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Gesetzliche Krankenkasse – Zusatzbeiträge verhindern neues Finanzloch

Steigende Beiträge zur Stabilisierung

Ab 2011 müssen sich die gesetzlichen Krankenkassen bei der Festlegung der Zusatzbeiträge an keine Grenzen mehr halten. Die Kassen können künftig frei über die Höhe der pauschalen Zusatzbeiträge entscheiden. Nun hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) in diesem Zusammenhang eine statistische Erhebung veröffentlicht. Diese besagt, dass die gesetzlich Versicherten ihre Krankenkassen durch den Zusatzbeitrag vor einer erneuten Finanzkrise bewahrt haben.

Die Rechnungsergebnisse der gesetzlichen Krankenversicherungen zeigen, dass diese allein durch den Zusatzbeitrag fast 500 Millionen eingestrichen haben. In den ersten drei Quartalen haben die Krankenkassen ein Plus von knapp 277 Millionen Euro erzielt. 2009 betrug der Überschuss noch 1,4 Milliarden Euro. Das BMG erwartet bis zum Jahresende jedoch ein Minus im Finanzhaushalt der Kassen, da vor allem im letzten Quartal die Ausgaben für die Versicherten, beispielsweise Angestellte und Selbständige in der gesetzlichen Krankenversicherung, noch einmal deutlich steigen. Wer nicht gewillt ist, die damit zusammenhängenden Beitragserhöhungen hinzunehmen und eine private Krankenversicherung abschließen darf, sollte dies in Betracht ziehen.