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Gestiegene Ausgaben für Gesundheit im Jahr 2010

Die Ausgaben für Gesundheit betrugen im Jahr 2010 rund 287 Milliarden Euro. Das hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitgeteilt. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Ausgabenvolumen damit um 3,2 Prozent.
Gestiegene Ausgaben für Gesundheit im Jahr 2010

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) beliefen sich die Gesundheitsausgaben pro Einwohner im Jahr 2010 auf 3.510 Euro. Damit haben sich Gesamtausgaben für Gesundheit in Deutschland im Vergleich zum Jahr 2009 insgesamt um 3,2 Prozent auf 287,3 Milliarden Euro erhöht. Die meisten Ausgaben verzeichneten die gesetzliche Krankenversicherung, die soziale Pflegeversicherung und die private Krankenversicherung. Aber auch außerhalb der Sicherungssysteme zahlten die deutschen Bürger im Jahr 2010 mehr für ihre Gesundheit: Die privaten Haushalte und Organisationen ohne Erwerbszweck gaben insgesamt 39 Milliarden Euro für Gesundheit aus. Im Schnitt zahlte somit jeder Bürger rund 490 Euro aus der eigenen Tasche.

Die meisten Ausgaben im Gesundheitswesen trug mit 165,5 Milliarden Euro die gesetzliche Krankenversicherung. Der Anteil der gesetzlichen Kranken- und Pflegeabsicherung an den Gesamtausgaben betrug sogar 65 Prozent. Bei der sozialen Pflegeversicherung verzeichnete das Statistische Bundesamt einen Ausgabenanstieg von sechs Prozent, insgesamt entfielen auf diesen Versicherungszweig Ausgaben von 21,5 Milliarden Euro. Bei der privaten Krankenversicherung wurden für das Jahr 2010 Ausgaben in Höhe von 26,8 Milliarden Euro registriert. Destatis zufolge entsprachen die Gesundheitsausgaben des Jahres 2010 insgesamt 11,6 Prozent des deutschen Bruttoinlandproduktes.