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Tarifstreik: Flugbegleiter der Lufthansa streiken

Keine guten Nachrichten für Reisende: Zum Ferienende ist ein Streik der knapp 19.000 Mitarbeiter des Kabinenpersonals der Lufthansa nicht mehr abzuwenden. Die Verhandlungen zwischen der Airline und der UFO Gewerkschaft sind gescheitert. Wie die Gewerkschaft mitteilte, ist sie ab sofort im Arbeitskampf.
Tarifstreik: Flugbegleiter der Lufthansa streiken

Urlauber, die zum Ende der Sommerferien nach Deutschland zurückkehren, sollten sich auf massive Einschränkungen beim Flugverkehr durch einen Arbeitskampf der Kabinengewerkschaft UFO einstellen. Rund 19.000 Flugbegleiter hatten bis zuletzt in den Tarifgesprächen mit der Lufthansa fünf Prozent mehr Geld, keine weitere Leiharbeit in Lufthansa-Maschinen und die Beibehaltung des bisherigen Tarifstufensystems gefordert. Ebenso sollten keine Arbeitsplätze in eine geplante Billig-Airline der Fluggesellschaft verlagert werden.

Streik ab sofort

Wie der Ufo-Vorstand Nicoley Baublies in einer Pressekonferenz mitteilte, wird das Kabinenpersonal der Lufthansa ab heute in den Arbeitskampf treten. Jedoch wird frühestens ab morgen gestreikt. Betroffen sind dabei alle Inlandsflüge der Lufthansa, also auch die Flüge ab beispielsweise Frankfurt am Main oder München. Der Streik soll nadelstichartig, das heißt auf einzelnen, unterschiedlichen Strecken geschehen. Auf diese Weise erhofft sich die Gewerkschaft, dass die Unternehmensführung von Lufthansa auf die Forderungen der Flugbegleiter eingeht.

Tarifgespräche nach Frist gescheitert

Wie finanzen.de bereits berichtete, hatte die UFO Gewerkschaft letzte Woche Donnerstag eine fünfttägige Frist zur Einigung im Tarifkonflikt angesetzt, ehe zu Streikmaßnahmen gegriffen wird. In der Nacht zum Dienstag scheiterte nun auch der letzte Versuch einer erfolgreichen Verhandlung. Aufgrund dessen sackten die Aktien der Lufthansa zwischenzeitlich um zwei Prozent ab, ein weiterer Abwärtstrend ist wegen des angekündigten Streiks absehbar.

Flugbegleiter-Streik besser als Kompromiss bei Tarifverhandlung

Bereits seit mehr als einem Jahr gibt es nun schon keine Einigung zwischen Europas größter Fluggesellschaft und ihren Stewardessen und Stewards. Der Aufsichtsratschef der Lufthansa, Jürgen Weber, hatte zuletzt geäußert, den Forderungen von UFO nicht zu weit entgegenzukommen und eher einen Streik in Kauf nehmen zu wollen: „Besser man lässt es zum großen Knall kommen, bevor sich das Unternehmen aus dem Wettbewerb katapultiert", sagte er gegenüber der Zeit Online. Der „große Knall“ ist nun bekommen. Die Frage bleibt trotzdem, wie sich der Streik auf die Wettbewerbsfähigkeit der Fluggesellschaft auswirkt. Die Flugreisenden der Lufthansa werden von den Beeinträchtigungen des Arbeitskampfes sicherlich nicht sonderlich begeistert sein.