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Riester-Rente immer unbeliebter - Die private Altersvorsorge lässt nach

Die Finanzkrise hat Einfluss auf viele Lebensbereiche, inzwischen zeichnet sich auch ein Tief bei der privaten Altersvorsorge ab. Obwohl angesichts der sinkenden Renten die selbständige Vorsorge immer wichtiger wird, um einer Altersarmut vorzubeugen, verkaufen sich Altersvorsorgeverträge immer schlechter.
Riester-Rente immer unbeliebter - Die private Altersvorsorge lässt nach

Die private Altersvorsorge ist zu kompliziert, zu teuer und meist lässt sich nur schwer sagen, wie viel Geld sie im Alter wirklich bringt. Diese Bedenken haben sehr viele Bürger und verzichten daher auch Vorsorgeformen wie die betriebliche Altersvorsorge, Lebens- oder Rentenversicherungen. Auch bei der umstrittenen, aber vom Staat durch Zulagen geförderten Riester Rente sind viele Verbraucher skeptisch. Hinzu kommen Skandale bei einzelnen Versicherungsunternehmen, wie beispielsweise der Sexskandal der Ergo.

Viel Ablehnung, wenig Zustimmung

Angesichts dieser Faktoren ist es kaum verwunderlich, dass laut einer aktuellen Allensbach-Studie, die von der Postbank in Auftrag gegeben wurde, immerhin 42 Prozent der Bundesbürger die private Altersvorsorge ablehnen. Dies ist seit 2003 der höchste Stand an Ablehnung. Nur ein Viertel der Befragten sehen so in der Riester Rente die ideale Form der Altersvorsorge. Vor fünf Jahren hatte die staatlich geförderte Vorsorge noch einen Zuspruch von 32 Prozent. Im  Zeitraum zwischen April und Juni dieses Jahres gab es so nur einen Zuwachs von 2.000 Riester-Verträgen, so berichtet die Financial Times Deutschland.

Es fehlt an Vertrauen

Insbesondere die Ergo-Versicherung machte hierbei nicht nur mit Sexskandalen negative Schlagzeilen. So wurden Riester-Sparer im Jahr 2005 mit Kosten von 16,5 Prozent belastet – statt mit nur 12,5 Prozent, wie die Verträge eigentlich auszeichneten. Hierdurch wurde das Vertrauen vieler Menschen in die Riester-Vorsorge erschüttert. Generell sind viele Riester-Verträge mit zu hohen Kosten verbunden, auch die Finanztest hat dies in mehreren Tests beanstandet. Zuletzt konnten in einem Test immerhin fünf Angebote mit der Testnote „gut“ überzeugen.

Private Altersvorsorge dringend notwendig

Dennoch ist der gesamte Markt von der Flaute bei Altersvorsorgeverträgen betroffen, nicht nur die Riester-Rente wird skeptisch betrachtet. Dabei versucht die Politik die Bürger weiter zur privaten Vorsorge zu bewegen. Denn egal welche Rentenreformen in den nächsten Jahren durchgesetzt werden, fest steht: Die gesetzliche Rentenversicherung kann auf Dauer den Rentnern nicht mehr genügend Leistungen bieten, damit alle ihren Lebensstandard auch im Alter erhalten können. Die private Altersvorsorge, egal in welcher Form, wird daher für immer mehr Menschen notwendig, um auch im Alter finanziell unabhängig zu bleiben.

 

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