen sie nicht nur über die Geschäftsidee informieren. Es dreht sich im Businessplan auch um Sie als Person und die Zukunftsaussichten des Start-ups.

 

Zusammenfassung

Einer der wichtigsten Bestandteile eines Businessplans ist die Zusammenfassung. Hier wird im Groben skizziert, wie die Geschäftsidee aussieht, welche Unternehmensgründung angestrebt wird, wie sich das Unternehmen in den ersten Jahren entwickeln soll und welcher Kapitalbedarf Ihnen vorschwebt.

Gründer

Auch wenn es im ersten Moment eher den Anschein der Nebensächlichkeit hat – in den Businessplan gehören auch einige Angaben zu Ihrer Person. Es geht dabei nicht nur um die fachliche Kompetenz, Branchenkenntnisse und Berufserfahrungen. Auch persönliche Stärken und Schwächen spielen im Businessplan eine Rolle.

Produkt/Dienstleistung

Zentraler Punkt im Businessplan ist natürlich das Produkt bzw. die angebotene Dienstleistung. Es kommt nicht nur darauf an, Produkt bzw. Dienstleistung zu beschreiben. Vielmehr zählt dessen Charakterisierung. Was hebt das Produkt/die Dienstleistung ab, wann kann die Produktion beginnen, welche Entwicklungen sind nötig, müssen Schutzrechte erworben werden?

Marktübersicht

Die Marktübersicht ist im Businessplan wahrscheinlich eines der komplexeren Kapitel. Hier ist nicht nur die Zielgruppe interessant. Auch die Konkurrenzsituation, wie die Entwicklung konkurrierender Produkte, Schwächen anderer Marktteilnehmer und natürlich Standortfaktoren, müssen im Rahmen des Marktüberblicks berücksichtigt werden. Die Ableitung eigener Potenziale, Stärken und Schwächen ist sicher eine der großen Herausforderungen für jedes Start-up.

Marketing

Das Kapitel „Marketing“ im Businessplan befasst sich im Wesentlichen mit den Punkten Angebot, Preis, Vertrieb und Werbung. Dabei geht es vor allem darum, warum das Produkt/die Dienstleistung für eine Zielgruppe interessant sein könnte, wie der Preis zustande kommt bzw. sich die Vertriebswege entwickeln. Letzteres schließt Partner, Kosten und das Absatzvolumen ein.

Unternehmensstruktur/Organisation

Im Bereich Unternehmensstruktur und Organisation sollte der Businessplan verdeutlichen, welche Rechtsform für die Unternehmensgründung anvisiert wird, aus welchen Gründen und inwieweit einzelne Kompetenzbereiche abgesteckt werden. In diesem Kapitel sollten Sie auch darstellen, wie Sie sich die Personalentwicklung vorstellen.

Potenzial/Risiko

In einem Businessplan nicht fehlen sollte eine Bewertung der Chancen und Risiken für die Unternehmensgründung. Wo liegen die drei großen Stärken des Start-ups und wo ist mit Schwachstellen/Problemen zu rechnen? Es geht an dieser Stelle darum, die Situation in den Bereichen Markt, Zielgruppenrelevanz, Vertrieb etc. realistisch einzuschätzen.

Finanzierung

Insbesondere für Geldgeber wie Banken ist die Finanzierung ein wichtiges Kapitel. Es geht dabei nicht nur um die notwendige Liquidität, um das Start-up überhaupt anzustoßen. Vielmehr stehen hier die Liquiditätsentwicklung in den ersten Jahren, der finanzielle Bedarf der Gründer und natürlich auch die Rentabilität der Unternehmensgründung im Mittelpunkt.

Unterlagen

Was zu den Unterlagen zählt, die Sie mitgeben müssen, hängt im Einzelnen natürlich von der Existenzgründung ab. Grundsätzliche Bestandteile sind aber unter anderem Lebensläufe, Gesellschafterverträge, Pacht- und Leihverträge, Gutachten sowie Unterlagen zu Schutzrechten, Analysen und Marktkennzahlen.

 

Redaktionstipp

Es  empfehlenswert, sich für den Businessplan professionelle Hilfe zu holen. Existenzgründungsberatungen der IHK oder KfW Bank können Ihnen helfen, Klippen zu umschiffen und mit Erfolg in die Unternehmensgründung zu starten.

Woran kann ein Businessplan scheitern?

Schwachstellen im Businessplan haben schon so manchen Traum von der Existenzgründung platzen lassen. Formfehler wie Fachvokabular oder ein unangemessener Sprachstil bringen einen Businessplan zum Scheitern. Fehlen noch elementare Bestandteile (Marktanalyse, ein schlüssiges Marketingkonzept oder die Produktvorstellung), wird der Businessplan seine Aufgabe kaum erfüllen können.

Weitere mögliche Fehler sind der Verzicht auf die Finanzplanung sowie eine Zusammenfassung, die kein Interesse weckt oder nicht die notwendige Aussagekraft besitzt. Auch eine Präsentation, die einen Mangel an Vorbereitung oder Kompetenz erkennen lässt, kann zum Zünglein an der Waage werden.

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