Die Saarbrücker Zeitung beruft sich dabei auf Angaben der Bundesagentur für Arbeit, die den Anteil der dauerhaft auf Hartz 4 angewiesenen Erwerbslosen in Ostdeutschland sogar bei knapp 65 Prozent sieht. Der Prozentsatz in den alten Bundesländern liegt hingegen bei rund 59 Prozent. Zudem sind ähnliche Zahlen auch bei Menschen zu beobachten, die zwar einer Tätigkeit nachgehen, aufgrund ihres geringen Einkommens aber dauerhaft auf eine Aufstockung durch Hartz 4 angewiesen sind. Hier sei ebenfalls ein Anstieg um rund fünf Prozent zu verzeichnen. Gegenüber dem Jahr 2009 gibt es momentan mit 794.000 rund 47.000 Aufstocker mehr.
Weiterbildung einzige Perspektive für Langzeitarbeitslose
Damit stellt die staatliche Grundsicherung für immer mehr Menschen ein Abstellgleis dar. Insbesondere Langzeitarbeitslose benötigen aber zusätzliche Unterstützung, um wieder eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu erhalten. Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken, Sabine Zimmermann kritisierte gegenüber der Zeitung, dass die Zahlen das Versagen der Bundesregierung bei der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit belegt. Da insbesondere unter den Langzeitarbeitslosen rund die Hälfte keinen Berufsabschluss hätten, seine hier Weiterbildungsmaßnahmen notwendig, Perspektiven zu geben.








