Obwohl fast jeder dritte deutsche Bürger die betriebliche Altersvorsorge als eine wichtige Vorsorgeform wahrnimmt, haben nur sehr wenige auch eine solche Police abgeschlossen. Besonders Menschen mit einem geringen Einkommen sind häufig nicht ausreichend über die Vorsorgemöglichkeit einer betrieblichen Altersvorsorge informiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF). Im Auftrag der Hannoverschen befragte das Institut insgesamt 1.014 Deutsche zu ihrer Wahrnehmung und Nutzung der betrieblichen Altersvorsorge. Dabei wurde deutlich, dass insbesondere Geringverdiener ihre Optionen zur Altersvorsorge nicht kennen und nutzen. Weniger als fünf Prozent der befragten Haushalte mit einem Nettoeinkommen unter 1.000 Euro verfügten über eine entsprechende Police, um für das eigene Alter vorzusorgen.
Dabei kann sich die betriebliche Altersvorsorge als eine zusätzliche Absicherung gerade auch für Geringverdiener lohnen. Mit einem geringen oder sogar ohne einen eigenen finanziellen Aufwand bietet ihnen die betriebliche Altersvorsorge die Chance, sich ein Zusatzeinkommen zu der stetig sinkenden gesetzlichen Rentenleistung im Alter zu sichern. Im Rahmen der so genannten Entgeltumwandlung werden die Beiträge für die betriebliche Altersvorsorge unmittelbar vom Bruttogehalt abgezogen, so dass die Sozialabgaben geringer ausfallen. Zudem hat der Arbeitgeber mehrere Möglichkeiten, sich mit einer betrieblichen Altersvorsorge an der Vorsorge seiner Mitarbeiter zu beteiligen. Selbst für Mini-Jobber kann eine betriebliche Altersvorsorge sinnvoll sein: Bei Mehrleistungen können Mini-Jobber den Gegenwert ihrer zusätzlichen Arbeit in eine betriebliche Altersvorsorge investieren. Der Vertrag kann bei späterer Arbeitslosigkeit ruhen und die bereits eingezahlten Beiträge sind sogar vor dem Zugriff des Staates geschützt.







