Laut Informationen der Ruhr Nachrichten betrug die Zahl der Sozialwohnungen Ende 2010 gerade noch 1.662.147. Diese Zahl nannte das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung auf eine Anfrage der Abgeordneten Caren Lay (Linke). Allgemein fehlen laut dem Deutschen Mieterbund bis zum Jahr 825.000 Mietwohnungen. Schon heute beträgt die Zahl der fehlenden Wohnungen in den zehn größten Städten Deutschlands mehr als 100.000. Diese Wohnungsknappheit wird auch weiter dazu führen, dass bezahlbarer Wohnraum für Geringverdiener immer knapper wird. Der Mieterbund nennt auch junge Familien, Studenten und Menschen, die ihren Wohnort aufgrund eines Jobwechsels ändern als Leidtragende des Wohnungsmangels.
Nötige Maßnahmen gegen Mieterhöhungen gefordert
Aus einer Pressmitteilung des Bundes geht hervor, dass vor allem politischer Handlungsbedarf besteht um die Wohnungsnot zu bekämpfen. Neben neuen Maßnahmen zum sozialen Wohnungsbau seien dies unter anderem auch eine Anpassung der Kappungsgrenze, die Mieterhöhungen reguliert, und stärkere Vorgaben von Seiten der Politik hinsichtlich der Begrenzung von Neuvertragsmieten. Zudem wies der Mieterbund bereits im Juni dieses Jahres darauf hin, dass die Modernisierungen der Gebäude zur Verbesserung der Energieeffizienz nicht vorrangig von den Mietern getragen werden dürfe. Das neue Mietrecht würde jedoch eine Umverteilung der Kosten auf die Mieter gestatten.
Neuer sozialer Wohnungsbau
Derweil kritisierte die Linken-Abgeordnete Lay die Bundesregierung angesichts der aktuellen Zahlen zu den Sozialwohnungen. So würden die Mieten ohne den sozialen Wohnungsbau „ohne Ende“ steigen, daher wäre eine Neuauflage des Wohnungsbaus nötig, um eine neue Wohnungsnot zu verhindern.








