Durch die Liberalisierung des Strommarkts sollte es für die Verbraucher günstiger werden. Die Strompreise werden kräftig sinken, wenn die Stromanbieter erst einmal im Wettbewerb stehen, hieß es von Politikern immer wieder. Tatsächlich ist der Preis für den privaten Stromverbrauch in den letzten zehn Jahren eher gestiegen.
Das könnte sich ändern, wenn E.on und Vattenfall ihr Leitungsnetz -wie angekündigt- verkaufen. Denn viele Experten sehen im gleichzeitigen Betrieb von Leitungsnetz und Stromgeschäft ein Hindernis für echten Wettbewerb. Es ist das gleiche Problem wie beim Telefon. Wenn die größten Anbieter gleichzeitig die Netze besitzen, kommt es fast zwangsläufig zu Streitigkeiten mit den zumeist kleinen Wettbewerbern.
Die Europäische Kommission verfolgt diese Entwicklung im Strommarkt schon länger kritisch. Sie drängt die großen Konzerne dazu, ihre Netze aufzugeben. Hoffen wir, dass die Regulierer aus Brüssel diesmal das Richtige tun. Denn Strom könnte noch weitaus billiger sein, als er hierzulande angeboten wird.







