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Mütterrente ab 2014: Bleibt es bei der Rentenerhöhung für ältere Mütter?

Noch im Juli hatte CDU/CSU-Fraktionschef Kauder zugesagt, dass die Mütterrente ab 1. Januar 2014 kommt – doch nur, wenn Schwarz-Gelb weiterregiert. Nach der Bundestagswahl ist die bessere Anerkennung der Kindererziehungszeiten älterer Mütter nun ungewiss. Doch es besteht Hoffnung auf eine Rentenerhöhung, denn die SPD hatte sich zuletzt kompromissbereit gezeigt.
Mütterrente ab 2014: Bleibt es bei der Rentenerhöhung für ältere Mütter?
Die Mütterrente sollte im Januar 2014 eingeführt werden

28 Euro (West) beziehungsweise 25 Euro (Ost) mehr Rente pro Monat und Kind: Mit der Mütterrente sollen die Kindererziehungszeiten von Frauen, deren Kinder vor 1992 geboren worden sind, bei der Rentenberechnung besser anerkannt werden. Zwar würden die betroffenen Mütter immer noch weniger Rente erhalten als Frauen, deren Kinder ab 1992 zur Welt gekommen sind. Doch mit der Einführung der Mütterrente würde die Regierung einen Schritt in Richtung Bekämpfung der Altersarmut gehen. Noch vor der Bundestagswahl hieß es vonseiten der CDU/CSU, die Mütterrente kommt ab dem 1. Januar 2014.

Nach der Bundestagswahl: Wann kommt die Mütterrente?

Zuletzt hatte der Unions-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder die Rentenerhöhung für ältere Mütter ab 2014 bestätigt. Allerdings galt dabei die Voraussetzung, dass dazu die schwarz-gelbe Koalition weiterregieren muss. Da es die FDP nicht in den Bundestag geschafft hat, liegt es nun an den Koalitionsverhandlungen, ob die Mütterrente eingeführt wird. Immerhin ist sie eines der zentralen Wahlversprechen, die Angela Merkel gegeben hat. Hoffnung besteht bei einem Bündnis zwischen CDU/CSU und SPD. Denn schon vor der Bundestagswahl bot die SPD der Union an, die Mütterrente umzusetzen.

Bisherige Rentenpläne der Union wurden nicht umgesetzt

Bis zu einer Entscheidung, ob und wann die Mütterrente eingeführt wird, müssen Verbraucher noch einige Wochen warten. Zunächst müssen die Koalitionsverhandlungen abgewartet werden. Doch auch danach bleibt ungewiss, ob die Kanzlerin ihr Versprechen wirklich erfüllt. Die schwarz-gelbe Regierung hat in den letzten vier Jahren diverse Rentenpläne immer wieder verschoben. Es wurden weder eine Rentenaufstockung für Geringverdiener (Lebensleistungsrente) noch bessere Hinzuverdienstmöglichkeiten für Rentner (Kombi-Rente) umgesetzt. Bei der Rentenpolitik besteht daher einiger Nachholbedarf.

Wer sich nicht allein auf seine gesetzliche Rente und somit auf politische Entscheidungen verlassen will, sollte sich um seine private Altersvorsorge kümmern. Im Internet können sich Verbraucher umfassend zu den verschiedenen Möglichkeiten informieren. Interessierte können zudem hier direkt eine kostenlose und unverbindliche Beratung zur Altersvorsorge anfordern.

Rentenerhöhung für ältere Mütter ungewiss

Die Sozialdemokraten werden zustimmen, dass eine bessere Anerkennung der Kindererziehungszeiten von älteren Müttern notwendig ist. Bei den Koalitionsverhandlungen könnte jedoch die Finanzierung der Mütterrente ein potenzielles Problem darstellen. Die CDU will diese über die Rentenkasse und nicht über Steuern finanzieren. Derzeit verfügt die gesetzliche Rentenversicherung über Reserven in Höhe von mehr als 28 Milliarden Euro. Die rund 6,5 Milliarden Euro, die die Mütterrente jährlich kosten würde, wären so gedeckt. Auch ein geringerer Rentenbeitrag wäre mit diesem finanziellen Polster denkbar. Ob beide Optionen jedoch umgesetzt werden, ist fraglich.

Kritik an der Finanzierung der Mütterrente

Kritiker befürchten, dass die Finanzierung über die Rentenkasse künftig zu einer höheren finanziellen Belastung der Rentenversicherten führt. Abhängig von der konjunkturellen Entwicklung könnten die Reserven der gesetzlichen Krankenversicherung schnell schmelzen. Wenn es bei den jetzigen Plänen bleibt, müsste der Rentenbeitrag steigen, um die Kosten für die Mütterrente zu decken. Diese würden sich ohnehin in den nächsten Jahren erhöhen, sagen Experten. Bis zu zehn Milliarden Euro im Jahr könnte die Rentenanpassung in Zukunft kosten.