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Studie: Trend geht zur privaten Kranken-Zusatzversicherung

Eine aktuelle Studie hält das Geschäft mit Kranken-Zusatzversicherungen für aussichtsreich. Die private Vollversicherung werde dagegen immer seltener nachgefragt.

In der privaten Krankenversicherung zeichnet sich ein Trend hin zur Zusatzversicherung ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Strategieberatung Simon-Kuchers & Partner. „Eine engere Zusammenarbeit mit der Gesetzlichen Krankenversicherung sowie eine andere Angebotsausrichtung sind gefragt“, sagt Studienleiter Rainer Meckes.

 

Nach Angaben von Simon-Kuchers ist die Zahl der privaten Krankenvollversicherungen in den letzten Jahren stark zurückgegangen: Zwischen 2003 und 2008 um 74 Prozent. Gleichzeitig stieg die Zahl der verkauften Zusatzversicherungen um 43 Prozent. Für die Zukunft prognostizieren die Autoren der Studie einen „Convencience Trend“. Demnach seien flexible und bequeme Produkte gefragt, die in vielen Fällen die gesetzliche Versicherung ergänzen werden.

 

Der Studie zufolge möchte jeder zweite gesetzlich Versicherte demnächst eine ergänzende private Zusatzversicherung abschließen. 40 Prozent würden diese bevorzugt bei dem Anbieter abschließen, der mit seiner gesetzlichen Versicherung kooperiert.

 

Die Studie bestätigt eine Entwicklung, die derzeit im System der gesetzlichen Versicherung beobachtet werden kann. Gesetzliche Krankenkassen drücken ihre Verbundenheit mit Privatunternehmen auch im Namen aus. Beispiele sind die Signal Iduna IKK oder die KKH-Allianz.