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Nachbarschaftsstreit - Die 5 häufigsten Streitpunkte zwischen Nachbarn

„Trautes Heim, Glück allein“ - so lautet vermutlich das liebste Motto der Deutschen. Doch nahezu die Hälfte aller Mieter und Hausbesitzer in Deutschland behauptet, dass ihre Nachbarn sie gelegentlich nerven.

Wir Deutschen haben es gern ruhig und ordentlich. Rund 300.000 Klagen zu Nachbarschaftsstreitigkeiten im Jahr belegen, dass Nachbarn auf jeden Fall bereit sind, ihre Rechte auch vor Gericht durchzusetzen. Die Einstellung „leben und leben lassen“ könnte zwar vieles vereinfachen - alles müssen geplagte Nachbarn jedoch nicht erdulden.

Hier erfahren Sie, welche Umstände am häufigsten zu Streitigkeiten führen. Wir geben Ihnen nützliche Tipps, wie Sie einen Streit vermeiden und worauf Sie achten sollten, wenn es brenzlig wird. Außerdem zeigen wir Ihnen, welche Rechte und Pflichten Sie als Bewohner haben und wie Sie sich im Ernstfall wehren können.

Ist ein Streit erst entbrannt, werden Nachbarn sensibel und beobachten ganz genau was der andere macht. Im schlimmsten Fall greifen sie dann zu unfairen Mitteln und heizen die negative Stimmung noch an.

Die folgenden Beispiele zeigen, welche Konflikte zwischen Nachbarn entstehen können:

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Lärm

Jeder kennt es: Heimwerkergeräusche aus der Nachbarwohnung durchs Bohren oder Hämmern. Niemand kann sich bei dieser Geräuschkulisse wirklich entspannen, schon gar nicht, wenn der Krach am Sonntagmorgen oder mitten in der Nacht auftritt. Auch durch zu laute Musik werden Mieter häufig auf eine harte Probe gestellt. Mindestens für die Nachtruhe in der Zeit von 22 – 6 Uhr heißt es, besondere Rücksicht auf seine Mitmenschen zu nehmen. Eine Ausnahme bilden Kinder. Es ist hinzunehmen, wenn sie nachts schreien oder weinen.

 

Einige Hausordnungen schreiben zudem eine Mittagsruhe von 13 – 15 Uhr vor. In diesen Zeiten sollte der Geräuschpegel nicht lauter werden als ein normales Gespräch oder ein leises Radio. Eine falsche Annahme ist es zudem, dass man mindestens einmal im Jahr lautstark feiern darf. Rechtzeitig einen Aushang zu machen und die Nachbarn einzuladen ist zwar ein Anfang und wirkt auf so manchen Ruheliebhaber vielleicht mildernd. Ein Freibrief ist es jedoch nicht.

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Grillgerüche

Ob im Garten oder auf dem Balkon – im Sommer gibt es nichts Schöneres als ein Grillfest mit Fleisch, Würstchen und einem Holzkohlegrill. Einige Bewohner fühlen sich durch den Grillgeruch und den entstehenden Rauch jedoch gestört. Wie oft Mieter ihren Grill anwerfen dürfen, wird je nach Wohngegend und Vermieter unterschiedlich geregelt.

 

Das Bonner Amtsgericht entschied, dass Sie in Mietshäusern in der warmen Jahreszeit einmal im Monat auf Ihrem Balkon grillen dürfen. Dies müssen Sie Ihren Nachbarn mindestens 48 Stunden vorher mitteilen. Vermieter können durch die Hausordnung das Grillen auf dem Balkon jedoch ausdrücklich verbieten. Grundsätzlich sollte der Rauch nicht in Schlaf- und Wohnzimmer ziehen. Wenn Sie auf einen Elektro- oder Gasgrill ausweichen, können Sie zumindest die Rauchentwicklung durch die Holzkohle verhindern.

