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Die private Vorsorge nicht vergessen!

In wirtschaftlich schlechten Zeiten scheuen viele Menschen die Ausgaben für die private Altersvorsorge. Doch man sollte die Entscheidung nicht auf die lange Bank schieben. Schließlich gibt es flexible Angebote, zum Beispiel Riester-Verträge. Damit kann man auch in unsicheren Zeiten für die Rente sparen.

Fast jeder weiß, dass die Aussichten bei der gesetzlichen Rentenversicherung eher schlecht sind. Immer weniger junge Menschen müssen immer mehr Alten die Rente zahlen. Und zwar immer länger, denn die Rentenbezugszeit steigt. Die Menschen leben länger, arbeiten aber kaum länger als früher.

Diese Woche erreichten uns dazu neue Zahlen. Nur etwa die Hälfte der Deutschen könne damit rechnen, als Rentner ihren Lebensstandard zu halten. Besonders die jungen Leute schneiden schlecht ab. Die gesetzliche Rente dürfte bei ihnen gerade einmal 40 Prozent des zuletzt erzielten Bruttoeinkommens ausmachen. Das spricht für harte Einschnitte.

Über die Notwendigkeit privater Vorsorge wird viel geschrieben. Gehandelt wird aber seltener. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherer mitteilt, ist die Zahl der Neuabschlüsse bei Lebensversicherungen 2008 zurück gegangen. 12,5 Prozent weniger Verträge wurden abgeschlossen.

Sogar die staatlich geförderten Produkte sind weniger oft nachgefragt. Wurden 2007 noch 2,1 Millionen neue Riester-Verträge unterschrieben, waren es ein Jahr später nur noch 1,6 Millionen.

Mit Recht weisen die Versicherer darauf hin, dass es aktuell schwierige Zeiten sind, in denen sich die Menschen nur ungern langfristige Verpflichtungen auferlegen. Aber gerade bei den staatlich geförderten Produkten sollte man eher lang- als kurzfristig denken. Schließlich sind die Verträge "Hartz-IV"-sicher, außerdem kann man mit den Beitragszahlungen auch vorübergehend aussetzen. Die Einzahlungen zählen zum Schonvermögen. Es muss nicht aufgebraucht werden, um Arbeitslosengeld II zu erhalten. Mit dieser Form der Vorsorge sollte sich jeder beschäftigen - egal wie schlecht die Zeiten sind.