Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet, soll die mögliche Erhöhung nur Inlandsbriefe betreffen. Die Post befördert derzeit täglich rund 66 Millionen Inlandssendungen. Dazu zählen auch Postwurfsendungen und Werbebriefe. Dennoch ist die Zahl der Briefsendungen in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. Nicht zuletzt durch den immer größer werdenden Anteil an Email-Sendungen, verliert der klassische Brief an Bedeutung. Eine Portoerhöhung nach 13 Jahren Preisstabilität würde die Lage jedoch kaum weiter verschärfen. Der Post-Finanzvorstand Larry Rosen äußerte sich gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung dahingehend, dass er nicht glaube, eine Preiserhöhung würde die Menschen davon abhalten Briefe zu schreiben.
Post zuversichtlich trotz hoher Nachzahlungen an die Finanzbehörden
Bevor es jedoch zu einer Portoerhöhung kommen kann, muss die Bundesnetzagentur in Bonn diesen Plänen zustimmen. Sie reguliert den Postmarkt und kann gegebenenfalls die Erhöhung verhindern. Bei der Post zeigt man sich jedoch zuversichtlich, auch was die aktuellen Geschäftszahlen anbelangt. So sei die Umwandlung von Postfilialen in Partnerfilialen abgeschlossen. Kunden hätten nun die Möglichkeit vielerorts bei Schreibwarenhändler oder Bäckern sowohl Briefmarken zu erhalten, als auch ihre Postsendungen abzuschicken. Man sei demnach zuversichtlich die Prognosen von 2,5 bis 2,6 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2012 erreichen zu können. Nach dem Ergebnis von 2,4 Milliarden Euro im Vorjahr wäre dies eine Steigerung.
Nachzahlungen in Höhe einer halben Milliarde Euro
Gleichzeitig sieht sich die Post allerdings einer erheblichen finanziellen Belastung gegenüber. So muss das Unternehmen Mehrwertsteuern in Höhe von insgesamt 516 Millionen Euro nachzahlen. Man hat dafür zwar bereits Rücklagen geschaffen. Diese betragen aber nur rund die Hälfte der Forderungen. So wird das operative Geschäft mit rund 180 Millionen Euro durch die Nachzahlungen belastet werden.








