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Oktoberfest 2012 in München – Gesund durch die Wiesn kommen

Das Oktoberfest 2012 hat begonnen. Seit dem 22. September feiern die Dirndl- und Lederhosen-Träger wieder auf der Wiesn in München. Noch bis zum 7. Oktober 2012 können die Oktoberfest-Besucher eine Maß Bier nach der anderen trinken, Brathendl und Schweinsbraten genießen. Aber wie gesund ist die Wiesn?
Oktoberfest 2012 in München – Gesund durch die Wiesn kommen

Der Stress beginnt schon bei der Suche nach einer Unterkunft während des Oktoberfests. Die meisten Hotels in München sind schon seit langem ausgebucht, einige teure Zimmer bleiben den Feierwilligen noch. Wer auf sämtlichen Luxus während der Wiesn verzichtet, kann jedoch noch in einer Jugendherberge unterkommen. Oder die Nacht wird zum Tag gemacht und während der fröhlichen Schunkelei in einem der 14 großen Bierzelte findet sich jemand, der einen Schlafplatz in München anzubieten hat.

Wartezeiten auf dem Oktoberfest einplanen

Wenn für die Unterkunft und auch die passende Bekleidung – Dirndl und Lederhosen, die jeweils um die 100 Euro kosten, sind nicht nur für Bayern auf dem Oktoberfest Pflicht – gesorgt ist, kann es losgehen. Um dem Geschiebe und Gedränge auf den Wiesn zu entgehen, sollte der Besuch möglichst früh starten, schließlich drängen in den 2 Wochen insgesamt 7 Millionen Besucher auf das Fest. Damit Sie noch einem Platz in einem der beliebten Bierzelte wie dem Hippodrom bekommen, empfehlen die Wiesn-Betreiber, dass Sie sich bis 14.30 Uhr, am Wochenende auch schon vormittags, am Zelt anstellen. Mit langen Wartezeiten von zwei bis vier Stunden muss immer gerechnet werden, um endlich die erste Maß Bier zu bekommen. Apropos Wartezeiten: Die Schlange vor der Toilette ist ein weiterer Ort, für die sich insbesondere Frauen viel Zeit nehmen müssen. Das lange Stehen kann sich bei einigen negativ auf den Kreislauf auswirken.

Ein Maß Bier für 9,50 Euro = 500 Kalorien

Ist der Sitzplatz im Bierzelt einmal gesichert, kann das Oktoberfest wirklich losgehen. Eine Maß Bier kostet 2012 mittlerweile 9,50 Euro. Mit jedem Krug nehmen die Wiesn-Besucher durchschnittlich 500 Kalorien zu, ein halbes Hendl bringt es auf 700 Kalorien und der Schweinsbraten hat 570 Kalorien. Selbst eine Brezel kann nicht ohne schlechtes Gewissen verputzt werden, ganze 284 Kalorien werden mit ihr zugenommen. Damit ist der Tagesbedarf einer erwachsenen Frau gedeckt. Männer kommen alleine mit 4 Maß und einem Scheinsbraten auf ihre empfohlene Tagesdosis. Doch das Oktoberfest bietet ausreichend Möglichkeiten, die Kalorien wieder zu verbrennen. 47 Kalorien schwinden bei 15-minütigen Maßkrugstemmen, 35 sind es beim viertelstündigen Schunkeln. Und auch die vielen Fahrgeschäfte und der Weg über die Wiesn dorthin helfen dabei, die eine oder andere Maß wieder abzutrainieren.

Mögliche gesundheitliche Schäden durch die Wiesn

Auf dem Oktoberfest herrscht Rauchverbot in den Bierzelten. Doch viele Wiesn-Besucher halten sich nicht daran und rauchen heimlich. So wird nicht nur die Lunge während des Festes in Mitleidenschaft gezogen, auch die Leber kann durch übermäßigen Alkoholkonsum geschädigt werden. Zudem nehmen die Gehirnzellen zu viele Maß nicht gut auf, jeder Rauschzustand soll zu einer allmählichen Schrumpfung des Gehirns beitragen. Und die Ohren? Die müssen sich nach 18 Uhr auf laute Musik einstellen, bis dahin ist die Musiklaustärke im Bierzelt auf 85 Dezibel beschränkt – das entspricht immer noch dem Lärm einer Hauptverkehrsstraße.

Diebstähle, Schlägereien und Fundbüro - Wie gefährlich ist das Oktoberfest?

Über 1.500 Sanitäter sorgen sich um das gesundheitliche Wohl der Wiesn-Besucher. Mehr als 300 Polizisten sind zudem für die Sicherheit zuständig und versuchen, die Zahl der Diebstähle in diesem Jahr einzudämmen. 2011 wurden 75 Taschendiebe festgenommen. Gerade im Gemenge haben sie leichtes Spiel, also sollten Wertsachen gut aufbewahrt werden. Die Mitnahme von Bierkrügen wird übrigens auch als Diebstahl gewertet. Andere Dinge, die nicht geklaut, sondern auf dem Oktoberfest verloren wurden, können im besten Fall im Fundbüro der Wiesn abgeholt werden. Jährlich landen dort über 4.000 Fundstücke, darunter Jacken, Handys, Brillen und auch Zahnprothesen. Gemessen an den 7 Millionen Besuchern sind diese Zahlen sehr gering. In der Regel kann man das Oktoberfest also unbeschwert genießen.

Oktoberfest 2012 genießen

Damit die Wiesn-Besucher gesund nach Hause kommen, empfiehlt es sich, sämtlichen Konflikten aus dem Weg zu gehen. Viele sind zu später Stunde stark alkoholisiert und schnell gewaltbereit, wie die Polizei-Statistik aus dem letzten Jahr zeigt: 2.175 Mal mussten Polizisten ausrücken und eingreifen, 58 Maßkrug-Schlägereien wurden gezählt. Auch wenn der Spaß auf dem Oktoberfest im Vordergrund steht, sollten die Feierwilligen ihre Gesundheit dabei nicht vergessen.