finanzen.de Nachrichten immer gut informiert

Elektronische Gesundheitskarte nur gegen Foto

Wer seiner Krankenkasse kein Foto für die neue elektronische Gesundheitskarte zur Verfügung stellt, dem droht der Verlust seines Krankenversicherungsschutzes. Das geht aus einem Antwortschreiben des Bundesgesundheitsministeriums an die FDP-Fraktion, das der Rheinischen Post vorliegt, hervor.

Wer seiner Krankenkasse kein Foto für die neue elektronische Gesundheitskarte zur Verfügung stellt, dem droht der Verlust seines Krankenversicherungsschutzes. Das geht aus einem Antwortschreiben des Bundesgesundheitsministeriums an die FDP-Fraktion, das der Rheinischen Post vorliegt, hervor. In dem Schreiben heißt es: Die elektronische Gesundheitskarte könne "in der Regel nicht ausgestellt werden, wenn ein notwendiges Lichtbild nicht vorgelegt wird".

Start für die neue Gesundheitskarte ist nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums der 1. Oktober 2009. In diesem Sommer werden die Krankenkassen ihre Versicherten auffordern, ihnen ein Foto für die neue elektronische Versichertenkarte zu schicken. Ärztliche Leistungen können dann nur noch mit elektronischer Versichertenkarte in Anspruch genommen werden. Vor jeder Behandlung müsse die neue Gesundheitskarte vorgelegt werden, so die Rheinische Post.

Die AOK Rheinland/Hamburg sieht bei der Bildbeschaffung keine größeren Schwierigkeiten. In einer Testphase hatten bereits 98 Prozent der aufgeforderten Versicherten ein Bild zur Verfügung gestellt. Für Personen, die wegen Alter oder Krankheit nur schwer ein Foto beschaffen können, sollen Übergangsfristen gewährt werden, so die AOK.

Bei vielen Ärzten gebe es große Bedenken bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte, schreibt die Rheinische Post. Sie befürchten einen unzureichenden Schutz der Patientendaten sowie einen hohen organisatorischen Aufwand beim Einsatz der Karten, der zu Lasten der Patientenversorgung gehen könne.