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Leichterer Wechsel in PKV auch bei Wahltarif

Bestätigung vom Bundesversicherungsamt

Einige gesetzliche Krankenversicherungen (GKV) wollten den Wechsel mancher Mitglieder in die private Krankenversicherung (PKV) erschweren. Dabei handelte es sich um Versicherte, die einen Wahltarif – beispielsweise mit Eigenbehalt oder Kostenerstattung – abgeschlossen hatten. Die gesetzlichen Anbieter gaben an, dass bei Wahltarifen eine bis zu dreijährige Bindungsfrist bestehe. Das Bundesversicherungsamt (BVA) hatte bereits verkündet, dass eine solche Frist nicht zulässig sei.

Nun hat das BVA ein Rundschreiben versandt, um absolute Klarheit auf allen Seiten zu schaffen. Dem Schreiben zufolge gilt auch für Wechselberechtigte mit Wahltarif die neue verkürzte Wartefrist. Angestellte, die ein Jahr lang die Versicherungspflichtgrenze überschritten haben, können ohne Wenn und Aber in die private Krankenversicherung wechseln.

Mitglieder der GKV mit Wahltarifen müssen allerdings eine weitere Frist beachten: Spätestens 14 Tage nach Mitteilung der Krankenkasse über die Austrittsoption muss der Wechsel erfolgen. Kassenpatienten, die dies versäumen, müssen eine freiwillige Mitgliedschaft bei der gesetzlichen Krankenversicherung antreten.