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Otto Group gibt ihren Rentnern wieder Arbeit

Mit einer neuen Firma holt der Otto-Konzern seine Pensionäre zurück an die Arbeit. Die starke positive Resonanz der Rentner überrascht Otto selbst, wie das Unternehmen finanzen.de mitteilte. Doch wie viele ehemalige Mitarbeiter können wieder eingestellt werden und für wie lange? Finanzen.de hat nachgefragt.
Otto Group gibt ihren Rentnern wieder Arbeit

Seit 1. Mai 2012 hat Otto ein neues Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen, die Otto Group Senior Expert Consultancy GmbH, gegründet, das nur ehemalige Mitarbeiter des Konzerns beschäftigt, die mittlerweile in Rente sind. Sie sollen durch ihr großes Fachwissen die Lücken im Arbeitsprozess schließen, die sonst durch fehlendes Fachpersonal weiter bestehen würden. Je nach Bedarf und Qualifikation arbeiten die Pensionäre dann projektbezogen oder sind in einer beratenden Funktion tätig. Das hat Vorteile für beide Seiten: Die Pensionäre bessern ihre Rente auf und haben zudem das Gefühl, dass sie weiterhin gebraucht werden. Der Hamburger Konzern profitiert hingegen vom Erfahrungsschatz und Leistungsstandard seiner Rentner.

Erste Rentner freuen sich über Arbeit

Die Otto Group teilte finanzen.de mit, dass im ersten Jahr mit einer Anstellung von 50 bis 60 Pensionären gerechnet wird. Einer der ersten ist Jochen Michalczyk, der im Alter von 69 Jahren wieder bei Otto arbeiten geht. Seit 2006 ist er in Rente und freut sich nun sehr, von Otto angerufen worden zu sein. „Der Anreiz, wieder arbeiten zu gehen, ist nicht das Geld“, sagt Michalczyk. „Vielmehr ist es ein gutes Gefühl, dass ich und mein Wissen wieder gebraucht werden.“ Zudem motiviert ihn die Abwechslung in seinem Rentnerleben, die er durch die Arbeit bekommt.

Besonders Pensionäre ab 65 Jahre können sich bewerben

Die Otto Group konzentriert sich bei der neu gegründeten Pensionärsfirma auf die Rentner zwischen 65 und 75 Jahren. Durch gesetzliche Vorgaben dürfen diese maximal 50 Tage im Jahr arbeiten, ohne Abzüge bei ihrer Rente befürchten zu müssen. Das heißt, die Rentner können nur für ein bis zwei Monate eingestellt werden. Doch auch langfristig werde versucht, dem demografischen Wandel und dem Fachkräftemangel im Unternehmen entgegenzuwirken, teilte Otto mit.

Bildquelle: Otto-Pressebild