finanzen.de Nachrichten immer gut informiert

Missbrauch von digitalen Nutzerprofilen nimmt zu

Das Bundeskriminalamt hat in dieser Woche die aktuellen Zahlen der Betrugsfälle bei Onlinegeschäften in diesem Jahr bekanntgegeben. Der Branchenverband Bitkom rechnet auf Basis von Daten der Landeskriminalämter mit bis zu 2.900 angezeigten sogenannten Phishing-Fällen. Das ist ein Anstieg von fast 50 Prozent. Berlin, Bayern und NRW melden beim Online-Banking die meisten Opfer. Im Durchschnitt liegt der Schaden bei 4.800 Euro.

Das Bundeskriminalamt hat in dieser Woche die aktuellen Zahlen der Betrugsfälle bei Onlinegeschäften in diesem Jahr bekanntgegeben. Der Branchenverband Bitkom rechnet auf Basis von Daten der Landeskriminalämter mit bis zu 2.900 angezeigten sogenannten Phishing-Fällen. Das ist ein Anstieg von fast 50 Prozent. Berlin, Bayern und NRW melden beim Online-Banking die meisten Opfer. Im Durchschnitt liegt der Schaden bei 4.800 Euro.

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) und das Bundeskriminalamt (BKA) haben in dieser Woche in Berlin vor immer professionelleren Betrugsmethoden im Internet gewarnt. Verstärktes Ziel von Betrügern sind hierbei mittlerweile Zugangsdaten zu Internetshops, Auktionshäusern, sozialen Netzwerken, Foren und E-mail-Konten. Bei fünf Prozent der Internetnutzer wurden bereits Zugangsdaten für Internet-Shops, Netzwerke oder Online-Banking ausspioniert. Drei Prozent haben durch Schadprogramme und Datendiebstähle einen finanziellen Schaden erlitten.

Viren und andere Schadprogramme sind die häufigste Erfahrung mit Kriminalität im Internet. 38 Prozent der Internetnutzer ab 14 Jahren haben erlebt, dass ihr Computer infiziert wurde. Das geht aus einer neuen Umfrage von Forsa für den Bitkom hervor.

Beim Online-Banking steigt die Zahl der Betrugsfälle 2009 wieder an. Der Bitkom rechnet auf Basis von Daten der Landeskriminalämter mit bis zu 2.900 angezeigten Phishing-Fällen in diesem Jahr. Phishing bedeutet das Ausspähen von Nutzerdaten durch Kriminelle. Die Schadenssumme erhöht sich der Hochrechnung zufolge um 56 Prozent auf bis zu elf Millionen Euro. Im ersten Halbjahr lag der durchschnittliche Schaden der gemeldeten Fälle bei rund 4.800 Euro. „Im Einzelfall sind das auch mal 70.000 Euro“, sagte Jörg Ziercke, der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA). Phishing sei „der Bankraub des digitalen Zeitalters“. Berlin, Bayern und Nordrhein-Westfalen melden demnach beim Online-Banking die meisten Opfer.

Der BITKOM und das BKA kündigten an, die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Polizei weiter auszubauen. Ziel ist ein noch intensiverer Austausch über Entwicklungen in der Computerkriminalität und Strategien zu deren Bekämpfung. Die IT-Wirtschaft fordert darüber hinaus, mehr Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften gegen Computerkriminalität zu bilden. Die Bitkom-Branche engagiert sich in Vereinen wie „Deutschland sicher im Netz“, um die Verbraucher zu sensibilisieren. Speziell zur Aufklärung Jugendlicher unterstützt Bitkom die Kampagne „Watch Your Web“, bei der es um den vorsichtigen Umgang mit privaten Daten im Internet geht.