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Arbeit macht immer mehr Menschen krank

Wie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) gestern bekannt gegeben hat, stieg die Zahl der bestätigten Berufs­krankheiten im Jahr 2011. Jedoch gab es insgesamt weniger Unfälle am Arbeitsplatz als im Jahr 2010. Dr. Joachim Breuer, DGUV-Hauptgeschäftsführer, bewertet diese Entwicklung positiv.
Arbeit macht immer mehr Menschen krank

Laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung ereigneten sich im Jahr 2011 919.025 Unfälle am Arbeitsplatz. Im Vergleich zu 2010 ist dies ein leichter Rückgang von etwa 35.000 registrierten Unfällen. In Anbetracht der rund 37,5 Millionen erfassten Vollarbeiter der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung passierten statistisch gesehen 24,5 Unfälle pro 1.000 Beschäftigte. Für Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV, zeigen die sinkenden Zahlen, dass die „Unternehmen direkt von Investitionen in den Arbeitsschutz profitieren - zum Beispiel durch geringere Ausfallzeiten oder weniger unfallbedingte Betriebsstörungen.“ Zudem bedeuten weniger Arbeitsunfälle auch, dass die Beitragsbelastung der Wirtschaft durch die Unfallversicherung künftig gering gehalten werden kann.

Anstieg der Berufskrankheiten um 10,7 Prozent

Weniger erfreulich ist jedoch die Zunahme der bestätigen Berufskrankheiten. Eine Berufskrankheit liegt dann vor, wenn eine Krankheit durch die Ausübung des Jobs ausgelöst wird. Für 2011 wurde bei 34.573 Beschäftigten bestätigt, dass ihre Erkrankung in Abhängigkeit zu ihrem Beruf steht. Das ist ein Plus von 10,7 Prozent im Vergleich zu 2010. Am häufigsten handelt es sich dabei um Hauterkrankungen, auch wenn diese durch Mittel der Rehabilitation mittlerweile sehr gut behandelt werden können. Bei 5.407 Versicherten führte die Erkrankung 2011 zu bleibenden gesundheitlichen Schäden, sodass sie erstmals eine Berufskrankheiten-Rente von der gesetzlichen Unfallversicherung bezogen.

Mehr Tote durch die Folgen einer Berufskrankheit

Die Zahl der Personen, die durch eine Berufskrankheit 2011 starben, stieg auf 2.548. Auslöser der meisten Erkrankungen, die zum Tode führten, waren anorganische Stäube, besonders Asbest. Somit verdeutlichen die veröffentlichen Zahlen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, dass zwar die Maßnahmen zum Arbeitsschutz erfolgversprechend sind, da weniger Unfälle am Arbeitsplatz registriert wurden. Trotzdem macht die Arbeit immer mehr Menschen krank oder führt sogar zum Tod. Dort besteht dringender Handlungsbedarf.