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Milliarden-Reserve: 19 Prozent Rentenbeiträge ab 2013?

268 Millionen Euro – für den Normalbürger eine unwahrscheinlich hohe Geldsumme. Die deutsche gesetzliche Rentenversicherung hat diese Summe im vergangenen Jahr allein an Zinsen eingefahren. Angesichts der Reserven könnte es im nächsten Jahr zu einer Absenkung der Rentenbeiträge kommen.
Milliarden-Reserve: 19 Prozent Rentenbeiträge ab 2013?

Für Arbeitnehmer und freiwillig gesetzlich rentenversicherte Beitragszahler gilt derzeit ein Rentenbeitragssatz von 19,6 Prozent. Arbeitnehmer teilen sich die Beitragszahlung dabei mit dem Arbeitgeber. Aufgrund der guten Arbeitsmarktlage konnte die Rentenversicherung in letzter Zeit erheblich Reserven ansammeln. Bis zum Jahresende werden sich diese auf voraussichtlich 28,8 Milliarden Euro belaufen. Belaufen sich die Rücklagen dabei auf 150 Prozent einer Monatsausgabe, muss der allgemeine Rentenversicherungsbeintrag gesenkt werden. Spätestens dann werden die Reserven wieder schrumpfen.

Lieber mehr Reserven?

Mittlerweile gibt es jedoch einige Stimmen, die sich gegen diese gesetzliche Regelung, aussprechen. So fordern die Gewerkschaften und ein Teil der CDU eine Erhöhung der maximalen Reserven. Denn selbst bei einem Gehalt von 3.000 Euro würde eine Absenkung des Beitrags gerade mal eine monatliche Minderbelastung von 18 Euro bedeuten. Dieser geringe Beitrag helfe dem Einzelnen kaum, könne langfristig als Reserve aber der Allgemeinheit helfen.

Riester Rente ein Erfolg?

Derweil bekräftigte das Bundesarbeitsministerium, dass die staatlich geförderte Riester-Rente ein Erfolgsmodell darstellt. Inzwischen sind es laut neusten Zahlen 15,5 Millionen Riester-Verträge, mit denen vor allem Arbeitnehmer privat für das Alter vorsorgen. Davon ruhen jedoch aufgrund ausstehender Beitragszahlungen momentan 18,5 Prozent der Verträge. Vor allem Gering-Verdiener und Familien können von der Riester-Rente profitieren. Allerdings bemängeln noch immer Kritiker die mangelnde Transparenz vieler Riester Verträge. Der von Ursula von der Leyen versprochen „Beipackzettel“ lässt weiter auf sich warten.