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News der Woche: 3 neureiche Amis, 15 Jahre Wikipedia-Fails und Öl-Spottpreise

Diese Woche war geprägt von vielen unterschiedlichen Emotionen wie der Hysterie über den milliardenschweren US-Lottojackpot und der Verwunderung über die grotesken Folgen des niedrigen Ölpreises. Daneben feierten Wikipedia und die Grüne Woche Geburtstag, doch nur einer der beiden hat wirklich Grund zum Feiern.
US Lotto Jackpot geknackt: 3 Spieler teilen sich 1500 Millionen Dollar
Gleich drei Spieler haben den Rekord Lotto-Jackpot in den USA geknackt

6 Nummern zum Glück – US-Lottojackpot platzt aus allen Nähten

Es soll wahrscheinlicher sein, eines Tages US-Präsident zu werden, durch einen Hai-Angriff zu sterben oder zum Filmstar aufzusteigen – doch gleich drei Lottospieler in den USA haben es geschafft. Bei einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 292 Millionen tippten sie auf die richtigen Zahlen beim hiesigen Lotto, der Powerball, und räumten gemeinsam den Rekordjackpot von 1,58 Milliarden Dollar ab. Jedem Gewinner stehen so über 500 Millionen Dollar zu. Auch wenn der neue Gewinntopf mit geschätzten 40 Millionen Dollar schon wieder gut gefüllt ist, setzen die drei Glücklichen aus Tennessee, Kalifornien und Florida dem Hype um den Monster-Jackpot nun ein Ende.

Freud und Leid: Ölpreis weiter im Sinkflug

Nicht einmal mehr 30 Dollar kostete ein Barrel Rohöl (159 Liter) diese Woche. Dies lässt zwar Autofahrer an der Zapfsäule jubeln, doch für Staaten, die besonders vom Ölgeschäft abhängen, ist diese Entwicklung alles andere als erfreulich. Auch Umweltschützer beobachten den aktuellen Preisverfall mit Sorge, denn billiges Öl führt zu mehr Verbrauch. In Indien zeigen sich zudem besonders groteske Auswirkungen der Ölpreis-Talfahrt: Heruntergerechnet auf einen Liter ist Rohöl mittlerweile günstiger als eine Flasche Trinkwasser.

Früher war alles besser: 90 Jahre Internationale Grüne Woche

In dieser Woche feiert die Internationale Grüne Woche Berlin ihren 90. Geburtstag. Doch zum Auftakt der Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau herrscht wenig Partylaune in der Hauptstadt. Die Agrar- und Lebensmittelbranche knabbert an sinkenden Preisen und schwächelnden Exporten. Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie sieht sogar die Hausfrau am Herd als „bedrohte Spezies“, weil immer mehr Deutsche auf Fertiggerichte zurückgreifen statt selbst zu kochen. Trotz der trüben Stimmung werden 400.000 Besucher auf der Grünen Woche erwartet, die dieses Jahr unter anderem den Schwerpunkt auf regionale Produkte legt.

Wikipedia wird 15: Was bisher schief lief

Man sollte nicht immer alles glauben, was im Internet steht. Daher sichert man sich bei manchen Sachverhalten gerne bei Wikipedia ab. Denn auf die freie Enzyklopädie ist Verlass! Wirklich? Anlässlich ihres 15. Geburtstags wurde nun eine Hitliste der kuriosesten frisierten Wikipedia-Artikel zusammengestellt. So wurde dem ehemaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg in der Wikipedia ein weiterer Vorname – Wilhelm – angedichtet. Obwohl der Fehler schnell korrigiert wurde, fand der falsche Name 2009 dennoch den Weg in die Beiträge vieler Medien als Guttenberg zum Wirtschaftsminister ernannt wurde. Ein anderer Nutzer des Online-Nachschlagewerks machte sich Wikipedia für den Zutritt zum Backstage-Bereich einer australischen Band zunutze und Merkel wurde von Apples Sprachsoftware Siri einige Stunden lang als „Sklavin“ bezeichnet.

Kultur-, Sprach- und Wertevermittlung via App

Seit längerem steht das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in der Kritik, etwa wegen hunderttausender offener Asylverfahren, die sich aufgestaut haben, oder der langen Bearbeitungszeit für einen Asylantrag. Doch in dieser Woche konnte die Behörde mit positiven Nachrichten auf sich aufmerksam machen. Seit Mittwoch können sich Flüchtlinge die kostenlose App „Ankommen“ herunterladen. Mit dieser soll ihnen der Start in der Bundesrepublik erleichtern werden, denn mit ihr werden die Nutzer beispielsweise über die Rechte, Pflichten und Grundwerte in Deutschland informiert. Die App soll so die Integration erleichtern