Aktuelle Beitragsbemessungsgrenze

Die Beitragsbemessungsgrenze gibt an, bis zu welcher Höhe Ihr Einkommen für die Berechnung der Krankenversicherungsbeiträge der gesetzlichen Krankenkasse herangezogen werden darf. Verdienen Sie über dieser Grenze, so müssen Sie keine höheren Beiträge bezahlen. Besonders für Gutverdiener ist die Beitragsbemessungsgrenze ein wichtiger Wert bei der Entscheidung, ob ein Wechsel in die private Krankenversicherung lohnt.

Wie wirkt sich die Beitragsbemessungsgrenze aus?

Die Beitragsbemessungsgrenzen für die Kranken- und die Rentenversicherung richten sich nach Lohnniveau und -entwicklung in Deutschland. So werden die Beitragsbemessungsgrenzen jährlich neu festgelegt. Im Jahr 2017 liegt die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung und Pflegeversicherung bei 4.350 Euro brutto im Monat und somit 52.200 Euro im Jahr. Für Arbeitnehmer bedeutet dies, dass der Höchstbetrag zur gesetzlichen Krankenversicherung für sie bei 365,40 Euro im Monat liegt, wenn man den Arbeitnehmeranteil von 7,3 Prozent und einen durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent zugrunde legt. Auch der Arbeitgeber wendet 7,3 Prozent auf. 

Besonders für gesetzlich Versicherte mit mehreren Kindern kann dieser Beitrag immer noch günstiger ausfallen, als die Beiträge zur privaten Krankenversicherung. Denn die gesetzliche Krankenversicherung bietet die kostenlose Familienmitversicherung für Kinder und Partner ohne eigenes Einkommen. Bei der privaten Krankenversicherung hingegen müssen Kinder selbständig versichert werden, was in der Summe zu höheren Kosten führen kann.

Welche Krankenkasse ist die richtige?

Der Beitragssatz von 14,6 Prozent gilt seit dem Jahr 2009. Bis Ende 2014 wurde zusätzlich ein Sonderbeitrag von 0,9 Prozent erhoben. Seit 2015 gibt es diesen Sonderbeitrag nicht mehr. Dafür erheben die Kassen einkommensabhängige Zusatzbeiträge, die sich von Krankenkasse zu Krankenkasse unterscheiden. Darüber hinaus können die Krankenkassen durch unterschiedliche Leistungen miteinander konkurrieren. So bieten einige Krankenkassen die Erstattung von Kosten für Präventivmaßnahmen wie Sport- oder Ernährungskurse.

Wahltarife

An den Wahltarifen können Versicherte freiwillig teilnehmen. Sie bieten etwa eine Beitragsrückerstattung, wenn der Versicherte ein Jahr lang keine Leistungen in Anspruch nimmt. Auch kann man einen Selbstbehalt vereinbaren. Dabei erklärt man sich einverstanden, Leistungen bis zu einem bestimmten Betrag selbst zu tragen, im Gegenzug können die Versicherungsbeiträge reduziert werden. Allerdings sollte man hierbei darauf achten, dass der Selbstbehalt nicht zu hoch ausfällt, ansonsten kann dieser Tarif im Krankheitsfall zur Kostenfalle werden.

Die Versicherungspflichtgrenze

Neben der Beitragsbemessungsgrenze ist für die Krankenversicherung auch die Versicherungspflichtgrenze eine wichtige Größe. Dieser auch Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) genannte Wert gibt an, ab welchem Einkommen Arbeitnehmer die Möglichkeit haben, sich von der Versicherungspflicht befreien zu lassen und in die private Krankenversicherung einzutreten. Selbständige, Freiberufler, Studenten und Beamte können sich hingegen unabhängig von der Jahresarbeitsentgeltgrenze von der Versicherungspflicht befreien lassen.

 

Spartipp

Alleinstehende, gut verdienende Arbeitnehmer können, wenn sie nicht nur ein Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze sondern auch über der Versicherungspflichtgrenze von 57.600 Euro brutto im Jahr erhalten (Stand 2017), in die private Krankenversicherung wechseln. Hier können sie nicht nur von besseren Leistungen, sondern oft auch niedrigeren Beiträgen profitieren.

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Als gesetzliche Versicherte sind Sie nicht auf eine bestimmte Krankenkasse festgelegt. Sie können die Kasse jederzeit wechseln, wenn Sie beispielsweise unzufrieden mit der Kundenbetreuung sind oder die Krankenkasse einen zu hohen Zusatzbeitrag erhebt. Nach einem Wechsel sind Sie allerdings mindestens achtzehn Monate an die neue Kasse gebunden. Auch als Privatpatient haben Sie die Möglichkeit Ihren Anbieter oder Tarif zu wechseln. Nutzen Sie in jedem Fall die Beratung durch einen unserer Experten.

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