Seit dem 1. August müssen Pharmakonzerne den Kassen einen Zwangsrabatt von 16 Prozent für verschreibungspflichtige Medikamente anbieten. Einige Firmen versuchen, sich aus diesem Rabatt herauszumogeln, wie aus einem aktuellen Bericht hervorgeht. Die Pharmaindustrie versuche, dies durch Preissteigerungen, denen die Rabatte folgen, zu erreichen. So könne man den um zehn Prozent erhöhten Zwangsrabatt auf Kosten der Krankenkassen umgehen.
Der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge will Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hart vorgehen gegen Pharmafirmen, die versuchen sich dem gestiegenen Rabatt zu entziehen. Diesen droht, dass sie statt den inzwischen üblichen 16 Prozent den Krankenkassen einen Rabatt von 20,5 Prozent einräumen müssen. Dies kann für die betreffenden Firmen zu Millionenkosten führen. Über weitere Bestrafungsmaßnahmen wird laut dem Gesundheitsministerium in den nächsten Tagen diskutiert. Rösler gewähre den Pharmaunternehmen aber eine Frist bis Ende des Jahres, um den gesetzlichen Regelungen zu folgen.
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