Ende Januar wollten uns die Chefs einiger Krankenkassen eine simple Beitragserhöhung um knapp 100 Euro pro Jahr als Heldentat verkaufen. Man präsentierte sich als mutige Vorreiter des Unvermeidbaren. In diesem Jahr würden ohnehin alle gesetzlichen Krankenkassen ihre Beiträge erhöhen. Deshalb lohne es sich auch nicht, die Kasse zu wechseln. Ruhe sei jetzt erste Pflicht der eigenen Mitglieder.
Die Vordenker der Gesundheitsreform wollten das anders: Der Wettbewerb über Preis und Leistung zwischen den Krankenkassen sollte gestärkt werden. Krankenkassen, die gut wirtschaften, können ihren Mitgliedern Geld zurück erstatten. Andere Krankenkassen müssen von ihren Mitgliedern eben Zusatzbeiträge verlangen. Die Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung sollten deshalb gerade jetzt vergleichen und die Krankenkasse wählen, die zu ihnen passt.
Es gibt in Deutschland über 50 Krankenkassen, die bereits versichert haben, 2010 keinen Zusatzbeitrag zu erheben. Deshalb ist jetzt Wechseln erste Bürgerpflicht! Denn nur wenn die Mitglieder der Kassen ihre Möglichkeiten des Wechsels nutzen, kann der Wettbewerb funktionieren.






