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Zahlen der Woche - Unser Wochenrückblick 05.08

Die erste deutsche olympische Medaille am dritten Wettkampftag, bereits über 50 Medaillen sowohl für die USA als auch für China, mehrere neue Weltrekorde, gerade bei den Schwimmern - während der olympischen Spiele schaut die Welt auf ganz andere Zahlen als sonst. Wir haben Ihnen dennoch zusammengefasst, welche Zahlen diese Woche sonst wichtig waren.
Zahlen der Woche - Unser Wochenrückblick 05.08

1.662.147 – Sozialwohnungen ab es Ende 2010 im gesamten Bundesgebiet laut Angaben des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Dabei ist diese Zahl rückläufig, immer weniger günstiger Wohnraum steht Menschen mit einem geringen Einkommen zur Verfügung. Auch allgemein werden Wohnungen gerade in Ballungsgebieten knapp. Allein in den zehn Großstädten Deutschlands fehlen zurzeit 100.000 Wohnungen, Tendenz steigend.

3.000 – Euro stattlichen Zuschuss können Ärzte erhalten, wenn sie an einem Verkaufstraining für die sogenannten IGeL-Leistungen teilnehmen. Diese zum Teil umstrittenen Behandlungs- und Untersuchungsmethoden, werden von den Krankenkassen nicht bezahlt. Patienten müssen daher selbst dafür aufkommen. Da die IGeL-Leistungen aber für viele Ärzte eine wichtige Einnahmequelle darstellen, kommt es nicht selten vor, dass sie empfohlen werden, selbst wenn keine medizinische Notwendigkeit besteht. Das Verkaufsseminar verspricht den Medizinern sogar ein Mehreinkommen von bis zu 70.000 Euro jährlich. Der Zuschuss von 3.000 Euro für die Kosten des Seminars wird aus Steuermitteln subventioniert.

440 Millionen – Dollar Kosten verursachte ein Softwarefehler am Mittwoch an der New Yorker Börse. Beim Installieren einer neuen Handelssoftware war es zu erheblichen Problemen gekommen, so dass mehrere Werte am New York Stock Exchange (NYSE) ausgesetzt werden mussten. Der Finanzdienstleister Knight Capital Group muss sich für den entstandenen Schaden wohl um einen Kredit bemühen, die schlechten Nachrichten sorgten für ein Absacken der Knight-Aktie von rund 75 Prozent.

3 – Jahre Haft sieht ein neuer Gesetzesentwurf als Strafe für gewerbsmäßige Sterbehilfe vor. In dem langen Streit um die Beihilfe zur Selbsttötung ist auch der neue Gesetzesentwurf umstritten. Er sieht neben der neuen Definition des Straftatbestands der kommerziellen Sterbehilfe auch ein erweiterte Straffreiheit für Personen, die dem Sterbewilligen nahe stehen vor. Kritik gibt es von verschiedenen Seiten, einige stehen der Sterbehilfe generell ablehnend gegenüber, andere Gruppen kritisieren am Gesetzesentwurf eine fehlende Genauigkeit und somit mangelnde Rechtssicherheit für Menschen, die Sterbehilfe leisten.

1.100 – Kilometer und somit rund 3 Prozent der Bundesstraßen sind seit Mittwoch für Lkws mautpflichtig. Die Mehreinnahmen von rund 100 Millionen Euro sollen in den Straßenausbau investiert werden. Die Allianz pro Schiene begrüßt die Ausweitung der Mautstrecken. Mehr Güter würden durch die Ausweitung der Maut per Bahn transportiert werden, was der Lärm- und Luftverschmutzung entgegenwirken würde. Kritiker bemängeln hingegen, dass mehr Lkw-Fahrer die Mautstrecken meiden und auf Straßen ausweichen würden, die nicht für diese Nutzung ausgelegt seien. Damit drohe ein Verkehrskollaps.