finanzen.de Nachrichten immer gut informiert

Rentenerhöhung 2014: Zwei Prozent mehr Rente ab Juli 2014

Nachdem die Rentenerhöhung in diesem Jahr besonders für die Rentner in den alten Bundesländern enttäuschend ausfiel, sollen die Renten nun zum 1. Juli 2014 deutlich steigen. Sowohl im Westen als auch im Osten steht ein Plus von mehr als zwei Prozent an. Die Zahlen sind allerdings nur eine vorläufige Schätzung.
Rentenerhöhung 2014: Im Westen steigen Renten geringer als im Osten
Rentenerhöhung 2014: Rentner können mit Plus von 2 Prozent rechnen

Sie und weitere rund 20 Millionen Rentner in Deutschland können sich 2014 auf eine deutliche Rentenerhöhung einstellen. Vor allem wenn Sie in Westdeutschland leben, werden Sie sich über die Rentenanhebung freuen. Während Ihre Rente in diesem Jahr nur um 0,25 Prozent erhöht wurde, könnte das Altersgeld 2014 um 2,13 Prozent steigen. Diese Prognose steht im neuen Rentenversicherungsbericht, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. In Ostdeutschland steht eine Erhöhung von 2,25 Prozent an. In diesem Jahr stiegen die Renten dort noch um 3,29 Prozent.

Auch wenn eine Rentenerhöhung von zwei Prozent gut klingt: Durch die Inflation wird sie sich kaum in Ihrem Geldbeutel bemerkbar machen. Für Sie wird es so immer wichtiger, sich vor finanziellen Risiken im Alter zu schützen, damit wenigstens etwas von Ihrer Rente übrig bleibt. Vor allem das Risiko, zum Pflegefall zu werden, dürfen Sie nicht unterschätzen. Mit einer privaten Pflegeversicherung können Sie sich jedoch gut vor den Kosten schützen.

Update 20. März 2014: Die Rentenerhöhung 2014 wurde nun vom Bundesarbeitsministerium offiziell bekannt gegeben.

Rentenerhöhung 2014: Plus von mehr als zwei Prozent möglich

Die Zahlen zur Rentenerhöhung 2014 sind nur eine vorläufige Schätzung. Erst im März nächsten Jahres wissen Sie konkret, wie stark die Rentenanpassung ausfallen wird. Die positive Entwicklung der Rente hat sich bereits im Rentenversicherungsbericht aus dem letzten Jahr angekündigt. Die Experten gingen zum damaligen Zeitpunkt noch von einer Rentensteigerung von 2,33 Prozent im Westen und von 2,4 Prozent im Osten aus. Da sich die Zahlen im Vergleich zum aktuellen Bericht kaum verändert haben, besteht Hoffnung, dass Ihre Rente im nächsten Jahr tatsächlich um gut zwei Prozent steigen wird.

Rentenerhöhung 2014 im Osten höher als im Westen

Obwohl die Renten auch 2014 in den neuen Bundesländern stärker steigen werden als in den alten, ist die Angleichung des Rentenwerts zwischen Ost und West in den letzten Jahren kaum vorangekommen. Ein Rentenpunkt ist in den alten Bundesländern 28,14 Euro wert – Ostrentner erhalten mit 25,74 Euro hingegen deutlich weniger. Diese Zahlen dürfte die Diskussion bei den aktuellen Koalitionsverhandlungen um eine Ost-West-Rentenangleichung weiter anheizen. Die SPD hat sich wiederholt für eine schnelle Angleichung ausgesprochen.

Rentenbericht schreibt Senkung des Rentenbeitrags vor

Laut dem Rentenbericht müsste im kommenden Jahr zudem der Rentenbeitrag von derzeit 18,9 Prozent auf 18,3 Prozent gesenkt werden. Union und SPD erwägen jedoch, die Beitragssenkung durch eine Gesetzesänderung auszusetzen. Die Rücklagen der Rentenkasse sollen sich Ende des Jahres auf rund 31 Milliarden Euro belaufen. Mit diesem Geld könnte die neue Regierung ein zentrales Wahlversprechen der Union umsetzen: die Einführung der Mütterrente. Ob die Rentenanpassung für ältere Mütter – von der Welt auch als Omi-Rente bezeichnet – über die gesetzliche Rentenversicherung finanziert wird, könnte sich bereits in der kommenden Woche entscheiden. Dann wollen sich CSU/CDU und SPD erneut mit dem Thema Rente auseinandersetzen.

Update 19. März 2014: Die Mütterrente wird über die Rentenkasse finanziert. Zudem bleibt der Rentenbeitrag stabil bei 18,9 Prozent. Diese Entwicklung wird sich negativ auf den Rentenerhöhung 2015 auswirken.