Wie finanzen.de bereits im Juli dieses Jahres berichtet hat, erwägt die Deutsche Post schon länger eine Preiserhöhung bei den zirka 66 Millionen Inlandsbriefen pro Tag. Allerdings sollen nun nur Standard- und Maxibriefe von der Erhöhung betroffen sein, Kompakt- und Großbriefe sowie Postkarten sollen mit dem bisherigen Porto weiter verschickt werden können. Die Zahl der Briefsendungen ist im letzten Jahrzehnt vor allem aufgrund von Emailsendungen kontinuierlich gesunken.
Höhere Kosten für die Post macht Erhöhung notwendig
Die Post begründet die Erhöhung mit den gestiegenen Kosten und der besseren Qualitätssicherung. Gegenüber der Bild äußerte sich Post-Vorstandschef Frank Appel dahingehend, dass gerade in den letzten 15 Jahren die Kosten sowohl des Transports als auch für das Personal stark angestiegen sind. Wenn man sowohl eine hohe Qualität weiterhin sichern als auch die Mitarbeiter bezahlen möchte, müsse man „diesen Schritt gehen“. Die Deutsche Post zahlt so seit April 2012 vier Prozent mehr Lohn an die zirka 130.000 Angestellten.
Mehr Porto auch bei Auslandsbriefen
Anders als noch im Juli diskutiert, sollen nun auch Sendungen ins internationale Ausland sowie Bücher- und Warensendungen teurer werden. Hier ist beispielsweise eine Erhöhung für den internationalen Kompaktbrief bis zu einem Gewicht von 50 Gramm von jetzt 1,45 Euro auf 1,50 Euro ab Anfang 2013 geplant. Die Erhöhung soll bei insgesamt 2,8 Prozent des jetzigen Preisniveaus liegen. Das Produkt Infobrief, mit dem Unternehmen bisher vor allem Werbesendungen an Kunden gesendet haben, soll ganz wegfallen.
Mehrwertsteuernachzahlungen belasten Unternehmen
Obwohl die Deutsche Post in diesem Jahr gute Zahlen vorweisen konnte und auch die Gewinnziele erreicht hatte, war das Unternehmen auch erheblichen finanziellen Belastungen ausgesetzt. So musste die Post Mehrwertsteuern nachzahlen in einer Höhe von insgesamt 516 Millionen Euro. Das operative Geschäft wurde davon mit 180 Millionen Euro belastet.








