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Checkliste: Das muss nach einem Autodiebstahl beachtet werden

Checkliste Autounfall

Wer die Parklücke leer vorfindet, in der zuvor noch das eigene Fahrzeug stand, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit Opfer eines Fahrzeugdiebstahls geworden. Die folgende Checkliste hilft Autobesitzern, sich im Ernstfall richtig zu verhalten. Denn nur wenn Polizei, Versicherung und Co. rechtzeitig informiert werden, stehen die Chancen gut, Geld zurückzuerhalten.

Erster Schritt: Diebstahl bei Polizei melden

Nur weil das Auto weg ist, heißt das nicht, dass das Fahrzeug auch gestohlen wurde. Die Polizei kann bereits am Telefon feststellen, ob das Fahrzeug versehentlich in einer Einfahrt geparkt oder aufgrund von mangelnder Fahrzeugsicherheit abgeschleppt wurde – dann haben Autobesitzer Glück im Unglück, doch eine Anzeige wegen Diebstahl wird überflüssig.

Wird tatsächlich ein Fahrzeugdiebstahl festgestellt, muss bei der Polizei schriftlich Anzeige erstattet werden. Dazu benötigen Fahrzeughalter ihren Personalausweis sowie den Fahrzeugschein. Alle Angaben bei der Polizei müssen wahrheitsgemäß getroffen werden. Wer sich unsicher ist – beispielsweise beim Kilometerstand – sollte dies zu Protokoll geben. Zu guter Letzt sollten Kreditkarten oder Handy, das sich eventuell im gestohlenen PKW befunden hat, schnellstmöglich gesperrt werden.

Zweiter Schritt: Versicherung benachrichtigen

Der nächste Schritt ist der Gang zur Kfz-Versicherung. Mit einer Voll- oder Teilkaskoversicherung sind Halter eines PKWs vor den Folgen eines Diebstahls geschützt. Betroffene müssen den Schaden unverzüglich schriftlich bei ihrem Versicherer melden. Die Kaskoversicherung kommt nur für alle eingebauten Fahrzeugteile auf. Also für hochwertige Alufelgen oder eine aufwendige Musikanlage. Für weitere Gegenstände, die sich im gestohlenen Auto befunden haben, zahlt in einigen Fällen die Hausratversicherung. Aus diesem Grund sollte der Diebstahl auch hier gemeldet werden.

Dritter Schritt: Fahrzeug bei der Zulassungsstelle abmelden

Der zweite Behördengang führt Autofahrer nach einem Fahrzeugdiebstahl zur Zulassungsstelle. Dort muss das Fahrzeug abgemeldet und somit stillgelegt werden. Dies hat zwei Gründe: Erstens müssen dann keine weiteren Kfz-Steuern gezahlt werden und zweitens können Autofahrer so Versicherungsbeiträge sparen. Die Abmeldung sollte spätestens 14 Tage nach dem Diebstahl erfolgen und ist nur mit der polizeilichen Diebstahlbestätigung und dem Fahrzeugschein möglich. Die Fahrzeugpapiere werden dann vom Amt entwertet und wieder ausgehändigt. Handelt es sich um einen geleasten Wagen oder wird noch ein Kredit auf das Auto abbezahlt, müssen auch die Leasingstelle bzw. die Bank informiert werden.

Vierter Schritt: Diese Dokumente braucht der Versicherer

Sind diese drei Punkte der Checkliste erledigt, folgen weitere Aufgaben für versicherte Autofahrer. Zur Schadensregulierung sollten folgende Gegenstände an den Versicherer gesendet werden:

  • Alle vorhandenen Schlüssel des PKWs
  • Abmeldebescheinigung der Zulassungsstelle
  • Entwerteter Fahrzeugschein
  • Fahrzeugbrief
  • Schadensanzeige
  • Kaufrechnung
  • Rechnung von verbauten Autoteilen
  • Rechnungen von Reparaturen
  • Aktuelle Fotos des Autos
 

Tipp

Oft lässt sich schwer beweisen, wie gut der Zustand und damit der Wert des Autos zum Zeitpunkt des Diebstahls war. Denn nicht jeder Fahrzeughalter besitzt aktuelle Fotos seines PKWs. Doch anstelle von Fotos kann in der Regel auch eine schriftliche Verkaufswertschätzung durch eine Werkstatt helfen, sofern sie das Auto von Reparaturen oder regelmäßigen Durchsichten kennen. Dies wird von den Versicherungen ebenso anerkannt.

Wie viel zahlt die Versicherung?

Die Kaskoversicherung kommt sowohl für unfallbedingte Reparaturkosten auf, wenn der Wagen wieder gefunden wird, als auch für den Ersatz des PKWs, wenn er vermisst bleibt. Generell gilt, dass der Besitzer das wiedergefundene Auto zurücknehmen muss. Wird das Auto innerhalb von vier Wochen nach der Schadensanzeige nicht gefunden, geht das gestohlene Auto in den Besitz des Versicherers über. Die Versicherung bezahlt dann – je nach Versicherungsvertrag – den Wiederbeschaffungswert für den gestohlenen PKW sogar bei Neuwagen. Die Zeit zwischen Diebstahl und der Schadensregulierung des Versicherers kann sich häufig über mehrere Wochen strecken. Doch die Kosten für einen Mietwagen werden von der Kaskoversicherung meist nicht getragen. Die Bahnfahrt zum Fundort können sich viele Versicherte allerdings erstatten lassen.