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Rente 2043 - Plädoyer für etwas mehr Optimismus.

Die Erwartungen der Deutschen an ihre Altersvorsorge sind niedrig. Und doch. Heute möchte ich mit einem persönliches Geständnis beginnen: Ich freue mich auf 2043. Denn dann gehe ich, wenn alles wie vorgesehen läuft, in Rente. Das stelle ich mir toll vor.

Dann soll es so sein, wie ich es kürzlich bei einem älteren Paar im Einkaufscenter beobachtet habe. Mit aller Zeit der Welt schlenderten sie an der Auslage vorbei, hielten hier und da ein Schwätzchen, kauften da und dort etwas ein und wirkten, bei allem was sie taten, fürchterlich entspannt. Eine Traumvorstellung.

 

Zugegeben: ob ich meine Rente auch so genießen kann, weiß ich nicht. Vielleicht habe ich 2043 nicht einmal genügend Geld für eine warme Wohnung. Wie kürzlich berichtet, glauben 73 Prozent der Deutschen, dass sie im Alter ihren Lebensstandard einschränken müssen. Und noch eine Nachricht ließ aufhorchen: durch sinkende Zinsen soll sich die private Altersvorsorge immer weniger lohnen.

 

Davon lasse ich mich nicht beeinflussen. Ich bleibe Optimist. Die gesetzliche Rente wird wahrscheinlich sinken, daran führt wohl kaum ein Weg vorbei. Aber ich wette, dass sich die Zinsen bis 2043 noch zig mal herauf und wieder herunter bewegen werden. Ich denke, dass man mit einer ausgewogenen Vorsorgestrategie gelassen in die Zukunft schauen kann und seinen Lebensstandard im Alter halten kann. An dieser Strategie arbeite ich, seit ich 2002 mit mehreren Aktienfonds ganz schön auf die Schnauze geflogen bin. Aber ich habe damals etwas Wichtiges gelernt: wo es runter geht, geht es auch wieder aufwärts. Ich glaube fest daran. Und Sie?