Demnach wird der Beitrag zum 1. Januar 2013 um 0,1 Prozentpunkte auf 2,05 Prozent angehoben werden. Diese Erhöhung soll Mehreinnahmen von rund 1,14 Milliarden Euro im Jahr 2013 sichern. Das Geld soll vorrangig für verbesserte Leistungen für Demenzkranke verwendet werden. Dabei wird von Experten bezweifelt, dass diese Ausgaben ausreichend seien um eine tatsächlich spürbar bessere Versorgung der zirka 500.000 betroffenen Menschen zu erreichen. Laut dem Stern äußerte sich beispielsweise Eugen Brysch, Chef der Deutschen Hospiz Stiftung kritisch und bezeichnete die Mehreinnahmen als Tropfen auf den heißen Stein.
Langfristig ist die Zukunft der gesetzlichen Pflegeversicherung keineswegs gesichert. Die Rücklagen werden bereits in naher Zukunft aufgebraucht sein. So wird neben den aktuell beschlossenen Änderungen eine weiter gehende Reform immer wieder ins Gespräch gebracht. Die bereits als „Pflege-Riester“ bezeichnete Maßnahme soll vor allem die private Pflegevorsorge unterstützen. Dabei sind sich FDP und Union bisher noch uneinig über die Gestaltung der Förderung. Während Gesundheitsminister Bahr eine direkte staatliche Förderung vorzieht, sieht die Union hier eher eine steuerliche Förderung als den richtigen Weg an.








