finanzen.de Nachrichten immer gut informiert

Verbraucherschützer warnen

Günstige BU-Tarife können gefährlich sein

Viele Menschen schrecken angesichts der üblichen Gesundheitsprüfung vor dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ab, aus Angst eventuelle Vorerkrankungen könnten die Beitragshöhe erheblich anheben. Einige Tarife bieten jedoch auch Berufsunfähigkeitsschutz ohne Gesundheitsprüfung oder mit nur wenigen gesundheitsfragen an.

Verbraucherschützer warnen nun davor, solche Policen unkritisch in Anspruch zu nehmen. Denn diese könnten sich als Nullnummer entpuppen. Einiger dieser sehr günstigen Policen zahlen beispielsweise erst dann, wenn eine vollständige Berufsunfähigkeit eintritt, man also in keinem Beruf mehr arbeiten könne. Dies geschieht allerdings sehr selten. Eine 50 prozentige Berufsunfähigkeit trete viel öfter auf und wird von den normalen BU-Policen im Regelfall gedeckt. Auch bei der Dauer der prognostizierten Erwerbsunfähigkeit gibt es erhebliche Unterschiede. Einige Versichere verlangen eine Prognose von sechs Monaten, bevor Zahlungen geleistet werden, anderen erwarten mindestens 24 Monate. Versicherte sollten also genau auf die Versicherungsbedingungen achten, bevor sie einen Vertrag unterscheiden. Denn ein günstiger Versicherungsschutz nützt nichts, wenn im Falle einer Berufsunfähigkeit keine Leistungen erfolgen.