2,75 Euro – mehr Miete pro Quadratmeter und Monat könnten sich ergeben, wenn Sanierungskosten im Rahmen der Herstellung einer besseren Energieeffizienz auf die Mieter umgelegt werden können. Tatsächlich sieht das neue Mietrecht vor, dass 1 Prozent der Sanierungskosten von den Mietern getragen werden sollen. Die sich daraus ergebenden Mehrkosten könnten sich bei einer Familie, die in einer 80 Quadratmeter großen Wohnung lebt, auf 2.640 Euro mehr pro Jahr belaufen.
230 Milliarden Euro – ließen sich laut dem DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) von reichen Bürgern per Zwangsanleihe gewinnen lassen. Dies betreffe alle Einwohner mit einem individuellen Vermögen von mindestens 250.000 Euro (Ehepaare 500.000 Euro). Die Schuldenquote Deutschlands ließe sich so von 83,5 auf 74,5 Prozent absenken. Auch für krisengeschüttelte Länder wie Spanien oder Griechenland wäre dies ein gutes Mittel zur Schuldenreduzierung, da sich so ein guter Teil des Bruttoinlandsproduktes verflüssigen ließe.
8 Prozent – mehr Stromsperrungen aufgrund von Zahlungsproblemen habe es im Jahr 2011 allein in Rheinland-Pfalz gegeben. Das sind 36.800 Haushalte. Auch die Zahl der verschickten Mahnungen habe um 2 Prozent zugenommen. Die Verbraucherzentrale fordert die Bundesregierung auf einen neuen Begriff der Energiearmut zu prägen. Menschen, die nicht mehr mit zehn Prozent ihres Einkommens die anfallenden Energiekosten decken könnten, sollten als energiearm decken, da ihnen ein geregeltes Alltagsleben nicht möglich sei. Die Verbraucherzentrale forderte zudem die Anpassung der Hartz IV-Sätze.
20 Cent – mehr wollte eine Hartz IV-Empfängerin mehr, scheiterte mit ihrer Klage aber vor dem Bundessozialgericht, das sie abwies. Die Frau hatte geklagt, weil ihre Hartz IV-Leistungen falsch gerundet und sie somit 20 Cent zu wenig erhalten habe. Laut Begründung des Bundessozialgerichts rechtfertigen solche Cent-Beiträge aber keine Klage. Seit 2011 würde ohnehin der volle Hartz IV Betrag ausgezahlt, Rundungen sind nicht mehr gestattet.
500.000 Euro – wird das traditionelle Sommerfest im Schloss Bellevue im September dieses Jahres kosten. Anders als in Vorjahren will Bundespräsident Gauck dabei auf Sponsoren verzichten und die Kosten der zweitägigen Feier aus dem Etat des Bundespräsidialamtes bestreiten. Nur Sachspenden seien demnach noch möglich, Finanzspenden hingegen tabu.Die Entscheidung hätte vor allem zeitliche Gründe und stelle keine Grundsatzentscheidung da. Dennoch sehen Konzernlobbyisten in Berlin die Verlautbarung als verheerendes Signal für das Sponsoring.
Zu den Zahlen der vergangenen Woche Zu den Zahlen der nächsten Woche








