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Rentenerhöhung: Ab dem 1. Juli 2013 gibt es mehr Rente

Ab dem 1. Juli 2013 erhöhen sich die Renten für Millionen von Rentnern in Deutschland. Während sich die Senioren im Osten über eine deutliche Rentenerhöhung freuen können, bleibt das Plus im Westen gering. Indes könnte der Rentenbeitrag 2014 aufgrund der guten Finanzlage in der gesetzlichen Rentenversicherung erneut sinken.

Lange mussten die deutschen Rentner warten, nun ist es soweit. Zum 1. Juli 2013 steigen die Renten. Bereits im Vorfeld wurde spekuliert, dass das Altersgeld in diesem Jahr deutlich angepasst wird. Mitte März 2013 verkündete Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) dann die aktuellen Zahlen zur Rentenerhöhung 2013. Ab Juli bekommen die Rentner in den neuen Bundesländern 3,29 Prozent mehr Rente. In den alten Bundesländern fällt die Rentenanpassung wesentlich geringer aus. Hier steigen die Renten nur um 0,25 Prozent. Von der Leyen erklärte die deutlichen Unterschiede mit einer besseren Lohn- und Gehaltsentwicklung im Osten 2011 und rentensenkenden Verrechnungen aus den Vorjahren, die sich negativ auf die Rentenerhöhung im Westen ausgewirkt haben.

Informationen zur Rentenerhöhung 2015 gibt es im Artikel: Rentenbeitrag bleibt stabil

Rentenerhöhung 2013, 2014, 2015 und 2016

Den Zahlen eines Berichts der Deutschen Rentenversicherung zufolge wird das Altersgeld der West-Rentner erst ab dem 1. Juli 2014 deutlich steigen. Den Berechnungen nach könnten sich die Renten 2014 um mehr als zwei Prozent, 2015 sogar um mehr als 2,5 Prozent erhöhen. Auch für 2016 sieht der Bericht eine Rentenerhöhung von mehr als zwei Prozent vor. Auch in den neuen Bundesländern sind deutliche Rentenerhöhungen in den kommenden Jahren vorgesehen. Bis 2016 könnten die Renten dem Bericht zufolge insgesamt um mehr als elf Prozent steigen. Diese Zahlen sind jedoch unter Vorbehalt zu betrachten, denn die Berechnung der Rente ist kompliziert. Zu viele Faktoren können sich noch – positiv oder negativ – auf die Rentenentwicklung auswirken.

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Sinkt der Rentenbeitrag 2014 auf 18,7 Prozent?

Indes könnte die gute finanzielle Lage in der gesetzlichen Rentenversicherung dazu führen, dass der Rentenbeitrag 2014 zum dritten Mal in Folge gesenkt wird. Zwar kann die genaue Höhe des Rentenversicherungsbeitrags erst im Herbst bestimmt werden, wenn genaue Zahlen vorliegen. Doch aus Regierungskreisen, die sich auf die Haushaltsvorlage von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) berufen, geht hervor, dass die Regierung fest von einer Senkung ausgeht. Gesetzlich ist vorgeschrieben, dass der Rentenbeitrag reduziert werden muss, wenn die Rücklagen in der Rentenkasse das 1,5-fache der Monatsausgaben übersteigen. Derzeit steht ein Rentenbeitrag für 2014 von 18,7 Prozent in der Diskussion.

Mütterrente vs. sinkender Rentenbeitrag 2014

Doch nicht nur die Schätzergebnisse im Herbst 2013 sind für die Höhe des Beitrags entscheidend. Auch die Bundestagswahl im September kann sich auf den Rentenbeitrag 2014 auswirken. Denn sollten CDU/CSU wiedergewählt werden, dann soll laut dem CDU Wahlprogramm 2013 bereits im kommenden Jahr die Mütterrente eingeführt werden. Diese sieht eine bessere Anerkennung der Kindererziehungszeiten von Müttern beziehungsweise Väter vor, deren Kinder vor 1992 geboren wurden. Dadurch könnten sich die Renten der Betroffenen deutlich verbessern. Dieses milliardenschwere Vorhaben soll vor allem über die gesetzliche Rentenversicherung finanziert werden. Kritiker bemängeln, dass so mit einer höheren Belastung für die Rentenversicherten zu rechnen ist und der Rentenbeitrag langfristig angehoben werden müsste. Wie sich der Rentenbeitrag 2014 entwickeln wird, kann demnach bisher nur spekuliert werden.