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Kredit beantragen: Neue Darlehen, Umschulden und Rückabwicklung

Wer einen Kredit beantragen möchte, beispielsweise um ein Auto oder eine Immobilie zu finanzieren oder ein altes Darlehen umzuschulden, sollte nicht auf das erstbeste Angebot eingehen. Denn auch in Zeiten niedriger Zinsen gibt es erhebliche Kostenunterschiede zwischen den verschiedenen Kreditinstituten. Dabei empfiehlt sich ein genauer Blick auf die Vertragsbedingungen genauso wie ein Kostenvergleich und die Sichtung verschiedener Angebote.

Kredit beantragen: Diese Faktoren beeinflussen die Kosten des Darlehens

Verbraucher, die einen Kredit beantragen wollen, sollten wissen, dass die Gesamtkosten des Darlehens von verschiedenen Faktoren abhängig sind. Zum einen sind es natürlich die Zinsen, die am Ende darüber entscheiden wie günstig oder teuer ein Kredit ist. Doch daneben können gerade bei langfristigen Krediten die Zinsen im Laufe der Zeit auch deutlich ansteigen. Dies lässt sich durch eine Zinsbindung vermeiden. Bei der Immobilienfinanzierung ist es beispielsweise üblich, eine Zinsbindung von zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren zu vereinbaren. Innerhalb dieser Zeit darf das Kreditinstitut die Zinsen nicht anheben. Eine sehr lange Zinsbindung lassen sich die Banken aber durch einen erhöhten Grundzinsbetrag bezahlen. Im jetzigen Niedrigzinsfeld ist es bei langen Darlehen jedoch empfehlenswert, sich die günstigen Konditionen möglichst langfristig zu sichern.

Mehrere Angebote einholen und sparen

Abgesehen von Kleinstkrediten, etwa zur Finanzierung eines Urlaubs oder von teureren Elektrogeräten, ist es immer ratsam, sich mehrere Angebote von Banken einzuholen. Denn die Kreditinstitute bewerten Faktoren wie die Bonität ganz unterschiedlich und verlangen daher auch unterschiedlich hohe Zinsen. Dabei gilt es auch auf das Kleingedruckte zu achten. Oftmals haben die angepriesenen niedrigen Zinssätze aus den Werbebroschüren der Banken nur bedingt etwas mit der Realität zu tun. Wird etwa bei einer Immobilienfinanzierung ein sehr guter Zinssatz angeboten, dafür aber nur eine kurze Zinsbindung von beispielsweise fünf Jahren, sollten Verbraucher vorsichtig sein. Experten empfehlen in so einem Fall lieber einen Zinsaufschlag in Kauf zu nehmen, dafür aber längerfristig Planungssicherheit zu haben.

Beim Kredit beantragen beachten: Sondertilgung und Restschuldversicherung

Es gibt bei einem Kreditvertrag mehrere Punkte, die die Gesamtkosten erhöhen beziehungsweise verringern können. So ist es für Kreditnehmer wichtig zu wissen, ob Sondertilgungen beim Darlehen gestattet sind beziehungsweise ob für diese Gebühren anfallen oder Obergrenzen gelten. Ist beispielsweise eine Sondertilgung problemlos ohne Mehrkosten möglich, dann kann der Verbraucher durch zwischenzeitliche Zahlungen nicht nur die Restschuld schneller verringern. Auch die Zinslast reduziert sich.

Daneben gibt es einen Vertragsbestandteil, der gerade bei hohen Kreditsummen zu unnötig hohen Mehrkosten führen kann: Die Restschuldversicherung. Dabei handelt es sich um eine spezielle Form der Risikolebensversicherung, die jedoch nicht nur beim Tod des Versicherungsnehmers leistet. Unter Umständen springt sie auch dann ein, wenn der Kreditnehmer beispielsweise infolge von Berufsunfähigkeit erhebliche Einkommenseinbußen hat. Die Kosten für die Restschuldversicherung werden aber von Verbraucherschützer häufig als zu hoch eingeschätzt. Zudem leistet die Versicherung entgegen der Aussagen mancher Bankmitarbeiter längst nicht in jedem Fall des Zahlungsausfalls. Der Abschluss einer solchen Versicherung sollte also wohlüberlegt sein, insbesondere wenn man bereits durch eine Risikolebensversicherung oder einen Berufsunfähigkeitsschutz Vorsorge getroffen hat.

