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Steuerbescheid 2013: Einspruch bei Fehlern erheben

Wer bei einem fehlerhaften Steuerbescheid Einspruch erheben möchte, sollte jetzt möglichst schnell handeln. Nach Erhalt des Steuerbescheids hat man genau vier Wochen Zeit, um das Finanzamt auf eine falsche Berechnung hinzuweisen. Wer rechtzeitig nachhakt, erhält möglicherweise sogar noch eine Nachzahlung.
Gegen einen fehlerhaften Steuerbescheid kann vier Wochen lang Einspruch eingelegt werden
Steuerpflichtige sollten 2013 ihren Steuerbescheid auf Fehler überprüfen.

Steuerzahler sollten ihre Post vom Finanzamt in diesem Jahr genau kontrollieren und bei einem fehlerhaften Steuerbescheid Einspruch erheben. Experten gehen davon aus, dass fast jeder dritte Steuerbescheid falsch berechnet wird. Häufige Gründe sind Zahlendreher und fehlerhaft übertragene Daten. Wer seinen Steuerbescheid 2013 überprüft und einen Fehler findet, kann beim Finanzamt Einspruch einlegen. Hierbei müssen jedoch Form und Frist beachtet werden.

Steuerbescheid: Einspruch bei Fehlern geltend machen

Wenn in diesen Tagen der Steuerbescheid ins Haus flattert, freuen sich viele Steuerzahler über eine Nachzahlung. Viele Steuerbescheide für das letzte Jahr enthalten jedoch Fehler, warnen die Lohnsteuerhilfevereine. Für viele Steuerpflichtige lohnt es sich aus diesem Grund, den eigenen Bescheid zu überprüfen und noch einmal nachzurechnen. Verbraucherschützer empfehlen, in einem ersten Schritt die Daten auf dem Steuerbescheid mit den zuvor eingereichten Daten in der Steuererklärung abzugleichen. Fehlerhafte Angaben zum Beispiel bei der Steuerklasse, der Anzahl der Kinder oder dem Familienstand können auf diese Weise schnell entdeckt werden. Doch auch andere Fehlerquellen können für eine falsch berechnete Steuerschuld in Frage kommen.

Steuerbescheid 2013: Fehler durch elektronische Datenübertragung

Arbeitgeber, Krankenversicherungen, Rentenkassen und andere Stellen übermitteln die für den Fiskus relevanten Daten eines Steuerpflichtigen seit einiger Zeit elektronisch an die Finanzämter. "Nicht immer sind die gespeicherten Daten richtig", erklärte Uwe Rauhöft vom Neuen Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) vor Kurzem gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Problematisch sei hierbei, dass die Finanzämter die fehlerhaften Daten dennoch übernehmen und für betroffene Steuerzahler in der Folge eine falsche Steuerschuld errechnen. Besonders häufig kommt es laut den Lohnsteuerhilfevereinen auch bei jahresübergreifenden Zahlungen etwa von der Elterngeldstelle oder der Arbeitsagentur zu Übertragungsfehlern.

Steuerbescheid: Einspruch innerhalb von vier Wochen

Wer auf dem Steuerbescheid Fehler entdeckt und meint, dass ihm eigentlich eine höhere Nachzahlung zusteht, der sollte sich schnellstmöglich mit dem zuständigen Finanzamt in Verbindung setzen. Einwände werden innerhalb einer vierwöchigen Frist nach Zugang des Steuerbescheids berücksichtigt. Ein Anruf genügt hier allerdings nicht, vielmehr muss der Einspruch in schriftlicher Form eingelegt werden. Ein kurzer Hinweis an den Finanzbeamten, wo genau der Fehler liegt, kann zu einer schnelleren Korrektur des Steuerbescheids führen. Falls der Steuerpflichtige zum Beispiel herausgefunden hat, dass seine Krankenkasse fehlerhafte Daten an das Finanzamt gemeldet hat, hilft auch dort ein kurzer Anruf.

Steuerbescheid: Dauer der Bearbeitung

In der Regel dauert die Bearbeitung der Steuererklärung fünf bis acht Wochen. Je nach Auslastung der Ämter kann es zu regionalen Unterschieden bei der Bearbeitungsdauer kommen. Die Finanzämter bearbeiten die Erklärungen in der Reihenfolge ihres Eingangs, so dass zuerst eingegangene Steuererklärungen auch zuerst bearbeitet werden. Einzige Ausnahme: Steuerpflichtige, die ihre Erklärung elektronisch per ELSTER eingereicht haben, werden bevorzugt behandelt. Wer drei Monate nach Abgabe seiner Steuererklärung noch keinen Steuerbescheid erhalten hat, sollte den Lohnsteuerhilfevereinen zufolge beim zuständigen Finanzamt nachhaken. Dauert die Bearbeitung länger als sechs Monate, dann darf die Bearbeitung der Steuererklärung auch angemahnt werden.