 
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Äste und Sträucher

Hängt der Ast oder der Zweig Ihres Nachbarn in Ihrem Garten, dürfen Sie diesen nicht einfach abschneiden. Laut des Landgerichts Coburg dürfen Sie erst handeln, wenn eine Beeinträchtigung vorliegt, Sie Ihren Nachbarn darauf hingewiesen haben und nach Ablauf einer angemessenen Frist nichts passiert ist. Früchte von den Ästen, die über den Zaun ragen, gehören Ihnen erst dann, wenn sie auf den Boden gefallen sind. Wenn der Baum genau auf der Grundstücksgrenze steht, haben beide Nachbarn Anspruch auf die Früchte.

 
 
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Im Weg stehende Autos und Mülltonnen

Hausbesitzer können ein Lied davon singen: Regelmäßig stehen Autos oder Mülltonnen ungünstig vor der Einfahrt oder dem Eingang zum Grundstück, obwohl sie zusätzlich ein Hinweisschild angebracht haben. Die Mülltonne lässt sich noch einfach beiseite schieben, aber beim Auto wird es problematischer. Leider können Sie in so einem Fall rechtlich gesehen wenig tun. Nur wenn der Falschparker vorsätzlich handelt und Sie sich stark behindert fühlen, bekommen Sie rechtliche Unterstützung. Zwar müssen Sie entstandene Abschleppkosten zunächst selbst tragen, können sich das Geld aber vom Verursacher zurückholen. 

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Hundegebell

Auch bei Haustieren scheiden sich die Geister: Des einen Freud, des anderen Leid. So sind Hunde für viele Menschen eine Lebenseinstellung, für andere wiederum nur laute Vierbeiner. Bei lautem Gebell ist die Verhältnismäßigkeit entscheidend dafür, ob eine Einschränkung Ihrer Persönlichkeitsrechte vorliegt. Wenn der Hund ohne Unterlass bellt und Sie nachts nicht schlafen können, wird eine unzumutbare Grenze überschritten. Gegen gelegentliches Bellen ist dagegen nichts einzuwenden.

 

Das Halten eines Haustieres kann vom Vermieter untersagt werden. Sollte ein Tier trotz eines solchen Verbots Lärm im Haus verursachen, kann der Halter gezwungen werden das Tier woanders unterzubringen. Wenn der Lärm häufiger auftritt, können Mieter eine Mietminderung geltend machen. Wichtig hierbei ist, dass Sie ein Lärmprotokoll anfertigen, auf dem Sie die Zeit, die Dauer und Stärke der Störung eintragen.

 

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Was Sie unbedingt wissen sollten

Meistens wissen Nachbarn gar nicht, dass Sie sich gestört fühlen. Sagen Sie nett, aber bestimmt, was Sie gern anders hätten. Wenn es zu einem Streit kommt, sollten Sie nicht die Fassung verlieren und Ruhe bewahren. Nichts ist schlimmer, als wenn sich ein Streit hochschaukelt, weil ein paar schnell gesagte Worte missverstanden werden. Auch das Zitieren gesetzlicher Regelungen und das Drohen mit dem Anwalt bewirken eher das Gegenteil und lassen die Fronten verhärten.

 

Sollte Ihr Nachbar weiterhin auf stur stellen, können Sie das Ordnungsamt einschalten. Erst wenn abzusehen ist, dass sich an der Situation nichts ändert, sollten Sie juristische Mittel einsetzen. Seien Sie auf jeden Fall darauf vorbereitet, dass Ihr Nachbar auch größere Geschütze auffährt. Aus diesem Grund sollten Sie unbedingt eine Rechtsschutzversicherung besitzen, um finanzielle und juristische Unterstützung zu erhalten. Denn eine Auseinandersetzung vor Gericht kann Sie viel Geld kosten.

 

 

So vermeiden Sie Konflikte:

  • Suchen Sie das persönliche Gespräch.
  • Tragen Sie Ihr Anliegen ruhig und sachlich vor.
  • Bleiben Sie konstruktiv.
  • Nehmen Sie gegenseitige Rücksicht.
  • Gehen Sie höflich und vertrauensvoll miteinander um.
  • Kündigen Sie eventuell störende Vorhaben vorher an.
  • Unterstellen Sie Ihren Nachbarn keine böse Absicht.