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Zuschussrente: Seehofer äußert sich zu von der Leyens Plänen

In die Diskussion um die Zuschussrente kommt keine Ruhe. Nachdem Arbeitsministerin Ursula von der Leyen am letzten Wochenende Zahlen zur Entwicklung der Altersarmut in Deutschland präsentiert hatte, wurden diese Werte und die geplante Zuschussrente an sich kräftig diskutiert.
Zuschussrente: Seehofer äußert sich zu von der Leyens Plänen

Sowohl von der Opposition als auch aus den eigenen Reihen gab es Kritik. Zuletzt äußerte sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel gegen die Pläne des Arbeitsministeriums. Zwar ließ sie durch ihren Sprecher Steffen Seibert ihr Vertrauen in von der Leyen aussprechen. Eine direkte Unterstützung für das Projekt Zuschussrente wurde aber nicht geäußert.

Realistische Zahlen zur Altersarmut?

Die Zuschussrente sieht eine Aufstockung von Niedrigrenten auf bis zu 850 Euro vor und soll vor allem Geringverdienern zu Gute kommen, die trotz Arbeitsleistung, privater Vorsorge und Zahlungen in der Rentenkasse nicht genug Rentenpunkte für eine höhere Rente sammeln konnten und dadurch ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten können. Von der Leyen hatte durch ihr Ministerium Zahlen veröffentlichen lassen, die die Notwendigkeit der Zuschussrente unterstreichen. Demnach käme ein Arbeitnehmer mit einem Durchschnittsverdienst von 2.500 Euro brutto pro Monat nach 35 Arbeitsjahren gerade einmal auf eine Rente in Höhe der heutigen Grundsicherung von 688 Euro im Monat. Von der Leyen war von verschiedenen Seiten dafür kritisiert worden, dass diese Berechnung viele Faktoren außer Acht ließe. So wird die Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 Jahre ebenso ignoriert wie betriebliche und private Vorsorgemaßnahmen.

Zuschussrente hilft nur Geringverdienern

Derweil wird außerdem kritisiert, dass die Zuschussrente nur einem kleinen Teil der Bevölkerung Unterstützung biete und somit nur ein Symptom, nicht aber das Grundproblem bekämpfe. Durch den demografischen Wandel zahlen immer weniger Menschen in die Rentenkasse ein, während die gestiegene Lebenserwartung dafür sorgt, dass Rentner im Schnitt länger Leistungen erhalten. Die Rente mit 67 wurde zu diesem Jahr bereits durchgesetzt, um das Problem anzugehen. Allerdings wird auch dies langfristig nicht ausreichen, die gesetzliche Rentenversicherung zu stabilisieren.

Seehofer will eigene Vorschläge einbringen

Gegenüber der Süddeutschen Zeitung äußerte sich CSU-Chef Horst Seehofer derweil eindringlich bezüglich einer baldigen Lösung der Rentenproblematik. Er will mit der CSU in den nächsten Wochen eigene Lösungsvorschläge anbieten, da auch er die Zuschussrente für ungeeignet hält. Vor allem hinsichtlich der kommenden Bundestagswahl sei es jedoch angebracht, eine schnelle Lösung zu finden, damit die Rententhematik nicht Teil des Wahlkampfs wird.

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