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Die Parfümeriekette Douglas steht vor Übernahme

Douglas steht laut Financial Times Deutschland vor einem Verkauf an den Finanzinvestor Advent International. Dieser soll dem Konzern nächste Woche ein Kaufangebot vorlegen, welches dem Investor die Mehrheit an Douglas sichern würde. Die Börse reagierte prompt: Der Kurs der Douglas-Aktie schoss in die Höhe.
Die Parfümeriekette Douglas steht vor Übernahme

Wie die Financial Times Deutschland (FTD) gestern berichtet hat, verhandelt der US-Investor Advent mit zwei Großaktionären von Douglas: zum einen mit der Oetker-Gruppe, die mit 25,81 Prozent mehr als ein Viertel der Douglas-Aktien besitzt, zum anderen mit Erwin Müller, der derzeit 10,81 Prozent innehält mit Option auf weitere 15 Prozent. Wären die Verhandlungen erfolgreich, könnte sich Advent International über 50 Prozent der Anteile an der Douglas-Kette sichern.

Sanierung von Douglas

Mit der Mehrheitsbeteiligung an Douglas käme der Finanzinvestor seinen Umbauplänen näher, die er nicht nur für die Parfümeriesparte plant, sondern auch für die Tochterunternehmen Christ, Thalia, Hussel und AppelrathCüpper. Laut FTD wolle Advent den Douglas-Konzern komplett sanieren, wie er es bereits mit der Modekette Takko und dem Schreibwarenhersteller Herlitz getan hat.

Zerschlagung des Douglas-Konzerns spekuliert

Für die geplante Übernahme von Douglas ist Advent International bereit, für die Aktien von Oetker und der Drogeriekette Müller zwischen 38 und 40 Euro pro Papier zu zahlen. Somit würde die Gesamtinvestition bis zu 1,6 Milliarden Euro betragen. Damit sich das Geschäft auch für den amerikanischen Investor lohnt, gehen Experten von einer Zerschlagung des Unternehmens aus. Daher macht sich Unruhe in der Belegschaft von Douglas breit, wie Verdi berichtet. Für den Handelskonzern arbeiten rund 24.000 Mitarbeiter.

Douglas-Aktie mit Gewinn an der Börse

Die Übernahmegerüchte wurden an der Börse gut aufgenommen. Die Douglas-Aktie legte zum Handelsbeginn gestern um fast 13 Prozent auf 38,10 Euro zu. Am Abend schloss die Aktie mit einem Plus von etwas mehr als 5 Prozent ab. Auch heute ist sie mit leichtem Gewinn in den Tag gestartet.

Rote Zahlen bei Douglas-Tochter Thalia

Ursprünglich hatte die Gründerfamilie Kreke versucht, mithilfe von Finanzinvestoren ihre Anteile an Douglas Houlding aufzustocken, um den Konzern von der Börse nehmen zu können. Somit wäre es einfacher gewesen, die angeschlagene Tochter Thalia ohne Beeinflussungen von Großaktionären zu sanieren. Die Buchkette leidet seit einiger Zeit unter der großen Konkurrenz von Internet-Händlern wie Amazon. Nun hat der Douglas-Vorstandschef Henning Kreke nur noch wenige Optionen: Entweder schließt sich die Familie dem zukünftigen Mehrheitseigentümer Advent an oder sie verkauft ihre Anteile von 12,7 Prozent und trennt sich von Douglas.