Raus aus den teuren Schulden: Kredit beantragen und niedrige Zinsen sichern

Selbst wenn ein Kredit zum Zeitpunkt des Abschlusses vergleichsweise günstig war, kann sich dies im Laufe der Zeit ändern. Bei hohen Kreditsummen, etwa zur Hausfinanzierung oder dem Neuwagenkauf, fallen einerseits schon geringe Zinsunterschiede ins Gewicht und können zu einer Mehrbelastung von mehreren tausend oder gar zehntausend Euro führen. Hinzu kommt: Solche Darlehen benötigen meist eine lange Tilgungsphase. Wenn die Zinsen zum Zeitpunkt des Kreditantrags niedrig sind und überdies eine Zinsbindung vereinbart wurde, ist eine lange Laufzeit kein Problem.

Vor ein paar Jahren waren die Kreditzinsen aber um einiges höher als in der jetzigen Niedrigzinsphase. Die gute Nachricht für Kreditnehmer mit teuren Altverträgen: Spätestens nach zehn Jahren können auch Verträge mit einer Zinsbindung gekündigt und umgeschuldet werden. Je höher die Zinsen beim Altvertrag sind und je länger dieser noch läuft, umso mehr lohnt es sich also das Darlehen zu kündigen und einen neuen Kredit mit niedrigeren Zinsen zu beantragen.

Wie funktioniert das Umschulden eines Kredits?

Alte, teure Kredite lassen sich unter Umständen umschulden. Dazu muss im Vorfeld aber überprüft werden, ob sich die Ablöse des alten Darlehens wirklich lohnt, ob der Effektivzins des neuen Kredits in Zusammenhang mit der Wunschlaufzeit also tatsächlich zu geringeren Gesamtkosten führt. Zudem muss an das bisherige Kreditinstitut im schlimmsten Fall eine Vorfälligkeitsentschädigung gezahlt werden. Zwar haben Verbraucherschützer in der Vergangenheit immer wieder eine Deckelung dieser Strafgebühr bei Darlehen gefordert. Allerdings gibt es bisher keine solche gesetzliche Regelung. Vielmehr ist die Höhe der Entschädigung vertraglich mit der Bank im jeweiligen Darlehensvertrag geregelt. Problemlos ist es hingegen, einen Kreditvertrag zu kündigen und umzuschulden, der mindestens zehn Jahre alt ist, denn dann entfällt die Strafgebühr.

Kreditbearbeitungsgebühren: Rückforderung bei manchen Altverträgen

Wer ohnehin dabei ist einen neuen Kredit zu beantragen und das alte Darlehen umzuschulden, sollte auch überprüfen, ob Kreditbearbeitungsgebühren beim Altvertrag erhoben wurden. Denn inzwischen gibt es klare Urteile zu diesen Bearbeitungsgebühren: Da es ohnehin im Geschäftsinteresse der jeweiligen Bank liegt, den Kredit zu vergeben, darf sie dafür auch keine Kreditbearbeitungsgebühren berechnen, sondern nur Zinsen erheben. Jahrelang waren die Bearbeitungsgebühren aber fester Bestandteil vieler Verträge.

Im Interview mit finanzen.de hat dazu Rechtsanwalt Philipp Caba erklärt, wie betroffene Kreditkunden reagieren und unrechtmäßig erhobene Bearbeitungsgebühren zurückfordern können. Dabei sind allerdings bereits viele Forderungen verjährt. Da einige Banken jedoch auch noch nach 2012 unrechtmäßig Gebühren erhoben haben, ist hier eine Rückforderung sinnvoll.

Widerrufsbelehrung fehlerhaft: Durch Rückabwicklung hohe Zinsen zurückholen

Die Kreditbearbeitungsgebühren bei Darlehensverträgen ist dabei nicht das einzige Thema, das Verbraucherschützer in der letzten Zeit beschäftigt hat. So sind viele Widerrufsbelehrungen von Immobilienkrediten, die nach dem 1. November 2002 abgeschlossen wurden, fehlerhaft beziehungsweise unzulässig. Verträge, bei denen dies der Fall ist, können selbst noch nach Tilgung des Darlehens widerrufen werden. Das heißt, Kunden erhalten nicht nur bereits gezahlte Vorfälligkeitsentschädigungen zurück. Sie können laufende, teure Kredite auch widerrufen und rückabwickeln. In diesem Fall erhält der Kreditnehmer alle bereits erbrachten Zins- und Tilgungsleistungen zurückerstattet, wenn er innerhalb von 30 Tagen die gesamte Darlehenssumme an die Bank zurückzahlt. Hier lohnt sich eine Umschuldung auf einen günstigen neuen Kreditvertrag also besonders.